Loading

Presse

Service für Medien

Der Hauptstadtkongress unterstützt Medien bei der Berichterstattung auf vielfältige Weise. Um über alle wichtigen Ereignisse vorab informiert zu werden, können sich Journalisten in den Presseverteiler aufnehmen lassen. Aktuelle Echtzeitinformationen, etwa über neue gratis verwendbare Pressefotos, liefert unser Twitter-Feed.

Pressekonferenz zum Hauptstadtkongress 2021

Donnerstag, 10. Juni 2021

Pressemitteilungen abonnieren

    Pressemitteilungen

    Medien steht auch die Übernahme von Inhalten unserer Newsletter in ihre Berichterstattung frei.

    • 17.06.2021 - Gelungener Austausch mit Abstand

      Berlin, 17. Juni 20201 – Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2021 ist heute zu Ende gegangen. An drei Tagen diskutierten Entscheidungsträger aus Politik, Kliniken, Gesundheitswirtschaft, Ärzteschaft, der medizinischen Forschung, Pflege und von Kostenträgern über die dringlichsten Herausforderungen im Gesundheitswesen.

      In diesem Jahr fand der Hauptstadtkongress unter besonderen Umständen statt. Als erstes GroßEvent seit September 2020 und Pilotprojekt durfte der Hauptstadtkongress nach einer Sondergenehmigung des Berliner Senats bis zu 500 Teilnehmer vor Ort begrüßen. „Jeden Tag kamen zwischen 450 und 500 Besucher. Zudem waren über 100 Mitarbeiter im Einsatz“, sagte Guido Pschollkowski, Geschäftsführer von WISO S. E. Consulting und Kongressleiter. Rund 1000 Teilenehmer verfolgten den Kongress digital. „Es war ein sehr außergewöhnlicher Hauptstadtkongress, der unter schwierigen Bedingungen stattfand und mit einem erheblichen zeitlichen und organisatorischen Aufwand verbunden war“, berichtet er. „Er ist aber dennoch allen Ansprüchen gerecht geworden.“

      Möglich war der Kongress dank eines ausgeklügelten Test- und Hygienekonzepts. Alle Besucher mussten sich einem PCR-Test unterziehen. Zudem mussten die Maskenpflicht und die üblichen AHA-Regeln jederzeit eingehalten werden. Tatsächlich gab es bei der Testung während der drei Kongresstage keinen einzigen positiven Befund. „Wir haben gezeigt, dass es auch unter schwierigen Bedingungen möglich ist, einen sicheren Kongress durchzuführen“, betont Falk H. Miekley, Geschäftsführer WISO S. E. Consulting. „Uns war es auch sehr wichtig, dass sich die Menschen sicher fühlen. Und das taten sie auch.“ Die Atmosphäre ist herzlich und gelöst gewesen. Der sonst übliche Trubel, Umarmen und Handschlag waren zwar nicht möglich. Dennoch hätten sich die Besucher unglaublich über persönliche Begegnungen gefreut.

      „Es war ein gelungener Kongress, sowohl inhaltlich als auch organisatorisch“, bilanziert auch Prof. Dr. Karl Max Einhäupl, der zum ersten Mal als Kongresspräsident fungierte. „Es gab viele wirklich engagierte Diskussionen.“ Bei insgesamt 91 Panels, die allesamt digital übertragen wurden, standen Themenbereiche wie Digitalisierung, Lehren aus der Corona-Pandemie, Krankenhausfinanzierung, Finanzierung der GKV und der Pflegeversicherung, Personalgewinnung, Innovationen in Forschung und Medizin und viele mehr auf der Agenda.

      Der über viele Monate schmerzlich vermisste persönliche Austausch stand in diesem Jahr aber ganz besonders im Fokus. „Netzwerken ist in der Medizin und im Gesundheitsbereich einfach unverzichtbar, um Themen voranzubringen“, betont Einhäupl. „Deshalb ist dieser Kongress wichtiger denn je.“ Trotz des durchweg positiven Fazits freuen sich Beide auf den nächsten Hauptstadtkongress, der hoffentlich wieder unter normalen Umständen stattfinden kann. „Der Hauptstadtkongress lebt vom Austausch, der eine Präsenzveranstaltung voraussetzt“, betont Pschollkowski.

