07.05.2010
Berlin, 7. Mai 2010 – „Unmittelbar vor den anstehenden Entscheidungen zur nächsten Gesundheitsreform konnten die wichtigsten Akteure des Gesundheitswesens beim Hauptstadtkongress Lösungsmöglichkeiten aufzeigen und damit wichtige Weichen stellen“, sagte Kongresspräsident und Gesundheitssenator a.D. Ulf Fink. So habe man etwa konstruktiv die Verfahren für eine Frühbewertung neuer Arzneimittel diskutiert. Im Zentrum standen unter anderem auch die Zukunft der Pflege und der künftige Personalmangel in Medizin und Pflege.
Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit im Berliner ICC hat auch in seinem dreizehnten Jahr die Erwartungen erfüllt, die Teilnehmerzahlen des Vorjahres wurden noch einmal leicht übertroffen: rund 8000 Besucher - Klinikmanager, Gesundheitsunternehmer, Wissenschaftler, Ärzte, Pflegekräfte, Physiotherapeuten und Vertreter von Politik und Verbänden - diskutierten drei Tage lang über die aktuellen Themen der Branche (2009 waren es rund 7800 Teilnehmer). „Wir freuen uns, dass der Bundesgesundheitsminister die Bedeutung der Gesundheitswirtschaft mit seinen fünf Millionen Beschäftigten noch einmal bei uns unterstrichen hat“, sagte Kongresspräsident und Gesundheitssenator a. D. Ulf Fink. Dr. Philipp Rösler hatte den Kongress am Mittwoch eröffnet.
In seiner Rede hatte der Gesundheitsminister für mehr fairen Wettbewerb, Vertrauen in die Privatwirtschat und Transparenz im Gesundheitswesen plädiert. Es müsse einen Mentalitätswechsel dahin geben, dass man nicht immer nur den Staat rufe, um Probleme zu lösen. Zur Kontrolle ärztlicher Leistungen zum Beispiel eigneten sich mündige und aufgeklärte Patienten besser als bürokratische Vorschriften.
Ein weiterer Höhepunkt des Kongresses war die Siegerehrung im „Wettbewerb der Gesundheitsregionen der Zukunft“: Dr. Georg Schütte, Staatssekretär im Bundesforschungsministerium (BMBF), zeichnete die Regionen Ostseeküste/Greifswald, Hamburg und Rhein-Neckar aus. Sie werden in den kommenden drei Jahren zusammen bis zu 22,5 Millionen Euro vom BMBF erhalten. Das BMBF kündigte an, eine Begleitforschung über die Bedingungen zur Entwicklung erfolgreicher Gesundheitsregionen auszuschreiben.
Am dritten und letzten Tag des großen Gesundheitstreffens vom 5. bis 7. Mai ging es unter anderem um eine kritische Betrachtung der Regierungspläne in Sachen Pflege, um die Frage, wie mehr Qualität im Gesundheitswesen erreicht werden kann (mit GKV-Chefin Dr. Doris Pfeiffer), um die Rekrutierung von Krankenhausmanagern und um Patientensicherheit. Zudem gab es Diskussionen über die Kapitaldeckung der Pflegeversicherung, um Kooperationen in der Gesundheitswirtschaft und ärztliche Fortbildung durch die Industrie.
In der zentralen berufspolitischen Veranstaltung des Tages der Niedergelassenen, den die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) zum zweiten Mal auf dem Hauptstadtkongress angeboten hatte, ging es um den Arzt im Wandel. „Beruf statt Berufung?“.
Der Hauptstadtkongress 2011 findet vom 11. bis 13. Mai 2011 erneut im ICC Berlin statt. Die ersten Highlights des Programms erfahren Sie im Herbst 2010. Aktuelle Informationen finden Sie unter www.hauptstadtkongress.de.
Schon jetzt anmelden können Sie sich für den 6. Gesundheitswirtschafts-kongress am 1. und 2. September in Hamburg (www.gesundheitswirtschaftskongress.de), für das Zukunftsforum Langes Leben am 15. und 16. September in Berlin ( www.zukunftsforum-langes-leben.de) und den 9. Europäischen Gesundheitskongress am 30. September und 1. Oktober 2010 in München: www.gesundheitskongress.de.
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