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Hauptstadtkongress 2019: Gesundheitspolitik, Gesundheitsversorgung, Gesundheitsberufe in Zeiten des digitalen Wandels

Sehr geehrte Damen und Herren,

die digitale Revolution macht Unglaubliches möglich: Die Diagnostik schaut in Echtzeit zelluläre Prozesse im lebenden Organismus an und entschlüsselt genetische Krankheitsursachen. Therapien werden auf das Genom einzelner Individuen zugeschnitten und tödliche Krankheiten immer häufiger zu chronischen Leiden reduziert. Es kommt zu überwältigenden Verbesserungen und Qualitätssteigerungen in der Gesundheitsversorgung. Jedenfalls theoretisch. Zwar verfügt das deutsche Gesundheitswesen über Wissen und Instrumente für den digitalen Fortschritt, aber bei der Umsetzung hakt es.

Für die elektronische Patientenakte und zur Vernetzung des Gesundheitswesens hat die US-Regierung 1996 und 2009 zwei große Gesetzeswerke geschaffen. Mit dem zweiten wurden gut 36 Milliarden US-Dollar Fördermittel bereitgestellt.

In Deutschland steht ein solcher gesamtgesellschaftlicher Kraftakt aus. Immerhin: Seit Kliniken und Praxen der Leistungserbringer von der Digitalisierungswelle erfasst worden sind, geht es mit dem einst so zähen Projekt der elektronischen Patientenakte unvermutet zügig voran. Drei Krankenkassenkonsortien führen sie gerade ein.

Doch was fehlt, sind – neben massiver Förderung – auch gesetzliche Rahmensetzungen. Denn bislang ist eine Interoperabilität zwischen den verschiedenen Patientenakten nicht sichergestellt. Zu wirkungsvollen Rahmenbedingungen des Gesetzgebers gehört aber ebenso die Festlegung technischer Standards wie die Anpassung von Berufsbildern in Medizin und Pflege, etwa indem zur Ausbildung auch das Fach Programmieren hinzukommt.

Das Motto des Hauptstadtkongresses 2019 lautet: „Gesundheitspolitik, Gesundheitsversorgung, Gesundheitsberufe in Zeiten des digitalen Wandels“. Wir blicken in die Zukunft unseres Gesundheitswesens.

Es erwarten Sie also drei interessante Tage. Seien Sie dabei! Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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Programm

21. - 23. Mai 2019

Hauptstadtforum Gesundheitspolitik Krankenhaus Klinik Rehabilitation Deutscher Pflegekongress Deutsches Ärzteforum Sonderformate
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Hauptstadtforum Gesundheitspolitik

A 6/7 

Kongresseröffnung

Begrüßung
Vortrag

Digitalisierung und Künstliche Intelligenz

Befragung und Diskussion mit den wissenschaftlichen Leitern
Moderation
Vortrag des Bundesgesundheitsministers

Schritt für Schritt: Gesundheit und Pflege besser machen

Hauptstadtkongress | Programmstand: 21.04.2019
Ergänzungen und Änderungen vorbehalten.

Sponsoren & Partner

des Hauptstadtkongresses Medizin und Gesundheit 2019

Exklusiver Finanzpartner

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Besonderer Kooperationspartner

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Sieben gute Gründe, beim Hauptstadtkongress dabei zu sein

Der in letzter Zeit immer wieder als „Davos der Medizin“ bezeichnete Hauptstadtkongress für Medizin und Gesundheit hat sich einen festen Platz im Terminkalender aller Kompetenz- und Entscheidungsträger im Gesundheitswesen Deutschlands erobert und ist zum ihrem Treffpunkt Nr. 1 avanciert.

Über die Hälfte der ca. 2.000 Krankenhäuser und Kliniken Deutschlands sind durch den jeweiligen Vorstand, die ärztliche Leitung und/oder die Pflegeleitung vertreten – eine einmalige Ansammlung von Verantwortlichkeit und Fachkompetenz.

Der Dialog mit den Spitzenvertretern aus Gesundheitspolitik und Verbänden garantiert aktuelles Wissen aus erster Hand, insbesondere bezüglich Finanzierung, Krankenhausplanung und zu den entsprechenden Rahmenbedingungen für das Gesundheitswesen.

Die intensive Diskussion auf Augenhöhe mit den Spitzenvertretern der Kostenträger und Krankenkassen macht den Hauptstadtkongress zusätzlich wertvoll. Hier werden die brennenden Themen diskutiert und Weichen für die Zukunft gestellt.

Der Hauptstadtkongress ist das führende Forum für innovative Lösungsansätze, um weiterhin eine qualitativ hochwertige Medizin sicherzustellen und gleichzeitig Kostensenkungspotentiale durch Systempartnerschaften zu realisieren.

Der Hauptstadtkongress bietet mit zahlreichen Veranstaltungen jedes Jahr intensive Einblicke in relevante Zukunftstrends der Gesundheitswirtschaft sowie Innovationen in Medizin und Gesundheitswesen; darüber hinaus präsentieren führende Unternehmen ihre Neuheiten im Ausstellungsforum. Der Kongress gibt Entscheidern aus Politik und Wirtschaft damit wichtige Impulse für strategische Entscheidungen.

Der Hauptstadtkongress bietet im neuen, multifunktionalen Kongresszentrum CityCube erstklassige Möglichkeiten für Aussteller, die mit ihren zahlreichen Beratungs- und Informationsständen einen wichtigen Mehrwert für die Kongressbesucher bringen.

Der Hauptstadtkongress bündelt unter seinem Dach vier spannende Fachveranstaltungen: Das Hauptstadtforum Gesundheitspolitik, den Managementkongress Krankenhaus, Klinik, Rehabilitation, den Deutschen Pflegekongress und das Deutsche Ärzteforum und ermöglicht daher als einzige Veranstaltung in Deutschland den direkten und unmittelbaren Dialog und Informationsaustausch zwischen allen relevanten Kompetenz- und Entscheidungsträgern im Gesundheitswesen.

Aus unserem Blog

Aktuelle Beiträge vom Hauptstadtkongress-Blog

11
Jun
Hauptstadtkongress zeigt: Digitalisierung ist Chefsache geworden

Ein Beitrag von Dr. Ingrid Völker, Kongressleiterin und Geschäftsführerin, WISO S. E. Consulting. Mit einem Teilnehmerrekord endete am Freitag in Berlin der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit. Für drei Tage waren insgesamt 8.400 Entscheider aus dem deutschen Gesundheitswesen zur größten...

