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Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2018:
6.-8. Juni im CityCube Berlin

Herzlich willkommen zum Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2018!

Sehr geehrte Damen und Herren, die Chance, aus Millionen genetischen Datensätzen herauszufinden, welches Onkologiemedikament das Leben des Patienten mit höchster Wahrscheinlichkeit retten kann. Die Möglichkeit, durch telemedizinische Überwachung von Kardiologiepatienten Infarkte rechtzeitig vorherzusagen. Oder die Aussicht, durch zentrale Speicherung und Abrufbarkeit aller Patientendaten jedem Arzt maximales diagnostisches Wissen für die Therapie an die Hand zu geben. Das sind nur drei von vielen Beispielen der Digitalisierung und Vernetzung in der Medizin, die in allernächster Zukunft Realität im Versorgungsalltag sein könnten. Doch: Es hakt dabei. Vor allem bei der Vernetzung der Leistungserbringer und in Sachen Datenschutz, den niemand Geringeres als der Deutsche Ethikrat deshalb gerne reformieren würde.

Weil sich alle einig sind, dass die gewaltigen Chancen der digitalen Revolution schnellstmöglich genutzt werden müssen, diskutiert der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit in diesem Jahr Ideen, wie das gehen könnte. Wie immer natürlich auch die anderen wichtigen Themen der Gesundheitspolitik.

Auch wenn die Qualität des deutschen Gesundheitswesens weltweit anerkannt ist, gibt es das große Problem der Aufspaltung in Sektoren – mit gravierenden Folgen für Patienten und Kostenträger. Zur Überwindung haben die beiden größten Fraktionen im Bundestag in ihren Koalitionsverhandlungen eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe vorgeschlagen. Es scheint, dass die Politik die sektorübergreifende Versorgung künftig wirklich zum Standard machen will. Das Thema ist deshalb ebenfalls Schwerpunkt des Hauptstadtkongresses, ebenso wie die Pflege, der Morbi-RSA, qualitätsbasierte Vergütung, Fachkräftegewinnung, Patientensicherheit, Notfallversorgung und die Zukunft der Medizin.

Es erwarten Sie also drei interessante Tage. Seien Sie dabei! Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Das komplette Programm des Hauptstadtkongresses 2018 finden Sie hier zum Download.

Programm 2018

06. - 08. Juni 2018

Hauptstadtforum Gesundheitspolitik Krankenhaus Klinik Rehabilitation Deutscher Pflegekongress Deutsches Ärzteforum Satellitensymposien
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Hauptstadtforum Gesundheitspolitik

 

Eröffnung des Kongresses

Hauptstadtkongress | Programmstand: 20.04.2018
Ergänzungen und Änderungen vorbehalten.

Sieben gute Gründe, beim Hauptstadtkongress dabei zu sein

Der in letzter Zeit immer wieder als „Davos der Medizin“ bezeichnete Hauptstadtkongress für Medizin und Gesundheit hat er sich einen festen Platz im Terminkalender aller Kompetenz- und Entscheidungsträger im Gesundheitswesen Deutschlands erobert und ist zum ihrem Treffpunkt Nr. 1 avanciert.

Über die Hälfte der ca. 2.000 Krankenhäuser und Kliniken Deutschlands sind durch den jeweiligen Vorstand, die ärztliche Leitung und/oder die Pflegeleitung vertreten – eine einmalige Ansammlung von Verantwortlichkeit und Fachkompetenz.

Der Dialog mit den Spitzenvertretern aus Gesundheitspolitik und Verbänden garantiert aktuelles Wissen aus erster Hand, insbesondere bezüglich Finanzierung, Krankenhausplanung und zu den entsprechenden Rahmenbedingungen für das Gesundheitswesen.

Die intensive Diskussion auf Augenhöhe mit den Spitzenvertretern der Kostenträger und Krankenkassen macht den Hauptstadtkongress zusätzlich wertvoll. Hier werden die brennenden Themen diskutiert und Weichen für die Zukunft gestellt.

Der Hauptstadtkongress ist das führende Forum für innovative Lösungsansätze, um weiterhin eine qualitativ hochwertige Medizin sicherzustellen und gleichzeitig Kostensenkungspotentiale durch Systempartnerschaften zu realisieren.

Der Hauptstadtkongress bietet mit zahlreichen Veranstaltungen jedes Jahr intensive Einblicke in relevante Zukunftstrends der Gesundheitswirtschaft sowie Innovationen in Medizin und Gesundheitswesen; darüber hinaus präsentieren führende Unternehmen ihre Neuheiten im Ausstellungsforum. Der Kongress gibt Entscheidern aus Politik und Wirtschaft damit wichtige Impulse für strategische Entscheidungen.

Der Hauptstadtkongress bietet im neuen, multifunktionalen Kongresszentrum CityCube erstklassige Möglichkeiten für Aussteller, die mit ihren zahlreichen Beratungs- und Informationsständen einen wichtigen Mehrwert für die Kongressbesucher bringen.

Der Hauptstadtkongress bündelt unter seinem Dach vier spannende Fachveranstaltungen: Das Hauptstadtforum Gesundheitspolitik, den Managementkongress Krankenhaus, Klinik, Rehabilitation, den Deutschen Pflegekongress und das Deutsche Ärzteforum und ermöglicht daher als einzige Veranstaltung in Deutschland den direkten und unmittelbaren Dialog und Informationsaustausch zwischen allen relevanten Kompetenz- und Entscheidungsträgern im Gesundheitswesen.

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Pressespiegel zum HSK 2017

Pressespiegel:    Teil 1 (PDF, 298 MB)     Teil 2 (PDF, 53 MB)    

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  • 19.04.2018 - Gesundheitsminister Spahn eröffnet Hauptstadtkongress – drei Tage mit vielen weiteren VIPs

    Die Zusage dürfte dem neuen Bundesgesundheitsminister nicht schwer gefallen sein: Jens Spahn eröffnet am 6. Juni in Berlin den Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit, der in diesem Jahr unter dem Motto steht: „Digitalisierung und vernetzte Gesundheit“. Erst vor zwei Jahren hat Spahn ein Buch publiziert mit dem Titel „Bessere Gesundheit durch digitale Medizin“. Der Kongress befasst sich also mit einem Lieblingsthema von Jens Spahn.

     

    In der Eröffnungsveranstaltung, in der es um Visionäres für die Gesundheitsversorgung durch die Digitalisierung der Medizin gehen wird, referiert auch der prominente Spitzenforscher: Prof. Dr. Erwin Böttinger, Direktor des im vergangenen Jahr gegründeten Digital Health Center des Hasso-Plattner-Instituts der Universität Potsdam. Böttinger ist einer der weltweit führenden Forscher für personalisierte Medizin, einem zukunftsweisenden Feld, das vor allem auf Big Data, künstlicher Intelligenz und Pharmakogenomik basiert.

     

    In der anschließenden Session diskutieren die neuen gesundheitspolitischen Sprecher aller Bundestagsfraktionen über „Gesundheitspolitik nach der Bundestagswahl“. Mit dabei: Christine Aschenberg-Dugnus (FDP), Sabine Dittmar (SPD), Prof. Dr. Axel Gehrke (AfD), Maria Klein-Schmeink (B90/Grüne), Karin Maag (CDU), Harald Weinberg (Linke).

     

    An den drei Tagen des 21. Hauptstadtkongresses werden viele weitere Spitzenpolitiker auf den Podien vertreten sein: In einer Veranstaltung diskutieren vier Gesundheitsminister aus den Bundesländern über die Zukunft der Gesundheit, nämlich Dr. Heiner Garg (FDP) aus Schleswig-Holstein, Stefan Grüttner (CDU) aus Hessen, Karl-Josef Laumann (CDU) aus Nordrhein-Westfalen und die Hamburger Senatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD). Das Thema „Gesundheitswirtschaftspolitik“ erörtern vier Wirtschaftsminister aus den Ländern: die Berliner Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne), Anke Rehlinger (SPD) aus dem Saarland, Dr. Volker Wissing (FDP) aus Rheinland-Pfalz und Harry Glawe (CDU) aus Mecklenburg-Vorpommern.

     

    Die Ärzteschaft wird durch Führungspersönlichkeiten zahlreicher Organisationen repräsentiert, zum Beispiel durch: Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Rudolf Henke, Erster Vorsitzender des Marburger Bundes, und Dr. Klaus Reinhardt, Vorsitzender des Hartmannbundes.

     

    Aus dem Bereich der Krankenkassen treten auf dem Hauptstadtkongress auf: Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen, Franz Knieps, Vorstand des BKK Dachverbandes, Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Nordwest, Dr. Mani Rafii, Mitglied des Vorstands der Barmer, und Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit.

     

    Von den Vorständen großer Krankenhäuser und Krankenhausträger sind beim Hauptstadtkongress als Referenten dabei: Dr. Andrea Grebe, Vorsitzende der Geschäftsführung der Vivantes-Kliniken Berlin, Prof. Dr. Annette Grüters-Kieslich, Vorstandsvorsitzende des Universitätsklinikums Heidelberg, Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Wolfgang Holzgreve, Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Bonn, Stephan Holzinger, Vorstandsvorsitzender der Rhön-Klinikum AG, PD Dr. Thomas Klöss, Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Halle, Thomas Lemke, Vorstandsvorsitzender der Sana Kliniken AG, Andreas Schlüter, Hauptgeschäftsführer der Knappschaft Kliniken, Prof. Dr. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Dr. Andreas Tecklenburg, Vorstandsmitglied des Verbandes der Universitätsklinika Deutschlands, Dr. Ulrich Wandschneider, Aufsichtsratsvorsitzender der Asklepios Kliniken, Prof. Dr. Jochen Werner, Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Essen, und Prof. Wang Wei, Ärztlicher Direktor des Tongji Medical College in Wuhan/China.