      Obwohl der Hauptstadtkongress 2021 gerade erst zu Ende gegangen ist, schmiedet Kongresspräsident Einhäupl bereits Pläne für die nächsten Jahre. „Wir haben den Anspruch, uns weiterzuentwickeln, neue Ideen zu entwickeln“, sagt er. Ein Ziel sei etwa, verstärkt junge Nachwuchskräfte aus allen Bereichen des Gesundheitswesens anzusprechen. Man müsse außerdem internationaler werden. „Wir sollten in andere Länder schauen, wie sie ihre Gesundheitssysteme organisieren und Herausforderungen begegnen, und diese Ansätze dann auf dem Kongress diskutieren“, erläutert Einhäupl. Der Kongresspräsident möchte aber auch Experimente mit neuen Formaten wagen. „Naturgemäß werden uns nicht alle gelingen. Das sollte uns aber nicht davon abhalten, Neues auszuprobieren.“

      Wenn Sie über den nächsten Hauptstadtkongress auf dem Laufenden bleiben möchten, abonnieren Sie einfach unseren Newsletter: www.hauptstadtkongress.de/newsletter

      Weitere Infos finden Sie unter: www.hauptstadtkongress.de

      Informationen zu den Highlights finden Sie unter: https://www.hauptstadtkongress.de/#newsletter

      Das komplette Programm unter www.hauptstadtkongress.de/#programm

      Pressefotos (für journalistische Berichterstattung kostenlos) finden Sie auf unserem Flickr-Account.

      Sie können uns auch in den Sozialen Netzwerken Twitter und LinkedIn folgen.

      Pressekontakt:

      Eugenie Ankowitsch

      pressewiso-consulting.de | @HSK_Berlin

      Tel.: 030 2639249-17, Fax: 030 2639249-10

      WISO S. E. Consulting GmbH, Nymphenburger Straße 9, 10825 Berlin Geschäftsführung: Fabian Kaufmann, Claudia Küng, Falk Miekley, Guido Pschollkowski, www.wiso-consulting.de, Registergericht: Berlin / AG Charlottenburg: HRB 84520

    • 17.06.2021 - Krankenhaus Rating Report 2021

      Die wirtschaftliche Lage deutscher Krankenhäuser hat sich im Jahr 2019 weiter verschlechtert. 13 Prozent lagen im „roten Bereich“ mit erhöhter Insolvenzgefahr. Auch ihre Jahresergebnisse sind gesunken, 33 Prozent der Kliniken schrieben auf Konzernebene einen Jahresverlust. Im Jahr 2020 dürften die Ausgleichszahlungen für die Einnahmeausfälle der Krankenhäuser während der COVID-19-Pandemie zu einem positiven Netto-Effekt führen. Ab 2022 könnte sich die Lage jedoch deutlich verschlechtern.

      Zu diesen und vielen weiteren Ergebnissen kommt die siebzehnte Ausgabe des „Krankenhaus Rating Report“, der im Rahmen des „Hauptstadtkongress 2021 – Medizin und Gesundheit“ der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Er wurde gemeinsam vom RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und der Institute for Healthcare Business GmbH (hcb) in Kooperation mit der Bank im Bistum Essen (BIB) und der HIMSS erstellt.