08
Jun
Strategische Technologiepartnerschaft

Ein Beitrag von Dr. Andreas Goepfert, Geschäftsführer Klinikum Braunschweig gGmbH. Das Klinikum Braunschweig – als Maximalversorger auf universitärem Niveau – und Siemens Healthineers beschreiten mit einer Technologiepartnerschaft Radiologie gemeinsam neue Wege bei der Bereitstellung innovativer...

Medien zum Hauptstadtkongress

Pressespiegel zum HSK 2018

Pressespiegel:   Teil 1 und 2 (PDF, 299 MB)     Teil 3 (PDF,38 MB)    

Stimmen zum Hauptstadtkongress

Was unsere Partner, Sponsoren, Aussteller sagen...

Weitere Stimmen finden Sie in unserem Blogartikel: http://hauptstadtkongress-blog.de/stimmen-zum-hauptstadtkongress-2016/

  • 16.04.2019 - Elektronische Patientenakte wird Realität

    Für die Mehrheit deutscher Patienten wird eine elektronische Patientenakte (ePA) binnen Kürze Realität: Zehn Millionen Versicherte der Techniker Krankenkasse können seit letztem Jahr „TK-Safe“ nutzen. Seit letztem Herbst gibt es „Vivy“, eine elektronische Gesundheitsakte mit App, für derzeit knapp 18 Millionen Versicherte von DAK, IKK, einer Reihe von Betriebskrankenkassen sowie drei großen PKV-Anbietern. Die vernetzte Gesundheits- und Versorgungsakte der AOK Nordost läuft derzeit in den Regionen Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin. Die bundesweite Erweiterung des Digitalen Gesundheitsnetzwerks für die über 26 Millionen Versicherten der AOK-Gemeinschaft soll bereits im nächsten Jahr zur Verfügung stehen.

    Die Vorteile sind, das ist seit langem klar, enorm: Diagnosedaten stehen bei Bedarf sofort zur Verfügung, Doppeluntersuchungen können entfallen, Notfalldaten retten Menschenleben, Arztbriefe und Medikationspläne können digital übertragen und ausgewertet werden, sektorübergreifendes Entlassmanagement wird einfacher und sicherer – und vieles mehr. Deshalb schreibt der Gesetzgeber nach fünfzehn Jahren Stillstand bei der elektronischen Gesundheitskarte und Milliardenverlusten für den Steuerzahler nun die ePA-Einführung durch die Kassen bis 2021 vor.

    Die Eile ist auch deshalb geboten, weil Amazon, Google und Apple eigene Projekte betreiben, mit denen deutsche Patienten ihre Gesundheitsdaten speichern könnten. Die nunmehr so zügige Einführung digitaler Gesundheitsakten durch die Krankenkassen birgt aber auch Sprengstoff: Die mit der elektronischen Gesundheitskarte gescheiterte gematik GmbH und die KBV wurden vom Gesetzgeber beauftragt, semantische und technische Standards festzusetzen, nach denen Daten gespeichert werden. Denn anderenfalls können Patienten ihre Daten bei einem Wechsel zwischen Kassen mit verschiedenen Systemen nicht einfach mitnehmen. Auch das Speichern von Daten in der Arztpraxis oder im Krankenhaus wäre ohne eine sogenannte „Interoperabilität“ der Systeme kompliziert.

    Zwei Veranstaltungen beschäftigen sich beim Hauptstadtkongress mit dem Thema: „Elektronische Patientenakte – Wunschdenken oder gelebte Realität?“, mit Dr. Gottfried Ludewig, dem für Digitalisierung zuständigen Abteilungsleiter im Bundesgesundheitsministerium, Dr. Andrea Grebe, Vivantes GmbH, Dr. Nils Hellrung, vitagroup AG, Christian Korff, Cisco Deutschland GmbH, Dr. Thomas Kriedel, Kassenärztliche Bundesvereinigung, und Frank Michalak, AOK Berlin.

    Des weiteren diskutieren im Rahmen des Deutschen Ärzteforums bei „Der Patient im Zentrum der elektronischen Patientenakte“ Christian Rebernik, Vivy GmbH, Patricia Geller, Limbach Gruppe, Dr. Sang-Il Kim, Schweizerische Post AG, Prof. Dr. Jens Scholz, UK Schleswig-Holstein, sowie Dr. Reinhard Thoma, Algesiologikum MVZ GmbH.

  • 10.04.2019 - Pflege-Schwur: Drei Staatssekretäre zu den Plänen ihrer Minister

    „Drei Minister leisten den Pflege-Schwur“, titelte die Bild-Zeitung Ende Juni 2018. Gesundheitsminister Jens Spahn, Familienministerin Franziska Giffey und Arbeitsminister Hubertus Heil versprachen im gemeinsamen Interview „mehr Pfleger, bessere Arbeitsbedingungen, höhere Löhne“. Sie ließen sich mit aufeinander gelegten Händen beim „Schwur“ fotografieren. Das war natürlich vor allem PR, denn die „Konzertierte Aktion Pflege“, um die es ging, stand damals bereits seit Monaten im Koalitionsvertrag.

    Wenig später verkündeten die drei Minister den offiziellen Start der Initiative, die Dutzende von Akteuren mit einbezieht, wie unter anderem: Pflegeberufsverbände, Pflegekammern, die Deutsche Krankenhausgesellschaft, Verbände der Pflegeeinrichtungen, Kranken- und Pflegekassen, die Kirchen, die Bundesagentur für Arbeit sowie die Sozialpartner.

    Doch die Umsetzung wirkungsvoller Maßnahmen erweist sich auch für ein so breites Bündnis als überaus schwierig.

    Nach fast einem Jahr ist die Konzertierte Aktion ihrem wichtigsten Ziel bislang kaum näher gekommen: Höhere Löhne unterliegen der Tarifautonomie der Sozialpartner und ließen sich, insbesondere in der Altenpflege, wirkungsvoll nur per Flächentarifvertrag realisieren. Arbeitsminister Heil versucht deshalb die Arbeitgeber in der Altenpflege für die Gründung eines übergreifenden Arbeitgeberverbandes zu gewinnen, der mit der Gewerkschaft Verdi einen Tarifvertrag aushandelt. Den könnte Heil per Rechtsverordnung für allgemeingültig erklären. Im Arbeitgeberlager gibt es jedoch bislang erhebliche Widerstände gegen Heils Pläne.