     

    Aus der Pflege treten auf dem Kongress auf: Peter Bechtel, Vorsitzender des Bundesverbandes Pflegemanagement und Pflegedirektor am Universitäts-Herzzentrum Freiburg, Vera Lux, Pflegedirektorin und Vorstandsmitglied des Universitätsklinikums Köln, Dr. Markus Mai, Präsident der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz, Irene Maier, Stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätskliniken und Medizinischen Hochschulen Deutschlands, und Thomas Meißner, Vorstand des AnbieterVerbandes qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen und Delegierter im Deutschen Pflegerat.

     

    Und weitere wichtige Institutionen des deutschen Gesundheitswesens werden vertreten durch: Prof. Josef Hecken, Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses, Dr. Christof Veit, Leiter des Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen, Frank Plate, Präsident des Bundesversicherungsamts, Dr. Heidrun M. Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Bettina am Orde, Erste Direktorin der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See, und Dr. Peter Pick, Geschäftsführer des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen.

     

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 21. Hauptstadtkongress findet vom 6. bis 8. Juni 2018 im CityCube Berlin statt.

     

    Weitere Infos und das Anmeldeformular finden Sie unter: www.hauptstadtkongress.de

     

    Seien Sie dabei! Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

  • 12.04.2018 - Patientensicherheit: Bessere Fehlerkultur rettet Menschenleben

    Es sind Zahlen, die aufhorchen lassen: 170.000 Behandlungsfehler gebe es pro Jahr in deutschen Krankenhäusern, hat der Sachverständigenrat Gesundheit im Jahr 2007 – nach eigener Beurteilung konservativ – geschätzt. Darunter seien auch 17.000 vermeidbare Todesfälle. In einem anderen Kontext hat die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene von 15.000 Todesfällen durch Krankenhausinfektionen gesprochen. Und die Anzahl vermeidbarer Todesfälle durch falsche Medikation haben Experten für ganz Deutschland auf knapp 30.000 pro Jahr hochgerechnet.

     

    Während die Publikation solcher Zahlen in den Medien regelmäßig zu öffentlichen Schuldzuweisungen führt, haben Experten für Patientensicherheit in den letzten Jahren Strategien entwickelt, die genau das zu vermeiden beabsichtigen: Die Verringerung von Fehlern lässt sich viel erfolgreicher durch eine verbesserte Fehlerkultur erreichen, bei der nicht die Suche nach Schuldigen dominiert, sondern eine möglichst offene Kommunikation über Fehler, die einer Wiederholung vorbeugt.

     

    Nach Expertenschätzungen beruhen bis zu 80 Prozent aller Fehler und unerwünschten Ereignisse bei der Behandlung von Patienten auf mangelhafter Kommunikation zwischen den Beteiligten. Erst vor zehn Jahren hat die WHO deshalb eine Checkliste für Operationen entwickelt, nach welcher der Narkosearzt einen Patienten noch einmal bezüglich der geplanten OP fragt und der operierende Chirurg sich dem OP-Team namentlich vorstellt – um Operationen falscher Körperteile, eventuell auch durch die Verwechslung des Operationssaals, auszuschließen.

     

    Insgesamt dürfte ein offener Umgang mit Fehlern die beste Strategie sein, um die Patientensicherheit in Konfliktsituationen zu verbessern, sei es bei freiheitsentziehenden Maßnahmen durch Fixierung bzw. Ruhigstellung oder gar Gewalt gegenüber Patienten.

     

    Das Thema „Patient safety first - mit intelligenten Strategien zum Behandlungserfolg“ diskutieren auf dem Hauptstadtkongress in Berlin: Hedwig François-Kettner, Vorsitzende des Aktionsbündnisses Patientensicherheit und wissenschaftliche Leiterin des Deutschen Pflegekongresses, Prof. Dr. Iris F. Chaberny, Direktorin des Instituts für Hygiene/Krankenhaushygiene des Universitätsklinikums Leipzig, Prof. Dr. Alexander Redlich, Prof. i. R. für Pädagogische Psychologie im Fachbereich Psychologie der Universität Hamburg, Dr. Michael Sasse, Leitender Oberarzt des Schwerpunkts Pädiatrische Intensivmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover und Leiter des pädiatrischen Intensivnetzwerks Norddeutschland, und Keith Jones, Clinical Director for Surgery und Vorsitzender der Gruppe für Leistung und Produktivität des Derby Teaching Hospital NHS Foundation Trust/UK.

     

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 21. Hauptstadtkongress findet vom 6. bis 8. Juni 2018 im CityCube Berlin statt.

     

    Weitere Infos und das Anmeldeformular finden Sie unter: www.hauptstadtkongress.de

  • 06.04.2018 - Value Based Healthcare: Beim Patientennutzen ist noch viel Luft nach oben

    Immer wieder belegen Studien, dass hohe Gesundheitsausgaben eines Landes nicht automatisch zu einer entsprechend gesunden Bevölkerung führen. Erst im März veröffentlichten Wissenschaftler der Harvard-Universität eine Untersuchung der Gesundheitssysteme der elf OECD-Länder mit dem höchsten Pro-Kopf-Einkommen! Obwohl Deutschland bei den Kosten auf dem vierten Platz liegt, erreicht es bei der Lebenserwartung nur den vorletzten Rang.

     

    Bereits im Jahr 2006 haben sich US-amerikanische Wissenschaftler um Michael Porter mit diesem Phänomen auseinander gesetzt und ein Konzept entwickelt, das sie value-based healthcare nannten. Ihre Kritik lautete, dass in den meisten Gesundheitssystemen vor allem versucht wird, Kosten zu minimieren, anstatt den Nutzen für Patienten zu maximieren. Sie schlugen daher vor, dass Gesundheitssysteme sich am Nutzen der erzielten Behandlungsergebnisse je Patient im Verhältnis zu den dabei entstehenden Kosten orientieren müssten. Dies ließe sich durch value-based competition, einen Wettbewerb um die besten Resultate, erreichen.

     

    Eine britische Studie untersuchte 2016, wie gut die Voraussetzungen in 25 ausgewählten Ländern sind, dem Idealbild von value-based healthcare nahe zu kommen. Augenmerk legten die Autoren dabei auf die Ausrichtung der Gesundheitspolitik im Hinblick auf Patientennutzen, auf die Umsetzung von nutzenorientierten Bewertungsverfahren, auf die Existenz von Integrierter Versorgung und auf ein an Integrierter Versorgung ausgerichtetes Vergütungssystem mit möglichst geringen Fehlanreizen. Schweden und Großbritannien schnitten in der Untersuchung am besten ab.

     

    Die Studie würdigt zwar die Bemühungen, in Deutschland zu qualitätsorientierter Vergütung und Qualitätsverträgen zu kommen, zugleich werden aber grundsätzliche Probleme benannt: Medizinische Register zu Erkrankungen und Therapien seien oft nicht verlinkt. Krankenversicherungen hätten darauf – wegen des strengen deutschen Datenschutzrechts – keinen Zugriff. Die sektorale Trennung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung machten es zudem schwer, übergreifende Behandlungspfade zu etablieren. Die Umsetzung von Integrierter und patientenorientierter Versorgung im deutschen Gesundheitssystem gilt deshalb als „niedrig“.

     

    Was muss Deutschland anders machen? Das diskutieren unter dem Titel „Value Based Healthcare – der nächste Schritt in der Gesundheitsversorgung“ auf dem Hauptstadtkongress: Prof. Dr. Babette Simon, Geschäftsführerin der Medtronic GmbH, Dr. Günther Jonitz, Präsident der Ärztekammer Berlin und Vorstandsmitglied der Bundesärztekammer, Dr. Mani Rafii, Vorstandsmitglied der Barmer, und Prof. Dr. Hartwig Huland, Ärztlicher Leiter und Chefarzt der Martini-Klinik am UKE Hamburg.

     

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 21. Hauptstadtkongress findet vom 6. bis 8. Juni 2018 im CityCube Berlin statt.

     

    Weitere Infos und das Anmeldeformular finden Sie unter: www.hauptstadtkongress.de

     

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  • 27.03.2018 - Online-Chat statt Arztbesuch? Telemedizin ante portas

    Der Patient beschreibt Dr. Ed die Symptome, indem er ein Online-Formular ausfüllt. Dr. Ed meldet sich kurz darauf - ebenfalls digital - mit einer E-Mail, die den Patienten auf die Website zurückholt. Bei manchen Patienten rät der virtuelle Doktor dann zu einem persönlichen Besuch beim Arzt, bei manchen stellt er eine Diagnose und verschreibt gegebenenfalls auch ein Medikament.

     

    In Deutschland ist eine derartige telemedizinische Fernbehandlung als Erstbehandlung derzeit noch verboten. Trotzdem haben sich mehr als 200.000 Deutsche schon online in die Sprechstunde von Dr. Ed begeben. Denn der von einem deutschen Juristen gegründete Onlinedienst mit deutschen Ärzten sitzt in London und profitiert vom liberaleren Recht in England. Die deutsche Kundschaft rekrutiert sich zu einem großen Teil aus Patienten, die einen persönlichen Arztkontakt scheuen: So leiden z.B. 40 Prozent der Ratsuchenden an erektiler Dysfunktion, viele Frauen möchten die „Pille danach“ verschrieben bekommen. So etwas fällt leichter, wenn es per Webformular geht.

