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Onkologie: Wann kommt der Durchbruch im Kampf gegen Krebs?

19.05.2016

Dank beachtlicher Fortschritte in der Krebstherapie können heute mehr als die Hälfte aller Krebspatienten geheilt werden - noch vor 30 Jahren war es gerade mal ein knappes Drittel. Bei bestimmten Krebsarten, so bei Melanomen, Prostata- oder Hodenkrebs liegt die 5-Jahres-Überlebensrate heute bei über 90 Prozent. 

Die Wissenschaftler wecken Hoffnungen auf weitere Fortschritte: Neuartige Medikamente unterbrechen zum Tumorwachstum notwendige biochemische Signalketten oder hemmen die Angiogenese, das Wachstum von Blutgefäßen, das der Tumor für seine Blutversorgung aufbaut. Vor allem aber könnte die Immuntherapie den Durchbruch im Kampf gegen Krebs bringen: Bei ihr werden auf unterschiedliche Weise körpereigene Immunzellen aktiviert, um den Tumor zu zerstören - Tumoren und Metastasen verschwinden, zum Teil innerhalb kurzer Zeit. 

Immer wichtiger wird in der Onkologie auch die personalisierte, so genannte Präzisionsmedizin, bei der die Behandlung auf individuelle genetische Merkmale der Patienten abgestimmt wird. Der Trend geht deshalb zugleich zu einer stratifizierten Medizin mit einer wachsenden Zahl immer speziellerer Therapien für homogene Patientenkollektive. 

Ein Konflikt ist absehbar: Obwohl Zulassungs- und Nutzenbewertungsverfahren dadurch komplexer werden, erwarten Patienten schnelleren Zugang zu den für sie spezifisch geeigneten Therapien, jahrelange klinische Studien nach heutigen Evidenzkriterien werden sie kaum akzeptieren. 

Gleich zwei Veranstaltungen auf dem Hauptstadtkongress beschäftigen sich mit den Zukunftstrends der Onkologie - und zwar im Rahmen des Deutschen Ärzteforums: 

Unter dem Titel "Wann kommt der Durchbruch beim Thema Krebs? Neues aus der Onkologie" diskutieren: Prof. Dr. Bernhard Wörmann, Medizinischer Leiter der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie, Dirk Greshake, AstraZeneca Deutschland, Dr. Uwe Vosgerau, Gemeinsamer Bundesausschuss, Thomas Bodmer, Mitglied des Vorstands der DAK-Gesundheit, Wolfgang van den Bergh, Chefredakteur der Ärzte Zeitung, und Prof. Dr. Marek Tadeusz Zygmunt, Universitätsmedizin Greifswald. 

Das Thema "Zur Notwendigkeit beschleunigter Zulassungsverfahren - Onkologie im Schnelldurchlauf?" erörtern Prof. Dr. Lothar Bergmann, Stellvertretender Direktor der Medizinischen Klinik II des Klinikums der Uni Frankfurt/Main und Sprecher des Tumorzentrums Rhein-Main, Dr. Jan Müller-Berghaus, Leiter des Referats Medizinische Grundsatzfragen des Paul-Ehrlich-Instituts, Dr. Florian Jantschak, Referent der Abteilung Arzneimittel des Gemeinsamen Bundesausschusses, Prof. Dr. Bernhard Wörmann, Charité Universitätsmedizin Berlin und Medizinischer Leiter der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie, und Prof. Dr. Clemens-Martin Wendtner, Städtisches Klinikum München. 

Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 19. Hauptstadtkongress findet vom 8. bis 10. Juni 2016 im CityCube Berlin statt.