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Innovationen und Qualität - Professor Hecken vom G-BA auf dem Hauptstadtkongress

11.05.2016

Es geht um einen Milliardenbetrag und das Thema Qualität: Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) soll neue Versorgungsformen fördern und erforschen, um damit zur qualitativen Verbesserung der bestehenden Versorgung gesetzlich Krankenversicherter beizutragen. Zur Verfügung stehen vier Jahre lang jeweils 300 Millionen Euro. Der G-BA hat kürzlich die Förderkriterien festgelegt und vier Bereiche für förderungswürdige Projekte benannt: Arzneimitteltherapiesicherheit, Projekte im Bereich E-Health und Telemedizin, Versorgungsmodelle in strukturschwachen oder ländlichen Gebieten sowie Versorgungsmodelle für vulnerable Patientengruppen, wie etwa psychisch Kranke. Bis 5. Juli können Anträge auf Fördergelder eingereicht werden. 

Unter dem Titel "Aktuelles aus dem G-BA: Projekte im Rahmen des Innovationsfonds" erläutert der unparteiische Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses Prof. Josef Hecken auf dem Hauptstadtkongress, welche Projekte Chancen auf Fördermittel haben. Mit ihm diskutieren: Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen, Dr. Norbert Mönter, Geschäftsführer der Psychiatrie Initiative Berlin Brandenburg, Stefan Oelrich, Sanofi Group Europe, und Joachim M. Schmitt, Geschäftsführer des Bundesverbandes Medizintechnologie. 

In der Diskussion werden auch weitere, kontrovers diskutierte Aufgaben, die der Gesetzgeber dem G-BA übertragen hat, zur Sprache kommen: 

  • Bis Ende des Jahres soll der G-BA Qualitätsindikatoren benennen, die sich für eine qualitätsorientierte Krankenhausplanung eignen.
  • Bis Ende 2017 soll der G-BA einen Katalog von Leistungen festlegen, die sich für eine qualitätsabhängige Vergütung von Krankenhausleistungen mit Zu- und Abschlägen eignen.
  • Ebenfalls bis Jahresende soll der G-BA für die Notfallversorgung in Krankenhäusern ein Klassifizierungssystem festlegen, das auch über die Höhe von Sicherstellungszuschlägen entscheidet.
  • Der G-BA hat im März Verfahrensregelungen beschlossen, nach denen er künftig neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden mit Medizinprodukten hoher Risikoklasse bewerten wird.
  • Das Bundesgesundheitsministerium will bis zum Sommer einen Referentenentwurf vorbereiten, in dem die frühe Nutzenbewertung neuer Arzneimittel fortentwickelt werden soll. 


Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 19. Hauptstadtkongress findet vom 8. bis 10. Juni 2016 im CityCube Berlin statt.