     

    Ärzteverbände kritisieren das Unternehmen, denn es verstoße in jedem einzelnen Fall gegen das in Deutschland in der ärztlichen Berufeordnung festgeschriebene Fernbehandlungsverbot. Doch genau dieses Verbot soll nun möglicherweise fallen: Der Deutsche Ärztetag hat im Mai letzten Jahres eine Überprüfung beschlossen – weil sich anders als unter Einbeziehung von Telemedizin eine flächendeckende Versorgung vor allem in ländlichen Regionen kaum noch sicherstellen lässt.

     

    Wenn das Fernbehandlungsverbot fällt, wie viele Unternehmen wie Dr. Ed werden dann entstehen? Und wo werden sie ihren Sitz haben? Und was bedeutet das für die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in Deutschland?

     

    Unter dem Titel „iDoc: Löst der Computer den Arzt ab?“ diskutieren das auf dem Hauptstadtkongress in Berlin: MUDr./CS Peter Noack, Vorsitzender des Vorstandes der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg, Dr. Jens Härtel, Geschäftsführer der Arvato CRM Healthcare GmbH, Dr. Thomas Kriedel, Mitglied des Vorstandes der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, David Meinertz, Gründer und Geschäftsführer von DrEd.com, und Dr. Johannes Schenkel, MPH, Ärztlicher Leiter der UPD Patientenberatung Deutschland gGmbH.

     

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 21. Hauptstadtkongress findet vom 6. bis 8. Juni 2018 im CityCube Berlin statt.

     

    Weitere Infos und das Anmeldeformular finden Sie unter: www.hauptstadtkongress.de

     

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  • 26.03.2018 - Digitale Medizin: Wenn der Computer zum Konkurrenten wird

    Von der Digitalisierung in der Medizin werden vor allem Patienten mit chronischen Erkrankungen profitieren - etwa, wenn ihnen digitale Begleiter rund um die Uhr mit qualitätsgesicherten Empfehlungen zur Seite stehen. Für Diabetiker gibt es bereits heute digitale Diabetes-Managementsysteme. Ähnliche digitale Entwicklungen für Patienten mit Depressionen, für die Begleitung von Schwangeren oder von Krebspatienten stehen zur Verfügung.

     

    Dem Facharzt mit vielleicht 3.000 Patienten pro Quartal steht plötzlich ein Expertensystem gegenüber - gespeist mit den Informationen von einer Million Patienten, ausgewertet durch neuronale Netzwerke und künstliche Intelligenz. So wie ein erfahrener Mediziner, kann das System jeden neuen Patienten-Nutzer individuell beraten, wenn es um die optimale Einstellung des Blutzuckers geht. Und das nicht nur zu den üblichen Praxis-Öffnungszeiten, sondern zu jeder beliebigen Tages- und Nachtzeit.

     

    Dies stellt vor allem althergebrachte Finanzierungsschemata in Frage: Denn plötzlich gibt es eine neue Kategorie von Leistungserbringern. Diese sind digital, permanent verfügbar und deutlich preiswerter als ihre menschlichen Kollegen. „Die Ärzteschaft wird in den nächsten Jahren die Erfahrung machen, dass es einen neuen Wettbewerb gibt“, so konstatiert Markus Müschenich vom Bundesverband Internetmedizin. Dieser werde sich in den Kategorien Qualität, Preis und Verfügbarkeit abspielen. Als Folge sei zu erwarten, dass Budgets bereinigt und neue Digitalbudgets geschaffen werden müssen, so Müschenich.

     

    Die Krankenkassen haben derzeit einige Pilotprojekte initiert, bei denen Apps bezahlt werden. Bevor eine flächendeckende Kostenerstattung möglich wird, muss aber eine wichtige Frage geklärt werden: Wer ist eigentlich der Leistungserbringer der digitalen Leistung? Nimmt man das Geld dem stationären Sektor weg oder dem ambulanten? Oder wie sonst sollte der digitale Sektor finanziert werden?

     

    Unter dem Titel "Digital vor ambulant vor stationär: Vom Kampf um Digital-Budgets und wer gewinnen wird" diskutieren das spannende Thema: Dr. Markus Müschenich, Co-Founder und Managing Partner des Flying Health Incubators, Thomas Lemke, Vorstandsvorsitzender der Sana Kliniken AG, Dr. Mani Rafii, Vorstandsmitglied der Barmer, Birgit Fischer, Hauptgeschäftsführerin des Verbands forschender Arzneimittelhersteller, und Hans Raffauf, Co-Founder vom App-Entwickler Clue.

     

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 21. Hauptstadtkongress findet vom 6. bis 8. Juni 2018 im CityCube Berlin statt.

     

    Weitere Infos und das Anmeldeformular finden Sie unter: www.hauptstadtkongress.de

     

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  • 07.03.2018 - Pflegequalität trotz Personalmangel – wie geht das?

    Fachkraftquoten und Personaluntergrenzen im Fokus des Deutschen Pflegekongresses 2018

    Anhaltende Klagen wegen ständiger Überlastungen prägen das Bild der Pflege von heute. Sowohl im Klinikbereich als auch in der Altenpflege gibt es schon länger die Sorge, dass die Aufrechterhaltung einer guten pflegerischen Versorgungsqualität nicht mehr gewährleistet werden kann, solange der Fachkräftemangel anhält.  

     

    Für die stationäre Altenpflege gilt die Fachkraftquote, nach der jeder zweite Mitarbeiter über eine dreijährige Pflegeausbildung verfügen muss. Da die Zahl der Pflegebedürftigen steigt, qualifizierten Kräfte jedoch rar sind, plädieren Heimbetreiber mit Nachdruck für eine Lockerung dieser Vorgaben, mit dem Ziel, dass Heime die vorgeschriebene Quote - zumindest kurzzeitig - unterschreiten dürfen.

     

    Für den Bereich der Krankenhäuser gelten ab dem 1.1.2019 Personaluntergrenzen für besonders pflegeintensive Bereiche, Intensivstationen und den Nachtdienst. Die Selbstverwaltung von Krankenhäusern und Krankenkassen sind gesetzlich verpflichtet worden, bis zum 30. Juni 2018 Personaluntergrenzen für die entsprechenden Bereichen zu schließen. Einigen sich die Selbstverwaltungspartner nicht, wird das Bundesgesundheitsministerium die Personaluntergrenze festlegen.

     

    Fachkraftquote und Personaluntergrenzen sind in der Fachwelt umstritten und werden auch beim Deutschen Pflegekongress 2018 kontrovers diskutiert: Welche Folgen etwa eine Absenkung der Fachkraftquote für die Pflegebedürftigen haben würde, wird am 6. Juni 2018, dem ersten Kongresstag, in der Veranstaltung Experten streiten, Politiker entscheiden: Fachkraftquoten – Pro und Kontra mit Wissenschaftlern, Heimbetreibern und der Politik intensiv debattiert. Wie sich die Personaluntergrenzen in Kliniken auswirken, und ob das Minimum der Personalbesetzung am Ende gar das Maximum bedeuten kann, wird in der Session Eine politische Entscheidung mit Folgen: Personaluntergrenzen in Krankenhäusern – das Pflegemanagement ist gefragt! mit Vertretern der Krankenhäuser, der GKV und des Pflegemanagements am Freitag, den 8. Juni 2018, ausführlich diskutiert.

    Seien Sie dabei und beteiligen Sie sich!  Anmeldung unter: http://www.hauptstadtkongress.de/teilnahme/

  • 09.02.2018 - Battle of Arguments: Debattierwettbewerb zu Therapiefreiheit und Work-Life-Balance

    Zwei interessante Fragestellungen, über die sich trefflich streiten lässt, stehen beim Managementkongress Krankenhaus Klinik Rehabilitation im Fokus: Work-Life-Balance und Therapiefreiheit

     

    Die erste Fragestellung lautet: Leben wir, um zu arbeiten? Oder arbeiten wir, um zu leben? Work-Life-Balance ist jüngeren Mitarbeitern auch im Gesundheitswesen immer wichtiger. Was wollen die Mitarbeiter aus den Generationen Y und Z?

     

    Die zweite lautet: Wie weit soll Therapiefreiheit gehen? Sollen Patienten ein gänzlich unbeschränktes Recht auf freie Entscheidung haben, selbst wenn sie sich irren? Oder soll der Staat möglichst viele Regularien vorgeben, damit der Patient sich nicht selber schadet?

     

    Zwei Themen, die der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit deshalb zum Anlass nimmt, um ein neues Veranstaltungsformat einzuführen: die „Battle of Arguments“.

     

    Zwei einander gegenüber sitzende Dreiergruppen tragen vor dem Publikum einen Debattierwettkampf mit knapp definierten Redezeiten aus und am Ende bewertet das Publikum die Teams und kürt den Sieger. Diese sogenannte „Englische Debatte“ ist eine von diversen Disziplinen rhetorischer Wettbewerbe, die aus dem englisch-amerikanischen Raum stammen, und die auch in Deutschland immer populärer werden: Mittlerweile haben sich hierzulande bereits mehr als 100 Debattierclubs gegründet.