    Das einzige bisher konkret vorliegende Arbeitsergebnis der Konzertierten Aktion Pflege ist angesichts 40.000 unbesetzter Stellen allenfalls ein Anfang im Kampf gegen den Pflegenotstand: Die Zahl der Pflegeschüler soll bis 2023 um 7.000 auf 75.000 jährlich gesteigert werden. Die in der Konzertierten Aktion mitwirkenden Organisationen verpflichteten sich Ende Januar deshalb zu 111 Initiativen, die von einer Informationskampagne für die Pflegeausbildung bis zur Förderung von Umschulungen reichen. Die pflegepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Kordula Schulz-Asche, bezweifelt einstweilen, „dass rasche Lösungen über Selbstverpflichtungen erzielt werden können“.

    Auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit diskutieren Staatssekretäre der drei an der Konzertierten Aktion beteiligten Ministerien mit Vertretern der Arbeitgeber und der Krankenkassen unter dem Titel: „Nur ein ‚Pflegeschwur‘ statt konkretem Handeln? Was können wir von der Konzertierten Aktion Pflege wirklich erwarten?“. Auf der Bühne: Lutz Stroppe, Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit, Juliane Seifert, Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Björn Böhning, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Bernd Tews, Geschäftsführer des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste, und Dr. Jörg Meyers-Middendorf, Leiter der Abteilung Politik/Selbstverwaltung des Verbandes der Ersatzkassen. Es moderiert Andreas Mihm von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

  • 03.04.2019 - Abwärtsspirale: Fachkräftelücke im Gesundheitssektor immer größer

    Im Bundesdurchschnitt bleibt ein Arbeitsplatz für einen Facharzt für Innere Medizin 170 Tage unbesetzt, fast ein halbes Jahr. Bis eine Apotheker- oder Pharmazeutenstelle besetzt werden kann, dauert es 140 Tage. Bei Physiotherapeuten sind es 133 Tage. Und auf eine Führungskraft in der Pflege warten Arbeitgeber bei einer Vakanz immerhin noch 80 Tage. Aber das sind Durchschnittswerte, in manchen Regionen ist die Lage noch viel dramatischer. Und für Pflegefachkräfte sind solche Zahlen nicht bekannt, fest steht nur, dass Arbeitgeber händeringend Mitarbeiter suchen: Im Jahresdurchschnitt sind rund 40.000 Stellen in der Alten- und der Krankenpflege unbesetzt.

    Die Bundesagentur für Arbeit und die Bildungseinrichtungen, die sich angesichts des seit Jahren zunehmenden Fachkräftemangels bemühen, mehr Absolventen auf den Arbeitsmarkt zu bekommen, kämpfen gegen Windmühlen: Weil der demografische Wandel steigende Nachfrage erzeugt, steigt die Arbeitsbelastung in Gesundheitsberufen ständig an. Hinzu kommt: Immer mehr Arbeitnehmer arbeiten in Teilzeit, so dass sich der Fachkräftemangel deutlich weiter verschärft. In der Altenpflege etwa sind das 72 Prozent aller Mitarbeiter.

    Insbesondere in der Pflege bleibt es aber nicht beim Problem der Teilzeitarbeit, sondern Beschäftigte geben oftmals ihren Beruf komplett auf. Unter dem Hashtag #Pflexit gibt es darüber sogar eine breite Debatte der Betroffenen in Sozialen Medien.

    Die Arbeitgeber suchen seit Jahren vermehrt im Ausland neue Mitarbeiter. Allein in den letzten vier Jahren hat die Zahl der im Zuge der europäischen Freizügigkeit in Deutschland beschäftigten Pflegekräfte um 27.000 auf 68.000 erhöht, darunter 37.000 Krankenpflege- und 31.000 Altenpflegekräfte. Die Zahl der in Deutschland gemeldeten ausländischen Ärzte ist der Statistik zufolge allein in 2018 um rund 3.500 auf ca. 50.000 gestiegen. Doch die Ressourcen im Ausland sind ebenfalls begrenzt: Seit Rumäniens EU-Beitritt im Jahr 2007 haben 14.000 Ärzte das Land verlassen. Die Zahl der abgewanderten Pflegekräfte beziffern Gewerkschaften auf zwei bis drei Mal so viel. Dem rumänischen Gesundheitssystem droht mittlerweile der Kollaps.

    Das Thema „Die Fachkräftelücke: Wo sind Lösungen?“ diskutieren: Markus Biercher, Bundesagentur für Arbeit,Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Wolfgang Holzgreve, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Bonn,Prof. Dr. Thomas Klie, Evangelische Hochschule Freiburg, und Vera Lux, Pflegedirektorin und Vorstandsmitglied des Universitätsklinikums Köln.

    Auch der Deutsche Pflegekongress befasst sich schwerpunktmäßig mit dem Thema, und zwar in folgenden Veranstaltungen:

    Fachkräftemangel und Leasingspirale – wie teuer wird es für die Kliniken, und wie (er)halten wir die Qualität?

    Ambulante Pflegeversorgungsengpässe – Lösung in Sicht?

    Pflegepersonaluntergrenzen und Pflegepersonalstärkungsgesetz – erste Erfahrungen im Klinikbereich

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 22. Hauptstadtkongress findet vom 21. bis 23. Mai 2019 im CityCube Berlin statt.

  • 18.03.2019 - Paradigmenwechsel bei der Finanzierung

    Was von der Großen Koalition wie ein Befreiungsschlag gegen den dramatischen Pflegemangel gefeiert und von Pflegeverbänden unisono begrüßt wurde, nämlich die Herausnahme der Pflegepersonalkosten aus den Krankenhausfallpauschalen, gilt bei wichtigen Akteuren innerhalb des Gesundheitswesens als politischer Fehler. Die Entscheidung, künftig zwei Vergütungskomponenten einzuführen und Pflege nach dem Selbstkostendeckungsprinzip zu finanzieren, sei, so äußerte der Leiter der Abteilung Krankenhäuser des GKV-Spitzenverbandes, Dr. Wulf-Dietrich Leber, „auf der Skala politischer Klugheit irgendwo in der Nähe des Brexit einzusortieren“.