      Das Wichtigste in Kürze:
      Status quo

      •    Die wirtschaftliche Lage deutscher Krankenhäuser hat sich im Jahr 2019 erneut verschlechtert. 13 Prozent der Krankenhäuser befanden sich im „roten Bereich“ erhöhter Insolvenzgefahr, 27 Prozent im „gelben“ und 60 Prozent im „grünen Bereich“. Im Jahr zuvor lagen noch 63 Prozent im „grünen Bereich“. Die Ertragslage hat sich 2019 ebenfalls leicht verschlechtert: 33 Prozent der Krankenhäuser schrieben auf Konzernebene einen Jahresverlust, 2018 waren es 31 Prozent. Im Jahr 2019 betrug das durchschnittliche Jahresergebnis 0,8 Prozent der Erlöse, im Jahr 2016 waren es noch 2,2 Prozent.
      •    Ausschlaggebend für die schlechte wirtschaftliche Lage dürfte die seit 2017 anhal-tende Stagnation der Leistungsmenge gewesen sein. Aufgrund der COVID-19-Pandemie sank im Jahr 2020 die stationäre Fallzahl zudem um dramatische 13 Pro-zent, in den ersten Monaten der Pandemie vorübergehend sogar um 30 Prozent. Im Jahr 2020 waren 2 Prozent aller Betten und 4 Prozent aller Intensivbetten durch COVID-19-Patienten belegt. Auch im Jahr 2021 dürfte die Ausnahmesituation mit deutlich geringerer Leistungsmenge als 2019 bestehen bleiben.
      •    Insgesamt wurden 2020 rund 10,2 Milliarden Euro für die Einnahmeausfälle der Krankenhäuser in Form von Ausgleichszahlungen ausgezahlt. Die Ausgleichszahlun-gen lagen in der Summe höher als die durch die Leistungsreduktion hervorgerufenen Mindererlöse der Krankenhäuser, sodass die Erlöse 2020 bei den somatischen Krankenhäusern durchschnittlich um etwa 3,7 Prozent und bei psychiatrischen und psychosomatischen Kliniken durchschnittlich um etwa 10,6 Prozent zugenommen haben. Entsprechend dürfte sich die wirtschaftliche Lage der Kliniken 2020 kurzzeitig verbessern und 73 Prozent im „grünen“ sowie 9 Prozent im „roten“ Bereich liegen. 
      •    Die Auslagerung der Pflegepersonalkosten ab dem Jahr 2020 führte schon 2019 zu einem erheblichen Aufbau des Pflegediensts in den Krankenhäusern und gleichzeitig zu einem Abbau des Funktionsdiensts. Außerdem sind Wanderungsbewegungen von der Alten- in die Krankenpflege zu beobachten. Der erwartete starke Sogeffekt des Pflegebudgets zeigt sich demnach schon. Auch der Wettbewerb um die Pflegekräfte auf dem Arbeitsmarkt nimmt zu. Schon vor 2019 war die Fluktuation des Pflegepersonals gestiegen.
      •    Im Krankenhausbereich und im vertragsärztlichen Bereich arbeiten immer mehr Ärz-te, allerdings sind sie zunehmend in Teilzeit tätig. Im vertragsärztlichen Bereich stieg der Teilzeit-Anteil von 8 Prozent im Jahr 2009 auf 38 Prozent im Jahr 2020. Daher ist hier umgerechnet die Zahl der Vollkräfte zwischen 2009 und 2020 konstant geblieben. Überdies arbeiten immer mehr ambulant tätige Ärzte in einem Angestellten-verhältnis. Im Jahr 2008 waren es 6 Prozent, im Jahr 2020 schon 24 Prozent. 
      •    Große Krankenhäuser haben typischerweise ein besseres Rating als kleine. Dabei erreichen Krankenhäuser mit einer Bettenzahl zwischen 600 und 900 bzw. mit Umsatzerlösen zwischen 140 und 190 Millionen Euro die beste Ertragslage – ausgenommen Fachkliniken. Ein hoher Grad an Spezialisierung beeinflusst das Rating ebenso positiv wie die Zugehörigkeit zu einer Kette. Kliniken in freigemeinnütziger und privater Trägerschaft schneiden im Allgemeinen beim Rating und der Ertragslage deutlich besser ab als öffentlich-rechtliche Kliniken. 
      •    Regional fällt das Rating am schlechtesten in Baden-Württemberg und Niedersachsen/Bremen aus, signifikant besser in Ost-Deutschland. 