     

    Auf dem Hauptstadtkongress treten in dem neuartigen Format renommierte Persönlichkeiten des Gesundheitswesens auf, unter anderem: der Vorstandsvorsitzende des Klinikums Nürnberg, Prof. Dr. Achim Jockwig, der Digital Health Experte der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst& Young, Konrad Fenderich, der Präventologe und ehemalige Berliner Ärztekammerpräsident Dr. Ellis Huber, sowie der kaufmännische Direktor des Städtischen Klinikum Dresden, Jürgen Richter. Moderiert wird die Battle of Arguments vom Gesundheitsökonom Prof. Dr. David Matusiewicz.

     

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 21. Hauptstadtkongress findet vom 6. bis 8. Juni 2018 im CityCube Berlin statt.

     

    Weitere Infos und das Anmeldeformular finden Sie unter: www.hauptstadtkongress.de

     

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  • 09.01.2018 - Deutsches Ärzteforum: Tiefgreifende Veränderungen in der Medizin und bei den Heilberufen

    Die Digitalisierung der Medizin wird die Heilberufe tiefgreifend verändern: Dank Big-Data-Analytik werden Diagnostik, Therapie und die Entwicklung personalisierter Medikamente ungeahnte Behandlungsoptionen ermöglichen. Es geht aber nicht nur um mächtige Algorithmen, künstliche Intelligenz, Big Data und Präzisionsmedizin, sondern – neben solchen Ausblicken in die medizinische Zukunft – auch um die Digitalisierung im Praxisalltag, etwa um die Frage, wie Ärzte und Patienten durch digitale Anwendungen schon heute unterstützt werden können. Die zahlreichen Chancen, aber auch mögliche Risiken werden Schwerpunktthemen des Deutsche Ärzteforums sein, das im Rahmen des Hauptstadtkongresses Medizin und Gesundheit im Juni 2018 in Berlin stattfindet.

     

    Das Deutsche Ärzteforum richtet sich gleichermaßen an Niedergelassene und Klinikärzte. Als Teil des Hauptstadtkongresses bringt es die Ärzteschaft mit der Gesundheitspolitik und allen anderen Berufsgruppen im Gesundheitswesen zu einem fach- und disziplinübergreifenden Dialog zusammen.

     

    Das inhaltliche Angebot des Deutschen Ärzteforums reicht von der praktischen Medizin bis zu politisch kontroversen Fragen, wie etwa: Werden neue Erkenntnisse der Immunologie chronisch vernachlässigt? Kann Prävention durch Screening verbessert werden? Wie führt Versorgungsforschung schließlich zu besserer Versorgungswirksamkeit? Was können Triagierung, Portalpraxen, integrierte Leitstellen und „Bereitschaftsdienst 4.0“ zur Verbesserung der Notfallversorgung beitragen? Auch der Bereich Personal steht im Fokus: Vorgestellt werden z. B. exklusive Ergebnisse einer Befragung unter jungen Beschäftigten im Krankenhaus. Weitere Veranstaltungen sind: „Eine Frage der Führung: Leadership und Qualität in der Arbeit – wie nehme ich meine Leute mit?“ und „Digitales Personalrecruiting und Employer Branding: Unsere Zukunft mit Social Media und Smartphones“.

     

    Gemeinsam mit dem gleichzeitig stattfindenden Deutschen Pflegekongress diskutiert das Deutsche Ärzteforum drei berufsübergreifende Themen: „Gefragt: Gute Teamleistung im Krankenhaus – Qualifikations- und Skill-Mix“, „Die Zukunftsaufgabe: Qualitativ gute Versorgung alter Menschen“ und „Das Zusammenwirken der Gesundheitsberufe beim Entlassmanagement“.

     

    Zwei Sonderformate gehören zum Deutschen Ärzteforum: Der Fachärztetag widmet sich den Schwerpunktthemen Innovationen, Entwicklungsperspektiven des Arztbildes und sektorübergreifende Versorgung an der Schnittstelle zwischen ambulant und stationär. Das Apothekerforum beschäftigt sich mit Lieferengpässen bei Arzneimitteln, den strukturpolitischen Aspekten einer flächendeckenden Arzneimittelversorgung und besserem Patientenschutz durch mehr Stationsapotheker.

     

    Weitere Information zum Programm finden Sie unter:

    http://www.hauptstadtkongress.de/deutsches-aerzteforum/

     

    Profitieren Sie jetzt noch vom ermäßigten Frühbuchertarif, melden Sie sich an unter:
    http://www.hauptstadtkongress.de/teilnahme

     

    Seien Sie dabei! Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

  • 12.12.2017 - Deutscher Pflegekongress 2018: Pflege bleibt Mega-Thema in der neuen Legislaturperiode!

    Ganz gleich wie die künftige Bundesregierung zusammengesetzt sein wird: Es ist bereits jetzt absehbar, dass Pflege ein wichtiges Thema der Regierungspolitik bleibt, ja – bleiben muss! Zu den in der neuen Legislaturperiode anstehenden Fragen gehören etwa die umstrittenen Fachkraftquoten, die auch innerhalb der Pflegemitarbeiter kontrovers diskutierte Einrichtung von Pflegekammern und die Praxistauglichkeit der Anfang 2017 eingeführten Pflegegrade. Dies wird auch der Deutsche Pflegekongress im Rahmen des Hauptstadtkongresses Medizin und Gesundheit aufgreifen.

     

    Der Deutsche Pflegekongress richtet sich an die gesamte Pflege. Hier treffen sich die Kranken und die Altenpflege, Pflege- und Berufsverbände, Arbeitgeber und Pflegeunternehmer aus dem ambulanten und stationären Sektor sowie Berufsfachschulen und Universitäten. Beim Deutschen Pflegekongress haben Sie die einmalige Möglichkeit, mit allen Partnern und Akteuren im Gesundheitswesen den fach- und disziplinübergreifenden Dialog aufzunehmen.

     

    Das Schwerpunktthema beim Hauptstadtkongress 2018 lautet „Digitalisierung und vernetzte Gesundheit“. Im Mittelpunkt stehen deshalb auch beim Deutschen Pflegekongress Fragen, wie: Was bringt die Digitalisierung in der Pflege und welche Chancen eröffnet sie? Ermöglichen digitale Schnittstellen eine Entbürokratisierung? Und: Roboter im Einsatz - bleibt da die Menschlichkeit auf der Strecke?

     

    Herausragende Themen des Pflegekongresses 2018 werden neue Ausbildungskonzepte in schulischen und akademischen Pflegeberufen und bessere Rahmenbedingungen für akademisch ausgebildete Fachkräfte sein. Dabei wird es auch um möglichst gute Mannschaftsleistungen im Krankenhaus gehen, die durch differenziertere Qualifikations- und Skill-Mixes erzielt werden könnten. Ein Beispiel dafür ist auch das Zusammenwirken der Gesundheitsberufe beim neuen Entlassmanagement.

     

    Auch weiterhin bleibt der andauernde Fachkräftemangel ein zentrales Thema. Der Pflegekongress geht diesmal u. a. folgenden Fragen nach: Lockt leistungsorientierte Bezahlung die Leistungsträger? Welche Methoden sind Best Practice in der Personalakquise? Wie wird sich das Pflegestärkungsgesetz III auf die Gehaltsstruktur bei Pflegefachkräften auswirken? Darüber hinaus widmet sich der Deutsche Pflegekongress 2018 vielen weiteren Themen, wie den neu zu erarbeitenden Pflegenoten, Gewalt in der Pflege, sektorenübergreifenden Versorgungsformen, Demenz und Homecare.

     

    Weitere Information zum Programm finden Sie unter
    http://www.hauptstadtkongress.de/deutscher-pflegekongress/

     

    Profitieren Sie jetzt noch vom ermäßigten Frühbuchertarif und melden sich an unter:
    http://www.hauptstadtkongress.de/teilnahme

     

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  • 23.11.2017 - Managementkongress Krankenhaus Klinik Rehabilitation: Keine Angst vor Wandel!


    Wachsende Patientensouveränität führt zunehmend zu einem Wandel des Gesundheitsmarktes vom Anbieter- zum Nachfragemarkt – immer mehr auch im Kliniksektor. Der Patient lässt sich eine Patientensteuerung mittels Einweisen, Zuweisen, Überweisen immer weniger gefallen. Stattdessen geht er online und recherchiert Therapieoptionen, Qualitätsberichte und Prozesse der Integrierten Versorgung.

     

    Einer der Schwerpunkte auf dem im Rahmen des Hauptstadtkongresses stattfindenden Managementkongress Krankenhaus Klinik Rehabilitation ist deshalb die Frage, worauf sich Leistungserbringer einstellen sollten, um den steigenden Anforderungen der Patienten gerecht werden zu können. Die Veranstaltungen gehen Fragen nach, wie: Der Patient ist digital: Wo bleibt das Krankenhaus? Jeder will auf Augenhöhe sein: Was nützt das dem Patienten? Wie lange können Experten noch in Institutionen denken, wenn Patienten nach Prozessen fragen?

     

    Im Fokus des Kongresses stehen auch Themen der Finanzierung, wie etwa: „Kliniken im Visier der Anleger: Kapital entdeckt die Gesundheitswirtschaft“. Und: „Investitionen in die Zukunft: Nicht auf den Staat warten!“ Außerdem geht es um Prozesspartnerschaften: „Vernetzt siegen: Vom Systempartner zum Prozesspartner“ und „Zulieferung neu entdecken: Digitalisierung krempelt Zusammenarbeit um“.