    Die Deutsche Krankenhausgesellschaft zieht ebenfalls einen Vergleich zum Brexit. DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum warnt: „Mit der Ausgliederung stehen wir vor einem echten und wirklichen Paradigmenwechsel. Dies ist für die Krankenhäuser mit großen Unsicherheiten verbunden. Deshalb kann und darf es keinen ungeordneten Umstieg geben.“

    Gesundheitsökonomen kritisieren überdies, dass das Konzept der im Jahr 2003 eingeführten Fallpauschalen kaum aufgegangen sei, da die Krankenhäuser geringere Entgelte seitdem mit steigenden Fallzahlen kompensiert hätten. Die Zahl der Betten ging deshalb nur wenig zurück, die Bettenauslastung blieb seit 2003 sogar unverändert. Wenn jetzt an der zu hohen Zahl von Krankenhausbetten die Pflege besser finanziert werde, sei das ein Fehlanreiz, der Quantität statt Qualität fördere.

    Ein Paradigmenwechsel dürfte auch bei der anstehenden Reform des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs anstehen: Die Große Koalition hat vereinbart, dass er „mit dem Ziel eines fairen Wettbewerbs“ weiterentwickelt und vor Manipulation geschützt werden soll. Das Lager der Krankenkassen ist tief gespalten: Ersatzkassen, IKK und Betriebskrankenkassen beklagen, dass die Allgemeinen Ortskrankenkassen mehr Geld aus dem Finanzausgleich erhielten, als sie zur Versorgung ihrer Versicherten benötigen, während die anderen Kassen nicht einmal kostendeckende Zuweisungen bekämen. Seit über einem Jahr bereits attackieren sie die Politik mit Forderungen nach einem „fairen Fonds“. Und obwohl das Bundesgesundheitsministerium eigentlich einen Gesetzentwurf bis Weihnachten vorlegen wollte, feilen Minister Spahns Fachleute derzeit noch immer an dem Entwurf zur gerechteren Verteilung der 220 Milliarden Euro.

    Über grundlegende Fragen der Finanzierungssysteme des deutschen Gesundheitswesens diskutieren hochrangige Vertreter der miteinander streitenden Institutionen unter den Veranstaltungstiteln „DRGs ohne Pflege – ist das der richtige Weg in die Zukunft?“ und „Reform des Morbi-RSA: Was kommt auf die Kassen zu?“.

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 22. Hauptstadtkongress findet vom 21. bis 23. Mai 2019 im CityCube Berlin statt.

  • 06.02.2019 - Unser Krankenhaus macht zu: Gesundheit, was nun?

    Auf der Website kliniksterben.de kann man sich einen guten Eindruck davon verschaffen, wo in Deutschland über die Schließung von Kliniken oder Klinikabteilungen gestritten wird – zumeist erbittert. 8,1 Krankenhausbetten kommen auf eintausend Deutsche, während EU-weit 5,1 Betten genügen. Ein Viertel der deutschen Krankenhäuser sind überflüssig, sagen Experten, einige sprechen sogar von der Hälfte. Klar ist: Es werden noch viele deutsche Krankenhäuser schließen. Besonders in ländlichen Regionen gibt es große Befürchtungen, dass die Versorgung darunter leiden wird.

    Wie diese anstehenden strukturellen Veränderungen aufgefangen werden könnten, ist ein Schwerpunktthema des Managementkongresses Krankenhaus Klinik Rehabilitation, der als Fachkongress im Rahmen des Hauptstadtkongresses im Mai in Berlin stattfinden wird. Der wissenschaftliche Leiter Prof. Heinz Lohmann dazu: „Ein Krankenhaus einfach nur zu schließen, ist der politische Super-GAU, pfiffiger ist vielmehr, moderne Medizin durch Vernetzung der Akteure, insbesondere auch digital, in die Fläche zu bringen.“

    Die Uniklinik Rostock betreibt im Flächenland Mecklenburg-Vorpommern zusammen mit der AOK Nordost, der Techniker Krankenkasse und dem Medtech-Konzern Philips ein großes Pilotprojekt, in dem Herzpatienten telemedizinisch überwacht werden. Der Kardiologe in Rostock kann dann den Hausarzt vor Ort konsiliarisch beraten. „Dafür vernetzen wir Gesundheitsdienstleister wie Hausarzt und Spezialisten“, so der Rostocker Klinikvorstand Christian Schmidt. Ziel ist, nach dem Jahr 2020 etwa 27.000 Patienten dauerhaft auf diese Weise zu versorgen. Hintergrund: Das Bundesland verfügt nur über zwei kardiologische Spezialkliniken.

    Mit der Verzahnung von ambulanten und stationären Angeboten kann ein wichtiges Modell verwirklicht werden, das medizinische Versorgung von höchster Qualität im ländlichen Raum sicherstellt. Eine weitere Anreise sollte per Saldo nicht unbedingt einen Zeitverlust bedeuten: Die in einem solchen Fall mögliche Integrierte Versorgung erspart dem Patienten oft eine Vielzahl einzelner zeitraubender Arztbesuche.

    Auf solche Effekte setzt auch eine wachsende Zahl von Gesundheits-Centern, in denen sich verschiedene Gesundheitsdienstleister zusammentun und von Synergieeffekten profitieren. Sofern die digitale Vernetzung im Gesundheitswesen zunimmt, könnten sie Aufgaben von nicht mehr existierenden Krankenhäusern übernehmen.

    Das Thema „Unser Krankenhaus macht zu: Gesundheit, was nun?“ diskutieren: Dr. Ellis Huber, stv. Vorstandsvorsitzender des Paritätischen, Dr. Gerhard M. Sontheimer, Vorstandsvorsitzender der ANregiomed-Kliniken, Dr. Josef Sebastian Oswald, Geschäftsführer der Fachklinik Osterhofen, Prof. Dr. Christian Schmidt, Vorstand der Universitätsmedizin Rostock, Prof. Dr. Bernd Griewing, Vorstand Medizin der Rhön-Klinikum AG, und Alexander Schmidtke, Vorstandsvorsitzender des Klinikums Augsburg.

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Politik, Verbänden, Gesundheitswirtschaft und -management, Versicherungen, Wissenschaft, Medizin und Pflege die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Im Mai 2019 wird es wieder drei Tage lang im Berliner CityCube in rund 150 Einzelveranstaltungen mit über 600 Referenten um alle Facetten des Gesundheitswesens gehen.

