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Fachkräftemangel: Auf die Politik setzen oder selbst vorangehen?

es gibt wohl kaum ein Thema im Gesundheitswesen, das so heiß diskutiert wird wie der Fachkräftemangel. Es gibt zum Teil sehr unterschiedliche Vorstellungen darüber, was die Hauptursachen dafür sind, wie gravierend die Situation überhaupt einzuschätzen ist, was wie schnell und mit welchen Mitteln angepackt werden muss – und wer eigentlich dafür zuständig ist. 

Beim Hauptstadtkongress vom 22. bis 24. Juni 2022 im Hub 27 (Messe Berlin) werden wir diese Fragestellungen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten und Lösungen diskutieren.

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Schon bei der Lesart offizieller Statistiken gibt es Interpretationsspielraum, wie am Beispiel Pflegepersonal deutlich wird: Aus Anlass des Internationalen Tags der Pflege am 12. Mai titelte ein großes Medium: „Wachstum hält an: Zahl der Pflegekräfte steigt weiter“. Nur einen Klick entfernt klang es weit weniger euphorisch: „Pflege-Situation bleibt schwierig“ – vor allem durch den Hinweis, dass allein im Altenpflegebereich in den nächsten zehn Jahren rund 500.000 Fachkräfte fehlen dürften.

Fakt ist: Die Situation für Beschäftigte in der Pflege ist seit Jahren sehr belastend. Die Corona-Pandemie hat dies massiv verstärkt, viele haben den Pflegeberufen den Rücken gekehrt. Der Handlungsdruck auf Seiten der Politik steigt zusehends. Die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung Claudia Moll (am 24.6. auch beim Hauptstadtkongress) erklärte anlässlich des Tags der Pflege, dass der Fachkräftemangel „weiterhin ganz oben auf der Agenda“ stehe, dass erste Erfolge bereits spürbar seien, und verwies etwa auf das Projekt „Gute Arbeitsbedingungen in der Pflege zur Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf (GAP)“. Viele Betroffene sowie Interessenverbände halten die politischen Bemühungen jedoch für nicht ausreichend und mahnen ein höheres Tempo an.

Auch in der Ärzteschaft gibt es Diskussionsbedarf: Zwar zeigt die Statistik, dass die Zahl der berufstätigen Ärztinnen und Ärzte von Jahr zu Jahr ansteigt, Deutschland mit durchschnittlich 44,3 Ärzten je 10.000 Einwohner international sogar einen Spitzenplatz belegt. Doch in den nächsten Jahren wird ein sehr großer Anteil der Ärzte in Rente gehen, ländliche Regionen bleiben dünn besetzt, im stationären Sektor fehlen Fachärzte, während es im ambulanten Bereich ein Überangebot gibt, zu viel Bürokratie verringert zudem die wichtige Zeit mit den Patienten.

Die Frage, die sich stellt: Vermag es die Politik, zeitnah und effektiv für bessere Rahmenbedingungen zu sorgen, damit der Fachkräftemangel nicht zum Gesundheitsnotstand führt? Oder heißt es nicht umso mehr für Einrichtungen, selbst voranzugehen und sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren?

Auf dem Hauptstadtkongress finden Sie Antworten darauf. Die Themen rund um den Fachkräftemangel werden von Expertinnen und Experten aus Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern, von Beratungsunternehmen und Verbänden, von Initiativen und natürlich aus der Politik, u.a. in folgenden Sessions:

  • Die Fachkräftelücke als Gefahr für den (Gesundheits-) Wirtschaftsstandort Deutschland zur Session
  • Pflege und Gesellschaft: Pflege geht jeden an – heute oder morgen zur Session
  • Marketing und Image der Pflege. Opferrolle oder Gestalter? Wir haben es in der Hand zur Session
  • Best practice Mitarbeitergewinnung und -sicherung zur Session
  • Dauerbaustelle Pflege: Erfolgsprojekte dringend gesucht zur Session
  • Ohne Mitarbeiter geht es nicht: Erfolgskriterien für Personalarbeit zur Session
  • Frauen machen Gesundheit, Männer führen: Wo bleibt Female Empowerment zur Session
  • Muss der Personalmangel noch dramatischer werden, bevor sich professionelles Recruiting und Employer Branding in Krankenhäusern durchsetzen? zur Session

Weitere Infos gibt es laufend unter: www.Hauptstadtkongress.de

Wir freuen uns auf Sie in Berlin!

Mit freundlichen Grüßen

Guido Pschollkowski

Kongressleitung