     

    Der Managementkongress Krankenhaus Klinik Rehabilitation packt darüber hinaus die Themen Digitalisierung und Human Ressources an

     

    Digitalisierung

    • Digitalisierung statt IT-isierung: Sterben EDV-Dinos aus?
    • Pflege 4.0 statt Quoten: Mit Technik gegen Mangel
    • Gesundheit in Zeiten der Digitalisierung: New Public Health zu kurz gegriffen?

     

    Mitarbeiter im Wandel

    • Von selbst geht nichts: Wandel verlangt Change Management
    • Was tun, wenn Schwester Berta geht? Rezepte gegen den Expertenmangel
    • Kampf gegen Leiharbeit war gestern: Arbeitnehmer genießen neue Freiheit
    • Mitarbeiter lieb und teuer: Was Beschäftigte erwarten

     

    Zu einer Vielzahl weiterer Veranstaltungen des Kongresses gehört auch die exklusive Vorstellung des Krankenhaus Rating Reports 2018. Der Report untersucht alljährlich die wirtschaftliche Situation deutscher Krankenhäuser.

     

    Weitere Information zum Programm:

    http://www.hauptstadtkongress.de/krankenhaus-klinik-rehabilitation/

     

    Der Managementkongress Krankenhaus Klinik Rehabilitation findet, wie der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit, von Mittwoch, den 6. Juni 2018, bis Freitag, den 8. Juni 2018, statt. Profitieren Sie jetzt noch vom ermäßigten Frühbuchertarif, melden Sie sich an unter: http://www.hauptstadtkongress.de/teilnahme

     

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  • 08.11.2017 - Hauptstadtkongress 2018: Neue Bundesregierung = Neue Gesundheitspolitik?

    Zum Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2018 werden wieder 8.000 Spitzenvertreter und Entscheider aus Politik, Verbänden, Gesundheitswirtschaft und -management, Versicherungen, Wissenschaft, Medizin und Pflege zusammentreffen. Drei Tage lang geht es im Berliner CityCube in rund 200 Einzelveranstaltungen um alle Facetten des Gesundheitswesens.

     

    Der 21. Hauptstadtkongress findet vom 6. bis 8. Juni 2018 statt. Dann wird eine neue Bundesregierung bereits einige Monate im Amt sein. Zu erwarten sind neue Schwerpunkte in der Gesundheitspolitik und zum Teil auch neue Gesichter, die diese Politik repräsentieren. Wichtige Vertreter aus der Gesundheitspolitik werden Rede und Antwort stehen und die für die nächste Legislaturperiode geplanten Vorhaben zur Diskussion stellen.

     

    Auf der Agenda wird die Zukunft der Kassen stehen und mögliche Veränderungen der Kassenlandschaft wie auch die Reformen, die beim Morbi-RSA zu erwarten sind. Diskutiert wird zudem, wie es mit der qualitätsorientierten Vergütung im Krankenhaus weitergeht und ob es Richtungsentscheidungen bei der Überwindung der sektoralen Spaltung des Gesundheitswesen sowie bei den großen Zukunftsthemen Fachkräftesicherung, Innovation und Translation geben wird. „Digitalisierung und vernetzte Gesundheit“ lautet das Motto beim nächsten Hauptstadtkongress. Hier ist sich die Politik einig und will den Rückstand Deutschlands gegenüber anderen Ländern bei der Digitalisierung aufholen.

     

    Digitalisierung wird in der Politik zur Chefsache. Die zu erwartende Digitalisierungsstrategie der Bundesregierung wird auf dem Hauptstadtkongress zur Diskussion gestellt. Es geht auch um eine realistische Umsetzungsplanung für die elektronische Gesundheitskarte. Gefragt wird zudem: Was bringt die Digitalisierung dem Patienten und den Mitarbeitern? Welches Potenzial hat sie für Prozessoptimierung und Effizienzsteigerung? Welche Chancen bergen Robotik und künstliche Intelligenz? Welche Fortschritte bringt die Präzisionsmedizin bei der zielgerichteten Behandlung? Wie steht es mit Datenschutz und Cybersicherheit?

     

    Unter dem Dach des Hauptstadtforums Gesundheitspolitik finden wie in jedem Jahr drei wichtige Fachkongresse statt, und zwar der Managementkongress Krankenhaus Klinik Rehabilitation, der Deutsche Pflegekongress und das Deutsche Ärzteforum. Sonderformate des Kongresses sind wieder der Tag der Versicherungen, der Fachärztetag und der Apothekertag.

     

    Nutzen Sie jetzt den ermäßigten Frühbuchertarif, melden Sie sich an unter: http://www.hauptstadtkongress.de/teilnahme

  • 22.06.2017 - Hauptstadtkongress: Das Davos der Gesundheitswirtschaft ist in Berlin

    Der zwanzigste Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist am 22. Juni 2017 zu Ende gegangen. Mit 8.250 Besuchern aus allen Bereichen des deutschen Gesundheitswesens hat der Jubiläumskongress einen Besucherrekord aufgestellt.

    Drei Monate vor der Bundestagswahl wurde der Kongress, der unter dem Motto “Qualität und nachhaltige Finanzierung” stand, von intensiven Debatten über die Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung geprägt, in denen gegensätzliche Ziele innerhalb der Großen Koalition deutlich wurden:

    Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Hilde Mattheis, kündigte an: „Wir wollen die Weichen stellen, für eine Bürgerversicherung.“ Maria Michalk von der CDU sprach sich für einen Fortbestand der privaten Krankenversicherung (PKV) aus: „Die CDU/CSU-Fraktion ist die einzige, die an der Dualität festhält. Wir brauchen diesen Wettbewerb.“

    Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe hatte der Bürgerversicherung bereits zuvor, beim Auftakt des Kongresses, eine Absage erteilt: “Das einzig Gute an der Bürgerversicherung ist der Name”, so Gröhe. Der Minister hob hervor, dass die PKV oft sehr schnell medizinische Innovationen aufgenommen habe und damit auch die Gesetzliche Krankenversicherung “unter Druck gesetzt” habe.

    Als dringend notwendig bezeichneten es die gesundheitspolitischen Sprecherinnen aller vier Bundestagsfraktionen, dass sich die Politik in der kommenden Legislaturperiode der Verbesserung sektorübergreifender Versorgung annehme. Wenn man dies erreichen wolle, seien die Akteure des Gesundheitswesens allerdings wie „ein Bollwerk, gegen das man angehen muss”, kritisierte Hilde Mattheis (SPD).

    Einigkeit herrschte auf dem Hauptstadtkongress auch darüber, dass nach der Bundestagswahl eine Neujustierung des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs geben müsse. Um den Morbi-RSA weniger anfällig für Manipulationen zu gestalten, schlug die CDU-Bundestagsabgeordnete Karin Maag vor, dass ambulante Diagnosen künftig nicht mehr berücksichtigt werden sollten. Die Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen, Ulrike Elsner, erhob die Forderung, dass nicht nur die Morbidität der Versicherten Kriterium für die Zuweisung von Geldern aus dem Gesundheitsfonds sein dürfen, sondern vielmehr auch die Ausgeben jeder Krankenkasse für Prävention.

    Ein Schwerpunkt des Kongresses war auch die Krankenhauspolitik. Staatssekretär Jens Spahn aus dem Bundesfinanzministerium bezeichnete die ungelösten Probleme des Krankenhaussektors als größtes Problem des deutschen Gesundheitswesens. Er wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Bundesländer nach wie vor ihren Verpflichtungen zur Finanzierung von Investitionen nicht ausreichend nachkämen.

    Der Hessische Gesundheitsminister Stefan Grüttner erklärte, nach der Krankenhausreform gelte es nun, „die Qualität und Patientengerechtigkeit noch weiter zu verbessern.” Grüttner kündigt an, Hessen werde daher “eigene und erweiterte Kriterien in den Krankenhausplan zur Notfallversorgung aufnehmen.“

    Der auf dem Hauptstadtkongress vorgestellte Krankenhaus Rating Report 2017 kommt zu dem Ergebnis, dass sich die wirtschaftliche Lage deutscher Krankenhäuser wieder leicht verschlechtert habe. Lag die Anzahl der Krankenhäuser mit erhöhtem Insolvenzrisiko im Jahr 2014 noch bei 8,6 Prozent, stieg sie in 2015, dem Untersuchungszeitraum des aktuellen Reports, auf 9,1 Prozent. Die Krankenhausstrukturen seien, so Prof. Dr. Boris Augurzky vom RWI Leibnitz-Institut für Wirtschaftsforschung, nach wie vor in einigen Regionen ungünstig, es gebe zu viele kleine Einrichtungen, eine zu hohe Krankenhausdichte und zu wenig Spezialisierung. Allerdings habe der von 2016 bis 2018 eingesetzte Strukturfonds bereits eine gewisse Dynamik zur Optimierung entfacht und werde gut angenommen. „Es sollte grundsätzlich darüber nachgedacht werden, den Strukturfonds über das Jahr 2018 hinaus fortzuführen“, empfiehlt Augurzky.