  • 30.01.2019 - Spahns Gesundheitspolitik auf dem Prüfstand: Was sagen Leistungserbringer und Opposition?

    Personaluntergrenzen, die massiv in die krankenhausinterne Personal- und Finanzplanung eingreifen; Mindestöffnungszeiten für ärztliche Sprechstunden, mit denen niedergelassenen Ärzten Arbeitszeiten gesetzlich vorgeschrieben werden; eine Einschränkung des strikten Versandhandelsverbots für verschreibungspflichtige Medikamente, die deutschen Apotheken der Konkurrenz von ausländischen Onlinehändlern aussetzt; ein Implantateregister, das die Regulierungsdichte für Medizintechnikprodukte stark erhöht – die Große Koalition hat sich in ihrem ersten Jahr äußerst kontroverser Gesetzesvorhaben angenommen. Krankenhäuser, Ärzteschaft, Apotheken und Industrie beklagen gesetzgeberische Schnellschüsse, Überregulierung und Vorschriften, die kaum zu erfüllen seien - und den Patienten tatsächlich kaum hülfen.

    Ist das nur das typische „Lamento unwilliger Leistungserbringer“ oder gehen die gesundheitspolitischen Vorhaben in die falsche Richtung? Im Mai diskutieren das auf dem Hauptstadtkongress 2019 unter dem Titel „Gesundheitspolitik der GroKo – das Urteil der Leistungserbringer“ Spitzenvertreter von Krankenhäusern, Ärzteschaft, Apotheken und Industrie mit einem führenden Gesundheitspolitiker der Großen Koalition. Zugesagt haben bereits: Dr. Gerald Gaß, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, Friedemann Schmidt, Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste, und Dr. Meinrad Lugan, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Medizintechnologie.

    Die Spitzenpolitiker aller im Bundestag vertretenen Parteien sitzen beim Hauptstadtkongress ebenfalls auf der Bühne: Die gesundheitspolitischen Sprecher der Bundestagsfraktionen diskutieren das Thema: „Sind die Schwerpunkte in Gesundheitspolitik und Pflege richtig gesetzt?“. Zugesagt haben bereits: Christine Aschenberg-Dugnus (FDP), Maria Klein-Schmeink (Grüne), Harald Weinberg (Linke), Prof. Dr. Axel Gehrke (AfD) und Tino Sorge (CDU).

    Die gesundheitspolitischen Initiativen der Bundesregierung zu den großen Baustellen des deutschen Gesundheitswesens werfen Fragen auf, wie etwa: Sind Personaluntergrenzen wirklich ein probates Mittel gegen den Pflegenotstand? Kann der umstrittene Morbi-RSA ein „lernendes System“ sein oder ist eine grundlegende Reform notwendig? Oder: Ist die Gemeinsame Selbstverwaltung flexibel genug, um Digitalisierung und Integrierte Versorgung endlich voranzubringen, oder muss der Staat vermehrt eingreifen?

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Politik, Verbänden, Gesundheitswirtschaft und -management, Versicherungen, Wissenschaft, Medizin und Pflege die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Im Mai 2019 wird es wieder drei Tage lang im Berliner CityCube in rund 150 Einzelveranstaltungen mit über 600 Referenten um alle Facetten des Gesundheitswesens gehen.

  • 17.12.2018 - Traumjob Arzt? – nur mit Work-Life-Balance!

    Laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) arbeiten selbstständige Ärzte im Schnitt mehr als 50 Wochenstunden. Ein Drittel der angestellten Krankenhausärzte an hessischen Unikliniken arbeiten laut einer Umfrage des Marburger Bundes mehr als 60 Stunden in der Woche –mehr als gesetzlich zulässig. Kein Wunder, dass eine weitere Umfrage des Hartmannbundes ergab, dass 52 Prozent der befragten Assistenzärzte von ihrem Arbeitgeber schon einmal aufgefordert worden waren, Überstunden nicht zu dokumentieren.

    Vier von fünf Krankenhausärzten sagen, dass Arbeitszeiten zu Schlafstörungen oder häufiger Müdigkeit führe. Zwei von drei Befragten geben an, mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unzufrieden oder sehr unzufrieden zu sein.

    Angesichts der Arbeitsbelastung verändern sich die Präferenzen innerhalb der Ärzteschaft: Waren 2005 noch nur 26 Prozent der Krankenhausärzte teilzeitbeschäftigt, war der Wert zehn Jahre später bereits auf 34 Prozent angestiegen. Auch der Anteil der angestellten Ärzte im ambulanten Bereich stieg Innerhalb von zehn Jahren erheblich und zwar von knapp 8.500 auf über 22.300.

    Der Gesetzgeber hat im Jahr 2007 mit dem Vertragsarztrechtsänderungsgesetz vielfältige Möglichkeiten geschaffen, die Ärzten die Möglichkeit zu flexibleren Karriereplanung geben – etwa durch Anstellung in Medizinischen Versorgungszentren oder durch die Möglichkeit, in der eigenen Praxis selbst ärztliche Kollegen anzustellen. Die gestiegene Durchlässigkeit zwischen Anstellung und Praxisniederlassung zeigt jetzt Auswirkungen auf die gesamte Versorgung – und konterkarieren die Bemühungen des Gesetzgebers, mehr Ärzte auszubilden.

    Während sich 2015 die Gesamtzahl der Vertragsärzte zwar um 1,4 Prozent erhöhte, kam es laut KBV trotzdem nur zu einer Erhöhung der insgesamt geleisteten Arztstunden von 0,2 Prozent – weil es gleichzeitig ein kräftiges Plus an Teilzeitverträgen gab. Ein Klinikdirektor beklagte im Hinblick auf veränderte Vorstellungen der jüngsten Ärztegenration sogar: „Wenn ich heute zwei Leute einstelle, sind sie so verfügbar wie einer!“

    Zwei Veranstaltungen beschäftigen sich beim Deutschen Ärzteforum, das im Rahmen des Hauptstadtkongresses stattfindet, mit diesem Thema: „Angestellte Ärzte in der ambulanten Versorgung: Traumjob oder Ausbeutung? unter anderem mit demVorstandsvorsitzenden der KBV, Dr. Andreas Gassen, und „Selbstständig oder angestellt? Längst keine Lebensentscheidung mehr – Die Antwort auf eine junge und flexible Ärzte-Generation“.