    Eine der herausragenden Veranstaltungen des im Rahmen des Hauptstadtkongresses stattfindenden Deutschen Ärzteforums war der Auftritt des Robotik-Pioniers Prof. Dr. Gordon Cheng. Cheng ist einer der weltweit führenden Köpfe in der Entwicklung neurosensitiver Roboter, die unter dem Schlagwort “Brain-to-Robot” für Furore sorgen. Eines seiner Projekte heißt “Walk again Project”: Querschnittsgelähmte lernen dabei zunächst, sich mithilfe eines sogenannten Exoskeletts, einer Art maschinell gesteuerten Overall, fortzubewegen. Das Exoskelett ist innen mit viel Sensorik ausgestattet, um möglichst viele trotz der Lähmung noch verbliebene Bewegungssignale abzufangen und in Bewegung umzusetzen. Das Erstaunliche: Nach ein paar Monaten Training beginnt der Querschnittsgelähmte in gewissem Maße Bewegungen  wieder wahrzunehmen und sogar zu steuern. „Verantwortlich dafür ist vermutlich die sogenannte neuronale Plastizität. Das beschreibt die Fähigkeit des Gehirns, sich neu zu organisieren”, erklärte Cheng auf dem Hauptstadtkongress.

    Der Deutsche Pflegekongress, ebenfalls Teil des Hauptstadtkongresses, stand unter dem Eindruck der intensiven Gesetzgebung, mit der die Bundesregierung dem Pflegenotstand entgegentreten will. Peter Bechtel, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Pflegemanagement und zugleich Pflegedirektor am Universitäts-Herzzentrum Freiburg, warnte vor einer mangelhaften Umsetzung der von der Großen Koalition beschlossenen Personaluntergrenzen, die im kommenden Monat in ein Gesetz gegossen werden sollen: “Aus Personaluntergrenzen können schnell Personalobergrenzen werden, die dann keine Luft mehr für zusätzliches Personal lassen”, so Bechtel.

     

    Der Präsident der rheinland-pfälzischen Pflegekammer, Markus Mai, sprach sich für eine stärkere politische Interessenvertretung für die Pflegeberufe aus. Nachdem es nun bereits in drei Bundesländern Pflegekammern gebe, müsse die Pflege auch auf Bundesebene eine starke Vertretung erhalten. „Das kann nur die Bundespflegekammer sein“, so Mai.

     

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2018 findet vom 6. bis 8. Juni 2018 statt.

     

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  • 14.06.2017 - Alles, was Rang und Namen hat – viel Glanz auf dem Hauptstadtkongress

    Mehr als 8.000 Entscheidungsträger aus Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft kommen zusammen, wenn am nächsten Dienstag, dem 20. Juni 2017, der Hauptstadtkongress im Berliner CityCube eröffnet wird. Bei rund 150 Einzelveranstaltungen werden über 600 Referentinnen und Referenten auftreten – darunter viele Spitzenpolitiker aus Bund und Ländern, prominente Wissenschaftler und Führungspersönlichkeiten aus allen Institutionen des Gesundheitswesens.

    Die Eröffnungsveranstaltung steht im Zeichen des zwanzigjährigen Jubiläums des Kongresses: Der Arzt, Kabarettist und Autor Dr. Eckart von Hirschhausen moderiert eine Diskussion mit den wissenschaftlichen Leitern der drei mit dem Hauptstadtkongress zusammen stattfindenden Fachkongresse: Prof. Dr. Axel Ekkernkamp, Leiter des Deutschen Ärzteforums, Hedwig François-Kettner, Leiterin des Deutschen Pflegekongresses, und Prof. Heinz Lohmann, Leiter des Managementkongresses Krankenhaus Klinik Rehabilitation. Dabei wird zur Sprache kommen, was sich in den vergangenen 20 Jahren geändert hat. Etwa: Ist die Pflege schon auf Augenhöhe mit Ärzten und Krankenhausmanagement? Und gibt es zukünftig mehr Patientenautonomie, bei der der Patient etwa zwischen längere Lebenszeit und besserer Lebensqualität wählen kann?

    Anschließend eröffnet Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe den Kongress mit einem Vortrag zum Thema „Auf die Mannschaft kommt es an.“ Danach befragt Andreas Mihm von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung den Minister zur Zukunft der Gesundheitspolitik.

    Einer der medizinischen Höhepunkte wird der Auftritt von Roboterpionier Prof. Dr. Gordon Cheng sein, einem der weltweit führenden Köpfe in der Erforschung kognitiver Systeme. Cheng, seit 2010 Leiter des Lehrstuhls für Kognitive Systeme an der Technischen Universität München, arbeitet intensiv an der Vernetzung von Robotik mit neuronalen Daten aus dem menschlichen Gehirn – also der Steuerung von Automaten nur durch Gedanken.

    Der Hauptstadtkongress zieht auch in diesem Jahr wieder eine Vielzahl hochrangiger Politiker an: Neben dem Bundesgesundheitsminister stehen mit Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks aus Hamburg und der Sozialminister Hessens, Stefan Grüttner, auch Landesminister auf den Bühnen des Kongresses. Mit dabei: Jens Spahn, Parlamentarischer Staatsekretär aus dem Bundesfinanzministerium, der Patientenbeauftragte Karl-Josef Laumann und Lutz Stroppe, beide Staatssekretäre im Bundesgesundheitsministerium.

    Mit Maria Klein-Schmeink (Bündnis 90/Die Grünen), Hilde Mattheis (SPD), Maria Michalk (CDU/CSU) und Kathrin Vogler (Linke) sind die gesundheitspolitischen Sprecherinnen aller Bundestagsfraktionen mit dabei. Insgesamt treten mehr als 20 Bundestagsabgeordnete in Veranstaltungen auf.

    Die Gesetzliche Krankenversicherung ist hochrangig vertreten mit: Ulrike Elsner (vdek), Franz Knieps (BKK Dachverband), Martin Litsch (AOK), Bettina am Orde (DRV Knappschaft-Bahn-See), Andreas Storm (DAK), Thomas Ballast (Techniker Krankenkasse) und Dr. Christoph Straub (Barmer GEK). Die Ärzteschaft wird unter anderem vertreten durch: Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, Dr. Dirk Heinrich, Bundesvorsitzender des NAV-Virchow-Bunds, und Ulrich Weigeldt, Bundesvorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes. Die Krankenhäuser vertritt Georg Baum, Hauptgeschäftsgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft.

    Der chinesische Botschafter Shi Mingde wird auf dem Hauptstadtkongress über deutsch-chinesische Kooperationsprojekte sprechen. Wichtige Institutionen des Gesundheitswesens senden ihre Präsidenten und Leiter: Das Bundesversicherungsamt Frank Plate, der G-BA Prof. Josef Hecken, das IQWIG Prof. Dr. Jürgen Windeler, das IQTiG Dr. Christof Veit und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung Dr. Heidrun Thaiss.

  • 13.06.2017 - Tag der Versicherungen, Fachärztetag, Apothekerforum und weitere Sonderveranstaltungen beim Hauptstadtkongress 2017

    Das Programm beim 20. Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit verspricht viel Spannung und fachlichen Austausch auf höchstem Niveau! Dafür sorgen über 150 Veranstaltungen, mehr als 600 Referenten und nicht zuletzt das Fachpublikum mit rd. 8.000 Teilnehmern. Das Programm der drei Fachkongresse und des Hauptstadtforums Gesundheitspolitik wird ergänzt durch besondere Veranstaltungsreihen mit ausgewählten Themenkomplexen: 

    Der traditionelle Tag der Versicherungen beleuchtet wichtige Fragen zur Gesundheits- und Sozialpolitik. Er findet in Kooperation mit dem AOK-Bundesverband, dem Verband der Ersatzkassen und der Deutschen Rentenversicherung Bund am zweiten Kongresstag, also Mittwoch, den 21. Juni, statt und stellt die Themen Zwischenbilanz zum Präventionsgesetz, Rehabilitation und Migration, Bundesteilhabe- und Flexirentengesetz sowie digitale Gesundheitsdienstleistungen in den Mittelpunkt.

    Zum dritten Mal infolge präsentiert der Hauptstadtkongress in Zusammenarbeit mit dem SpiFa den Fachärztetag. Im Zentrum des Fachärztetages 2017, der ebenfalls am 21. Juni stattfindet, stehen aktuelle Themen wie Gesundheitspolitik nach der Bundestagswahl, Innovationszugang im Gesundheitswesen, Qualität und Innovationen in der Labormedizin sowie neue regionale Versorgungsmodelle.

    Zum fünften Mal dabei ist das Apothekerforum, das am dritten Kongresstag stattfindet. Thematische Highlights sind eine Zwischenbilanz zum Medikationsplan, Health Literacy und Patientenwissen sowie die Zukunft der pharmazeutischen Versorgung vor dem Hintergrund europäischer Entwicklungen. Kontroverse Diskussionen sind hier vorprogrammiert.

    Zusätzlich gibt es zahlreiche Satellitensymposien und Unternehmensworkshops, die das Gesamtprogramm des Kongresses inhaltlich abrunden. Nähere Infos unter www.hauptstadtkongress.de/sonderformate.html .

    Abschluss und zugleich „innovative Roadshow“ des Hauptstadtkongresses 2017 ist der Start-up Slam, der am 22. Juni um 15:45 Uhr auf der Kongress-Piazza losgeht. Es treten fünf ausgewählte Start-ups gegeneinander an - die besten drei werden von einer Jury mit interessanten Preisen ausgezeichnet! Einzelheiten unter: www.hauptstadtkongress.de/index.php .

  • 07.06.2017 - Wer hat das beste Gesundheitswesen der Welt?

    Während Krankenkassen und Gesundheitspolitiker oft betonen, Deutschland habe das beste Gesundheitswesen der Welt, gibt es in internationalen Vergleichen immer wieder unangenehme Befunde. So belegt Deutschland beispielsweise bei der Sterblichkeit von stationär aufgenommenen Herzinfarktpatienten unter 31 OECD-Ländern nur Platz 25 - hinter Ländern wie Polen, Slowenien oder Großbritannien. Und trotz des großen ambulanten Sektors werden in Deutschland so viele Diabetes-Patienten wie kaum in einem anderen OECD-Land stationär aufgenommen – auch hier Platz 25, weit hinter Großbritannien, Portugal, Ungarn oder Slowenien und direkt hinter den USA.