    Das Deutsche Ärzteforum, das im Rahmen des Hauptstadtkongresses stattfindet, beleuchtet Gegenwart und Zukunft des Arztberufes in der Funktion als Heiler, Manager und Berater. Aktuelle medizinische Fachthemen, berufspolitische Debatten und Trends, Fortbildung und interprofessioneller Austausch stehen im Fokus. Ärzte haben vielfältige Möglichkeiten, um mit Kollegen ins Gespräch zu kommen und ihr eigenes Netzwerk auszubauen.

  • 10.12.2018 - Deutscher Pflegekongress: Eigenes Veranstaltungsformat für Führungskräfte

    Mit dem neuen Veranstaltungsformat „Forum Pflegemanagement“ wird der Deutsche Pflegekongress  im Mai in Berlin insbesondere Führungskräfte aus dem Bereich Pflege ansprechen. Vor allem wegen der zunehmenden Akademisierung der Pflegeberufe und fortschreitender Digitalisierung der Arbeitsplätze haben Pflegedirektionen und Pflegeleitungen immer spezifischere Problemstellungen zu bewältigen, für die das „Forum Pflegemanagement“ in drei Veranstaltungen konkrete Lösungen anbieten möchte.

    In der Session „Wie verhandele ich richtig? Die eigene Position durchsetzen versus Interessenausgleich“ steht die Kommunikation am Arbeitsplatz im Mittelpunkt, die zwischen Vorgesetzten und Untergebenen oder Ärzten und Pflegekräften häufig als problematisch wahrgenommen wird. Ein wirkungsvolles Modell zur Lösung dieses Problems stellt etwa das Harvard-Konzept dar, sich gegen positionsbezogenes Handeln ausspricht und das Prinzip des sachbezogenen Verhandelns postuliert. Verhandlungslösungen sollen auf vereinbarten Prinzipien beruhen, anstatt durch gegenseitigen Druck zustande zu kommen. Das Motto lautet also: Hart in der Sache – verbindlich im Umgang.

    Unter der Headline „Pflegedirektionen und Pflegeleitungen im Dialog: Tipps, Trends, best practice“ steht der Erfahrungsaustausch von Führungskräften der Pflege bezüglich Personalführung und Ressourceneinsatz im Vordergrund. Richtungsweisende Fallbeispiele zeigen, wie die Motivation von Mitarbeitern auch unter den schwierigen Bedingungen im Pflegebereich möglich ist.

    In der Kongressveranstaltung „Digitalisierung in der Pflege: Entlastung des Personals / Entscheidungsunterstützung für das obere Management“ geht es insbesondere um den Einsatz von digitalen Clinical Decision Support Systemen, die Pflegefachkräfte bei ihren täglichen Entscheidungen unterstützen können.

    Das „Forum Pflegemanagement“ wird gemeinsam mit dem Bundesverband Pflegemanagement ausgerichtet. Es soll eher Workshop-Charakter haben, also auch die Erfahrungen der Teilnehmer mit einbeziehen und weniger frontale Vortragveranstaltung sein. „Die Teilnehmer sollen etwas Konkretes und Verwertbares an ihren Arbeitsplatz mitnehmen“, so die wissenschaftliche Leiterin des Deutschen Pflegekongresses, Hedwig François-Kettner.

    Der Deutsche Pflegekongress ist Teil des Hauptstadtkongresses Medizin und Gesundheit.  Dadurch bietet er wie kein anderer Kongress die Möglichkeit zum fach- und disziplinübergreifenden Dialog mit allen Partnern im Gesundheitswesen, etwa dem Krankenhausmanagement oder der Ärzteschaft.

    Der Hauptstadtkongress ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Politik, Verbänden, Gesundheitswirtschaft und -management, Versicherungen, Wissenschaft, Medizin und Pflege die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Im Mai 2019 wird es wieder drei Tage lang im Berliner CityCube in rund 150 Einzelveranstaltungen mit über 600 Referenten um alle Facetten des Gesundheitswesens gehen.

  • 28.11.2018 - Deutsches Ärzteforum: die Zukunft der Medizin mitgestalten

    Das Deutsche Ärzteforum, das im Rahmen des Hauptstadtkongresses Medizin und Gesundheit im Mai 2019 in Berlin stattfindet, widmet sich schwerpunktmäßig der Frage, wie die Ärzteschaft die Zukunft der Medizin mitgestalten kann. Dabei geht es zum Beispiel darum, was Fernbehandlung leisten kann, was digitale Vernetzung für bessere Patientensteuerung bedeutet, mit welchen ethischen Fragen sich datengesteuerte Modelle der Zukunft auseinandersetzen sollten und wie Präzisionsmedizin im Smart Hospital funktioniert. Der Kongress beleuchtet darüber hinaus, wie beispielsweise bei Sepsispatienten mit Big Data und Decision Support Leben gerettet werden kann, wie digitale Helfer Gesundheitsprävention fördern können und warum Patienten von der Digitalisierung des Impfwesens profitieren.

    In sehr naher Zukunft werden in Deutschland Smart Hospitals, die elektronische Patientenakte und eine telematische Vernetzung aller medizinischen Leistungserbringer, die bis in die entfernteste Landarztpraxis des Landes reicht, realisiert sein. OP-Assistenzsysteme, Laborroboter, Decision Support für Mediziner sind vielerorts bereits jetzt im Einsatz. Therapien werden immer häufiger auf das Genom einzelner Individuen zugeschnitten und mit dieser Präzisionsmedizin können tödliche Krankheiten oft auf chronische Leiden reduziert werden. Mit der Gen-Schere lässt sich das menschliche Erbgut sogar reparieren – erste Erfolge damit machen Hoffnung auf die Heilbarkeit von Leukämie, HIV, Hämophilie und Alzheimer.

    Wie immer umspannt der inhaltliche Rahmen des Deutschen Ärzteforums auch aktuelle berufspolitische und medizinische Fragen, die von Interesse für die Ärzteschaft sind: „Vertraut die Politik der gemeinsamen Selbstverwaltung noch?“, „Erlöse im Krankenhaus: Guter Arzt und trotzdem guter Manager?“, „Angestellte Ärzte in der ambulanten Versorgung: Traumjob oder Ausbeutung?“ und es wird eine Umfrage unter junge Ärzten in Krankenhäusern vorgestellt, die aufzeigt, was die Chefärzte von morgen wollen.

    Weitere Veranstaltungen gibt es zur politischen Debatte um Organspenden, zur Fehlerkultur im Medizinbetrieb, zum Terminservice- und Versorgungsgesetz, zur Arztpraxis der Zukunft, zu wirkungsvollem Klinikmarketing, zu Reha und Prävention am Beispiel Polen und zur Frage, wie Ergebnisse aus der Versorgungsforschung in die  Versorgung gelangen.

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Politik, Verbänden, Gesundheitswirtschaft und -management, Versicherungen, Wissenschaft, Medizin und Pflege die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Im Mai 2019 wird es wieder drei Tage lang im Berliner CityCube in rund 150 Einzelveranstaltungen mit über 600 Referenten um alle Facetten des Gesundheitswesens gehen.

  • 14.11.2018 - KKR: Modernisierung vor Regulierung – Mut zum unternehmerischen Management

    Im Gesundheitswesen wächst der Staatseinfluss. Zu viele Vorschriften und Regulierungen durch Politik und Gesetzgebung und zu wenig Freiräume für unternehmerisches Handeln, so wird vielerorts geklagt. Die Vergabe von Arztterminen und die Öffnungszeiten von Kassenarztpraxen sind mittlerweile ebenso Gegenstand staatlicher Regulierung wie die Abrechnung von Krankenhausleistungen nach DRGs.

    Was ist besser für ein effizientes Gesundheitswesen: Mehr Staat oder mehr Unternehmertum? Mehr feste Regeln oder mehr unternehmerische Freiheit? Mehr vom Staat umverteiltes Geld oder mehr Wettbewerb? Und wie entstehen medizinische Innovationen - durch Subventionen von Leuchtturmprojekten oder unternehmerische Innovationskraft?

    Die elektronische Patientenakte, die es in mehr als einem Jahrzehnt staatlicher Regulierungsbemühungen bisher nicht weiter gebracht hat als zu einer Plastikkarte mit Lichtbild, wird plötzlich von Krankenkassen und privaten Krankenversicherern fast zeitgleich in verschiedenen Projekten auf den Markt gebracht – aufgrund unternehmerischer Initiative. Ein anderes Beispiel: Mehr als zwei Drittel der 500 größten Kliniken sind laut einer aktuellen Studie bereits Partnerschaften mit Medizintechnikunternehmen eingegangen, um trotz Unterfinanzierung durch die Bundesländer und knapper Investitionsmittel hochwertige Versorgung zu sichern.

    Der Managementkongress Krankenhaus Klinik Rehabilitation (KKR), der im Rahmen des Hauptstadtkongresses Medizin und Gesundheit im Mai in Berlin stattfindet, hat sich in diesem Jahr das Motto gegeben: „Modernisierung vor Regulierung - Mut zum unternehmerischen Management“. Ein Schwerpunkt des Kongresses werden richtungsweisende Modernisierungsstrategien sein – mit Themen wie: „Regulierung statt Modernisierung: Gesundheitswirtschaft im Rückwärtsgang?“, „Profit oder Wirtschaftlichkeit? Ärzte und Pflegekräfte kontra Ökonomie“, „Crowd Founding, Private Equity und noch viel mehr: Finanzierung auf dem richtigen Weg?“ oder „Verwalter oder Gestalter? Unternehmerische Manager brauchen Mut“.

    Wie immer greift der KKR aber Themen aus der gesamten Bandbreite von Klinik und Reha auf: So geht es etwa um Digitalisierung, um die Optimierung von Prozessen in Einkauf und Logistik, um Prozesspartnerschaften, Bauplanung im Klinikbereich, Prävention im digitalen Zeitalter und um innovatives Personalmanagement. Wichtiges Ereignis im Rahmen des KKR ist zudem die Präsentation des Krankenhaus Rating Reports 2019, der jährlich vom RWI vorgenommenen Auswertung der Jahresabschlüsse deutscher Krankenhäuser.

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Politik, Verbänden, Gesundheitswirtschaft und -management, Versicherungen, Wissenschaft, Medizin und Pflege die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Im Mai 2019 wird es wieder drei Tage lang im Berliner CityCube in rund 150 Einzelveranstaltungen mit über 600 Referenten um alle Facetten des Gesundheitswesens gehen.

  • 23.10.2018 - Deutscher Pflegekongress: Breites Themenspektrum für die gesamte Pflege

    Auch wenn man bis heute vom „Autoland Deutschland“ spricht: Seit gut 20 Jahren ist Deutschland zunächst einmal „Pflegeland“. Denn bereits seit den 1990er Jahren arbeiten mehr Beschäftigte in der Pflege als in der Autoindustrie. Und die demografische Entwicklung beschleunigt dies: Mittlerweile sind es ein Drittel mehr. Da ist es kein Wunder, dass das Themenspektrum beim Deutschen Pflegekongress 2019 so breit ausfällt. Es geht um: Aus-, Fort- und Weiterbildung, um Qualitätssicherung, Patientensicherheit, um die Aufgaben des Topmanagements, um Karriere und um das Management der pflegerischen Tätigkeiten vor Ort.

    Natürlich ist ein herausragender Themenblock die Pflegepolitik, denn mittlerweile ist Pflege ein Schwerpunkt der Gesundheitspolitik der Bundesregierung. Der Deutsche Pflegekongress wirft beispielsweise folgende Fragen auf: „Giffey, Spahn und Heil: Nur ein ‚Pflege-Schwur‘ statt konkretem Handeln?“, „Was können wir von der Konzertierten Aktion Pflege wirklich erwarten?“ oder „Mehr Pflegekräfte je Patient – aber wer zahlt dafür die Zeche?“. Aber es geht auch um: „Pflegekammern: Mit NRW wird das größte Bundesland bald auch entscheiden“ und „Versorgungsengpässe, Personalmangel, Leistungseinschränkungen – wird die Ambulante Pflege vergessen?“.

    Aber der Deutsche Pflegekongress widmet wie immer auch dem Themenbereich „Personal“ große Aufmerksamkeit – etwa mit den Themen:“ Best-Practice: Mitarbeiterbindung, Moderne Einarbeitungskonzepte, Qualifikationsmix“, „Arbeitnehmerleasing in der Pflege: Abwärtsspirale in Sachen Qualität?“ oder „Tarifverträge, AVR, Allgemeinverbindlichkeit – wie viel Regulierung braucht die Lohnfindung in der Pflege?“.