     

    Doch wie bewertet man ein Gesundheitssystem insgesamt? Danach, dass es die Gesundheit aller jederzeit maximal gewährleistet? Was ist dann mit der Finanzierung? Ist vielleicht ein weniger großzügiges Gesundheitssystem besser - gerade, weil es nicht für alles aufkommt? Auf die Frage, ob sie im letzten Jahr eine Zahnarztbehandlung wegen der Kosten ausgelassen hätten, antworteten in Deutschland 8 Prozent der befragten Patienten mit "ja". In Norwegen waren es 25 und in den USA 33 Prozent. In Deutschland gaben 15 Prozent der Befragten an, eine erforderliche Behandlung aus Kostengründen nicht erhalten zu haben, in den USA waren es 37 Prozent. In Großbritannien allerdings nur 4 und in Schweden nur 6 Prozent.

     

    Reinhard Busse, Professor für Management im Gesundheitswesen an der Technischen Universität Berlin, schlägt vor, bei der Bewertung drei Ziele zu berücksichtigen: einen guten Zugang zur Versorgung, eine hohe Qualität und nicht zuletzt einen möglichst effizienten Umgang mit den eingesetzten Ressourcen. Busse hat untersucht, wie sich die allgemeine Sterblichkeit der Bevölkerung bis ins Alter von 74 Jahren in acht wohlhabenden Industrienationen seit dem Jahr 2000 im Verhältnis zu den Pro-Kopf-Ausgaben für Gesundheit entwickelt hat. Trotz einer annähernden Verdopplung der Ausgaben hierzulande liegt die Sterblichkeit nur in Großbritannien knapp und den USA deutlich höher als in Deutschland. Am effizientesten mit den Mitteln des Gesundheitswesens gingen demnach die Briten um: Pro 1.000 US-Dollar mehr Ausgaben senkten sie die Sterblichkeit je 100.000 Einwohner um 30, während dies in Deutschland nur 19 waren und in den USA sogar nur 8.

     

    Ob Deutschland wirklich das beste Gesundheitssystem der Welt hat, diskutieren unter dem Titel „Das deutsche Gesundheitswesen: Leistungsbewertung im internationalen Vergleich“: Prof. Dr. Reinhard Busse, Professor für Management im Gesundheitswesen an der TU Berlin, Dr. Bernhard Gibis, Leiter des Dezernats Ärztliche Leistungen und Versorgungsstruktur der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Franz Knieps, Vorstand des BKK Dachverbandes, und Thomas Renner, Leiter des Referats Grundsatzfragen der Gesundheitspolitik des Bundesministeriums für Gesundheit.

  • 31.05.2017 - Kammerbewegung in der Pflege: Bundespflegekammer ist das Ziel

    Arbeitsbelastung, die so weit geht, dass pflegerische Bedürfnisse der Patienten nicht mehr bedient werden können, Bezahlung, die von einer Mehrheit als deutlich zu gering empfunden wird, und geringe Anerkennung des Pflegeberufes innerhalb und außerhalb des Gesundheitswesens – die Pflegerinnen und Pfleger in Deutschland haben davon die Nase voll. Sie sagen: Bislang haben weder die einzelne Pflegekraft noch die Pflegeverbände ein echtes Mitgestaltungsrecht für die Gesundheits- und Pflegeversorgung. Fach-, Rechts- und Finanzfragen werden von Dritten, insbesondere von der Ärzteschaft, entscheidend geprägt. Es bestehe Handlungsbedarf, um die Pflege als gleichberechtigten Leistungserbringer strukturell zu stärken und „auf Augenhöhe“ zu bringen.

    Entstanden ist mittlerweile eine von Tausenden Pflegemitarbeitern unterstützte „Kammerbewegung“: Sie fordert, nach dem Vorbild der Ärztekammern, die Einrichtung von Pflegekammern. Diese sollen eine professionelle pflegerische Versorgung nach pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen sicherstellen und die Bevölkerung vor unqualifizierter Pflege schützen. Sie sollten aber auch eine Selbstverwaltung des Berufsstandes der Pflegenden ermöglichen. Bereits in drei Bundesländern gibt es Pflegekammern – in Rheinland-Pfalz, in Schleswig-Holstein und in Niedersachsen. Auch in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen könnte es bald soweit sein.

    Markus Mai, Präsident der ersten bereits arbeitsfähigen Pflegekammer Deutschlands in Rheinland-Pfalz, sagt schon die Gründung einer Bundespflegekammer voraus: „Die Bundespflegekammer ist das Ziel. Ich gehe davon aus, dass sie spätestens im Jahr 2018 da sein wird.“ Doch so unumstritten, wie das klingt, ist die Idee der Kammern gar nicht. Bayern und Hamburg haben sich dagegen entschieden. In Hamburg hätten nur 36 Prozent der befragten Pflegemitarbeiter die Errichtung einer Kammer befürwortet, so die Hamburger Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz.

    Ein Grund dafür: Es droht die beitragspflichtige Zwangsmitgliedschaft. Im Saarland führt das derzeit zu Unmut: Da dort alle Arbeitnehmer bereits zahlende Pflichtmitglieder einer Arbeitskammer sind, hätten Pflegemitarbeiter zwei Kammerbeiträge zu zahlen – und das, obwohl die Arbeitskammer ebenfalls ein Referat für den Bereich Pflege betreibt. Auch die Gewerkschaft Verdi will Pflegekammern nicht. Sie versteht sich als traditionelle Vertretung der Pflegekräfte. Gegen die Einrichtung der Pflegekammer in Niedersachsen ging sie sogar mit einer ePetition vor. "Pflegekammern? Lösen die Probleme nicht", so das Credo der Kampagne.

    Über das Thema „Pflegekammer in drei Bundesländern – (wann) kommt die Bundespflegekammer?“ diskutieren auf dem Hauptstadtkongress: Dr. Markus Mai, Präsident der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz, Iris Meyenburg-Altwarg, Geschäftsführerin Pflege und Leiterin der Bildungsakademie Pflege der Medizinischen Hochschule Hannover, Patricia Drube, Vorsitzende des Vorstands des Errichtungsausschusses der Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein.

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 20. Hauptstadtkongress findet vom 20. bis 22. Juni 2017 im CityCube Berlin statt.

  • 30.05.2017 - Krankenhaus Rating Report 2017: Patienten schätzen Spezialkliniken – auch weiter entfernte

    Die Frage gilt als äußerst umstrittenen: Bevorzugen Patienten die medizinische Versorgung in direkter Nachbarschaft oder nehmen sie gegebenenfalls lieber die Anreise zu einem auf bestimmte Erkrankungen spezialisierten zentralen Klinikum in Kauf? Der Krankenhaus Rating Report 2017 hat herausgefunden: Krankenhäuser mit einem hohen Spezialisierungsgrad weisen eine signifikant höhere Patientenzufriedenheit auf. Damit zeigt sich, dass ein hoher Grad an Spezialisierung nicht nur bessere medizinische Ergebnisse bringt, sondern auch von den Patienten geschätzt wird.

    Außerdem hat der Krankenhaus Rating Report einen überraschenden Zusammenhang ermittelt: Kommunale Krankenhäuser in ärmeren Landkreisen sind wirtschaftlich in genauso guter Lage wie freigemeinnützige, beispielsweise konfessionelle, Krankenhäuser. In reicheren Landkreisen schneiden Kliniken in kommunaler Trägerschaft hingegen schlechter ab als freigemeinnützige. Die Autoren des Reports haben Hinweise darauf, warum das so ist.

    Ein weiterer Befund: Das Lohnniveau des medizinischen Personals variiert regional zwischen 10 Prozent unter und 5 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Das wirft die brisante Frage auf, ob regionale Lohnkostenunterschiede sich entsprechend in den Preisen der Leistungserbringung niederschlagen dürfen.

    Der Krankenhaus Rating Report 2017 wird am 21. Juni in Berlin auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit der Öffentlichkeit vorgestellt. Er wird seit dreizehn Jahren vom RWI Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und dem Institute for Healthcare Business GmbH erstellt. Erstmals werden im neuen Report Jahresabschlüsse aus den Jahren 2007 bis 2015 aufbereitet und auf diese Weise länger laufende Zeitreihen abgebildet. Dadurch können bereits entdeckte Zusammenhänge weiter statistisch untermauert werden. Zudem untersucht eine Sonderanalyse erstmals gezielt regionale Unterschiede im Lohnniveau der Krankenhäuser.

    Unter dem Titel „Krankenhaus Rating Report 2017: Strukturfonds – beginnt jetzt die große Konsolidierung?“ stellen die Autoren Prof. Dr. Boris Augurzky, Leiter des Kompetenzbereichs Gesundheit des RWI Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung, und Dr. Sebastian Krolop, Vice President und Partner für die Region EMEA der Healthcare Transformation Services von Philips Healthcare, den Report vor. Sie diskutieren die Ergebnisse mit Astrid Lurati, Direktorin des Klinikums und Mitglied des Vorstands der Charité Universitätsmedizin Berlin, Matthias Mohrmann, Mitglied des Vorstands der AOK Rheinland/Hamburg, und Andreas Schlüter, Hauptgeschäftsführer der Knappschaft Kliniken und Geschäftsführer der Klinikum Westfalen GmbH.