    Mit einem neuen Format, den „Foren“ für das Pflegemanagement soll der Pflegekongress – statt nur Vorträge zu bieten – interaktiver werden: Teilnehmer sollen mit den Referenten und untereinander diskutieren und praktisch umsetzbares Wissen an ihren Arbeitsplatz mitnehmen, etwa zur Mitarbeiterentlastung oder zu Verhandlungstechniken.

    Der Deutsche Pflegekongress ist Teil des Hauptstadtkongresses. Dadurch bietet er wie kein anderer Kongress die Möglichkeit zum fach- und disziplinübergreifenden Dialog mit allen Partnern im Gesundheitswesen, etwa dem Krankenhausmanagement oder der Ärzteschaft. Wie immer werden drei Kongressveranstaltungen gemeinsam mit dem Deutschen Ärzteforum ausgerichtet – für einen Dialog auf Augenhöhe.

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Politik, Verbänden, Gesundheitswirtschaft und -management, Versicherungen, Wissenschaft, Medizin und Pflege die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Im Mai 2019 wird es wieder drei Tage lang im Berliner CityCube in rund 150 Einzelveranstaltungen mit über 600 Referenten um alle Facetten des Gesundheitswesens gehen.

  • 10.10.2018 - Digitale Revolution im Gesundheitswesen: Die Technik ist nicht das Problem…

    Die digitale Revolution macht Unglaubliches möglich: Diagnostik schaut in Echtzeit zelluläre Prozesse im lebenden Organismus an und entschlüsselt genetische Krankheitsursachen. Therapien werden auf das Genom einzelner Individuen zugeschnitten, tödliche Krankheiten immer häufiger zu chronischen Leiden reduziert. Es kommt zu überwältigenden Verbesserungen und Qualitätssteigerungen in der Gesundheitsversorgung. Jedenfalls theoretisch. Zwar verfügt das deutsche Gesundheitswesen über Wissen und Instrumente für den digitalen Fortschritt, aber bei der Umsetzung hakt es.

    Für die elektronische Patientenakte und zur Vernetzung des Gesundheitswesens hat die US-Regierung 1996 und 2009 zwei große Gesetzeswerke geschaffen. Mit dem zweiten wurden gut 36 Milliarden US-Dollar Fördermittel bereitgestellt. In Deutschland, das in Sachen Digitalisierung den Anschluss an führende Länder verloren hat, steht ein solcher gesamtgesellschaftlicher Kraftakt bislang noch aus. Es fehlen auch gesetzliche Leitplanken. So ist etwa eine Interoperabilität zwischen den verschiedenen Patientenakten nicht sichergestellt. Rahmenbedingungen des Gesetzgebers wäre die Festlegung technischer Standards ebenso wie die Anpassung von Berufsbildern in Medizin und Pflege im Hinblick auf Anforderung durch die digitale Revolution.

    Das Motto beim Hauptstadtkongress 2019 lautet: „Gesundheitspolitik, Gesundheitsversorgung, Gesundheitsberufe in Zeiten der Digitalisierung“. Wir blicken in die Zukunft unseres Gesundheitswesens, beleuchten Chancen und Hemmnisse. Die Themen lauten beispielsweise: „Neue Diagnostik, neue Therapien: Reißt digitale Vernetzung die Sektorengrenzen ein?“, „Präzisionsmedizin: zielgerichtete Behandlungsstrategien durch Big Data“, aber auch „Digitalkonzerne rüsten für die Gesundheit auf: Welche Standards muss der Staat für den digitalen Wandel setzen?“ und „Digitale Gesundheitsakte: Kompatibilität in weiter Ferne?“.

    Wie immer stehen auf der Agenda des Hauptstadtkongresses aber auch alle anderen wichtigen Themen des deutschen Gesundheitswesens. Ein Schwerpunkt bildet beispielsweise „Impulse aus den Bundesländern für Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaftspolitik“.  Themen von Gewicht sind etwa auch: „Pflege außerhalb der Fallpauschalen – Anfang vom Ende der DRGs?“, „Reform des Morbi-RSA“ und „G-BA im Fokus: Neue Personen, neue Aufgaben, neue Prioritäten“

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Politik, Verbänden, Gesundheitswirtschaft und -management, Versicherungen, Wissenschaft, Medizin und Pflege die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Im Mai 2019 wird es wieder drei Tage lang im Berliner CityCube in rund 150 Einzelveranstaltungen mit über 600 Referenten um alle Facetten des Gesundheitswesens gehen.

  • 24.08.2018 - Hauptstadtkongress 2019: Gesundheitspolitik, Gesundheitsversorgung, Gesundheitsberufe in Zeiten des digitalen Wandels

    Bitte notieren Sie sich jetzt schon den Termin: Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit findet im Jahr 2019 bereits im Mai statt – und zwar vom 21. bis 23. Mai, diesmal an den Wochentagen von Dienstag bis Donnerstag.

    Schwerpunktthema sind beim kommenden Hauptstadtkongress die weitreichenden Veränderungen, die der digitale Wandel in Gesundheitspolitik, Gesundheitsversorgung und Gesundheitsberufen auszulösen begonnen hat. Jetzt wird möglich, was früher undenkbar erschien: grundlegende Verbesserungen und Qualitätssteigerungen in der Gesundheitsversorgung, in Medizin und Pflege, in Diagnose und Therapie. Seit die digitale Revolution das Gesundheitswesen erfasst hat und der Fortschritt neue Möglichkeiten schafft, entstehen zunehmend innovative Modelle der Integrierten Versorgung und Systempartnerschaften. Die Überwindung der Sektorengrenzen wird möglich. Neue Berufe und Berufszweige entstehen. Auch die Herausforderungen an die Politik wachsen. Der Kongress blickt in die Zukunft eines digitalisierten Gesundheitswesens.

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Politik, Verbänden, Gesundheitswirtschaft und -management, Versicherungen, Wissenschaft, Medizin und Pflege die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Im Mai 2019 wird es wieder drei Tage lang im Berliner CityCube in rund 150 Einzelveranstaltungen mit über 600 Referenten um alle Facetten des Gesundheitswesens gehen.