  • 24.05.2017 - Der informierte Patient: Zukunftsvision oder Fata Morgana?

    Mehr als die Hälfte der Deutschen hat erhebliche Mühe, die ständig wachsende Fülle gesundheitsrelevanter Information zu verstehen und daraus Entscheidungen für die eigene Gesundheit abzuleiten, so das Ergebnis einer Studie der Universität Bielefeld vom vergangenen Jahr. Die gleiche Befragung hatte zuvor in anderen Ländern deutlich höhere Kompetenzwerte ergeben – zum Beispiel in den Niederlanden, Dänemark, Irland und in Polen.

    Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe mahnte angesichts dieser Befunde. "Das muss alle Verantwortlichen im Gesundheitswesen aufrütteln." Zwischen 9 und 15 Milliarden Euro gehen nach Schätzungen seines Hauses jährlich verloren, weil die Kommunikation zwischen Ärzten und Patienten nicht ausreichend funktioniert. Denn schlecht informierte Patienten folgen deutlich seltener dem Rat ihres Arztes: Eine Auswertung von mehr als 100 Studien ergab, dass sich Patienten mehr als doppelt so häufig an die Therapieempfehlungen des Arztes halten, wenn dieser die Therapie und deren Ziele verständlich kommuniziert.

    Doch das beherrschen ganz offensichtlich nicht alle Ärzte: Über 30.000 Patienten haben in den vergangenen sechs Jahren den kostenlosen Service unter washabich.de genutzt, bei dem 200 Mediziner ehrenamtlich Befunde in verständliches Deutsch übersetzen. Allerdings sind die Wartezeiten für die Übersetzung so lang, dass die Website der Medizinaktivisten auf das Partnerprojekt befunddolmetscher.de verweist, das allerdings nur vorgefertigte Erläuterungen zu medizinischen Begriffen online vorhält.

    Ärzte sehen die Kommunikation „auf Augenhöhe“ mit den Patienten oft auch kritisch: Laut einer Umfrage der Ärztezeitung im Jahr 2012 beklagten 48 Prozent der Ärzte, dass Patienten ihnen Leistungen abverlangten, die nicht erbracht werden durften.

    Das Thema „Der mündige und gut informierte Patient im deutschen Gesundheitswesen – Zukunftsvision oder Fata Morgana?“ diskutieren auf dem Hauptstadtkongress in Berlin: Prof. Dr. Matthias Schneider, Direktor der Poliklinik und Funktionsbereich für Rheumatologie des Universitätsklinikums Düsseldorf, Prof. Dr. Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a. D. und Schirmherrin der European Patients Academy on Therapeutic Innovation, Ulla Ohlms, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Patients' Tumor Bank of Hope, Eva Maria Streppel, Bloggerin und Morbus-Crohn-Betroffene, Jutta Ulbrich, Director Patient Engagement bei AbbVie, und Markus Wartenberg, Leiter des Bereichs GIST/Sarkome von Das Lebenshaus.

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 20. Hauptstadtkongress findet vom 20. bis 22. Juni 2017 im CityCube Berlin statt.

  • 17.05.2017 - Telemedizin für Herzpatienten: Leuchtturmprojekt an der Ostseeküste

    Es ist mit 14 Millionen Euro Förderung eines der ganz großen Projekte des Innovationsfonds: In Mecklenburg-Vorpommern werden derzeit etwa 1.500 chronisch herzkranke Patienten für dauerhafte telemedizinische Überwachung rekrutiert. In den nächsten drei Jahren sollen die chronisch unter Herzinsuffizienz, Vorhofflimmern oder Hypertonie leidenden Patienten via Smartphone, einer eigens programmierten App, Fitness-Armbändern, elektronischen Blutdruckmessgeräten und digitalen Waagen überwacht werden - rund um die Uhr, von einem Care-Center der Uniklinik Rostock aus.

    Sobald diagnostische Daten Veränderungen zeigen, kann ein Kardiologe mit dem Patienten Kontakt aufnehmen und die Medikation anpassen oder Verhaltensempfehlungen aussprechen. "Wir wollen die Patienten möglichst lange vom Krankenhaus fernhalten", erläutert einer der beteiligten Mediziner. Ziel ist es dabei auch, durch weniger Herzbeschwerden und weniger Krankenhausaufenthalte Kosten zu sparen. Der Vergleich mit einer traditionell versorgten Kontrollgruppe von 1.500 Patienten soll zweifelsfrei belegen, ob die Telemedizin hält, was man sich davon verspricht.

    Das Projekt geht ein schwerwiegendes Problem an: die zum Teil schlechte fachärztliche Versorgung im ländlichen Raum. Die Bevölkerungsdichte in Mecklenburg-Vorpommern liegt nicht einmal bei zwei Prozent von jener in Berlin. Und in dem Flächenland mit einer Ausdehnung von 250 Kilometern von Ost nach West gibt es nur zwei Herzzentren. Es geht also auch um die Frage: Wie kann man die kontinuierliche Versorgung mit Spitzenmedizin sicherstellen, wenn der Patient ein oder zwei Autostunden entfernt wohnt?

    "Gerade bei der Entwicklung von Versorgungsprogrammen für den ländlichen Raum setzen wir ganz stark auf die Vernetzung aller Beteiligten über die Sektorengrenzen hinweg", sagt die an dem Projekt beteiligte AOK Nordost. Und Peter Vullinghs, Chef von Philips Deutschland, dem Unternehmen, das die Technik liefert, ergänzt, das Modell lasse "sich auf weitere Krankheitsbilder und Bundesländer übertragen".

    Das Thema "Bedingungen für innovative neue Versorgungswege und -formen" diskutieren auf dem Hauptstadtkongress: Prof. Dr. Christian Schmidt, Ärztlicher Vorstand und Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Rostock, Lars F. Lindemann, Hauptgeschäftsführer des Spitzenverbandes Fachärzte Deutschlands, Oliver Schenk, Leiter der Abteilung Grundsatzfragen der Gesundheitspolitik und Telematik des Bundesgesundheitsministeriums, Peter Vullinghs, Vorsitzender der Geschäftsführung der Philips GmbH, und Kay Wilke-Schultz, Leiter der Unternehmenseinheit Versorgungsmanagement der AOK Nordost.

  • 10.05.2017 - Capitation – Konzept für effizienten Umgang mit Ressourcen des Gesundheitswesens

    “Jeder geheilte Patient ist ein verlorener Kunde", heißt es immer wieder in Sozialen Medien und der Blogosphäre. Diese Sichtweise verbreitet sich unaufhaltsam weiter, weil sie so logisch klingt. Denn sie hat ja vielleicht einen wahren Kern: Pharmaindustrie, Ärzte und andere Leistungserbringer werden nicht dafür bezahlt, dass Patienten geheilt werden – sondern für den Absatz von Arzneipackungen oder einzelne Leistungen – und das in der Regel unabhängig davon, ob sie sinnvoll verordnet wurden und im Einzelfall auch wirken.

    In der Schweiz, den USA und Großbritannien versucht man bereits seit einiger Zeit, diesen ökonomischen Fehlanreiz zu unterbinden. Die Idee nennt sich "Capitation": Im Voraus wird Leistungserbringern für ein Jahr oder länger eine Pro-Kopf-Pauschale je Versichertem oder je Patienten bezahlt, die an eine Wartungspauschale erinnert. Der Anreiz: Je gesünder der Patient bleibt, desto mehr Gewinn verbleibt von der Pauschale. Belohnt werden also gesunde Patienten. Es gäbe beispielsweise einen starken ökonomischen Anreiz, Diabetiker möglichst gut auf Insulin einzustellen, damit es nicht zu kostenträchtigen Komplikationen und schlimmstenfalls zu Amputationen kommt.

    Schon im alten China, so wird immer wieder berichtet, sei das so gewesen: Geld erhielten die Heilkundigen fernöstlicher Medizin, die bis heute für viele Menschen als Vorbild an Weisheit und ganzheitlicher Orientierung gelten, nur für jene Patienten, die gesund geblieben waren. Wird nun auch fernöstliche Vergütung zum Maßstab?

    In der Schweiz haben Studien belegt, dass Capitation einen effizienteren Umgang mit den Ressourcen des Gesundheitswesens zur Folge hat. Es liegt in der Natur der Sache, dass es auch einen Anreiz zur verbesserten Zusammenarbeit der Akteure gibt und Integrierte Versorgung gefördert wird. Capitation könnte daher auch einen Beitrag zur Überwindung der sektoralen Spaltung des deutschen Gesundheitssystems leisten. Und auch Pharma- und Medtechindustrie könnten in Systempartnerschaften einbezogen werden.

    Das spannende Thema "Capitation: Gehört die Zukunft im Gesundheitswesen den Systempartnerschaften?" diskutieren unter der gemeinsamen Moderation von Prof. Dr. Axel Mühlbacher, Leiter des Instituts Gesundheitsökonomie und Medizinmanagement Hochschule Neubrandenburg, und Jessica Hanneken, Hauptstadtrepräsentanz der apoBank: Prof. Roger Jaeckel, Hochschule Neu-Ulm, Market Access Director D.A.CH der Baxter Deutschland GmbH, Dr. Torsten Kühn, Geschäftsführer der ContraCare GmbH, Bernd Laudahn, Geschäftsführer der Philips GmbH Market DACH, und Stefan Oelrich, Senior Vice President Head Diabetes Franchise von Sanofi.