      Investitionen
      •    Die Fördermittel nach dem Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG) beliefen sich im Jahr 2019 auf 3,16 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr lagen sie damit um 3,8 Prozent höher, sind im langfristigen Trend aber geschrumpft. Bezogen auf die Krankenhauserlöse beliefen sie sich im Jahr 2019 auf nur 3,5 Prozent (1991: rund 10 Prozent). Zum Erhalt der Unternehmenssubstanz sollten jährlich 7 bis 8 Prozent der Erlöse in Investitionen fließen. Der jährliche förderfähige Investitionsbedarf der Plan-krankenhäuser zum Substanzerhalt liegt bei mindestens 5,5 Milliarden Euro, zuzüglich Universitätskliniken bei 6,3 Milliarden Euro. Krankenhäuser schließen diese Lücke teilweise aus eigener Kraft, was ihnen aufgrund der sich verschlechternden Er-tragslage, aber auch der Ausgliederung von zweckgebundenen Pflegebudgets inzwi-schen weniger gut gelingt.

      Projektion und Zielbild
      •    In einem Basisszenario wird der Status quo des Jahres 2019 unter Berücksichtigung der Erkenntnisse während der COVID-19-Pandemie in den Jahren 2020 und 2021 so-wie der demografischen Entwicklung und bereits beschlossener Gesetzesänderungen bis 2030 fortgeschrieben. Annahme ist eine Rückkehr zum Vor-Krisen-Niveau im Jahr 2022 und eine Zunahme der Fallzahl in Höhe von 4 Prozent gegenüber 2019 bis zum Jahr 2030. In diesem Szenario würde der Anteil der Krankenhäuser im „roten“ Ra-ting-Bereich bis 2030 auf 26 Prozent und der Anteil der Häuser mit einem Jahresver-lust auf 34 Prozent wachsen.
      •    In einem Szenario „Neustart“ wird angenommen, dass das Leistungsvolumen nicht mehr das Vorkrisenniveau von 2019 erreichen wird, sondern auf dem Niveau von 2021 stagniert und bis 2030 nur noch marginal ansteigt, sodass die stationäre Fallzahl im Jahr 2030 rund 6 Prozent unter dem Niveau von 2019 liegt. Kombiniert mit einer weiter sinkenden Verweildauer würde die Auslastung der stationären Kapazitäten in-folgedessen stark sinken. In diesem Szenario würde sich die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser dramatisch verschlechtern. Nahezu drei Viertel der Häuser schrieben dann bereits ab 2022 Verluste und bis 2030 betrüge das durchschnittliche Jahresergebnis -10 Prozent. Bei kontinuierlichen Struktur- und Prozessoptimierungen sowie einer Anpassung der Krankenhauskapazitäten an das neue niedrigere Leistungsniveau könnte sich die Lage bis 2030 dagegen wieder etwa auf dem Niveau von 2019 stabilisieren.
      •    Zielbild. Im „Krankenhaus Rating Report 2021“ wird ein Zielbild einer modernen Gesundheitsversorgung erarbeitet, das als Richtschnur für die 2020er-Jahre dienen kann. In diesem Zielbild wird die Gesundheitsversorgung ganzheitlich gedacht, von präventiven bis zu kurativen Angeboten und von sehr einfachen bis zu hochkomplexen Spezialangeboten: 
      - In der elektronischen Patientenakte (ePA) werden alle Gesundheitsdaten des Pati-enten hinterlegt.
      - Ein „dezentraler Kümmerer“ agiert als individueller Ansprechpartner für Patienten in allen Gesundheitsfragen und als Koordinator von Diensten. Diese Aufgabe eines „Case Managers“ wird von Hausärzten und Pflegeexperten gemeinsam wahrgenom-men. Sie organisieren die individuelle Gesundheitsversorgung vor Ort und arbeiten nach dem Vorbild der Gesundheitszentren in Finnland in größeren Zentren zusam-men. 
      - Die Rolle des Krankenhauses ändert sich: Kleine Krankenhäuser der Grundversor-gung können in ein solches Zentrum integriert werden. Auf der Landkreisebene übernimmt ein großes Krankenhaus als Regionalversorger für die Organisation der regionalen Gesundheitsversorgung Verantwortung. Maximalversorger engagieren sich in der überregionalen Versorgung. 
      - Es gibt eine sektorenübergreifende Versorgungsplanung nach bundeseinheitlichen Kriterien und sektorenübergreifende Vergütungselemente. 
      - Auf der lokalen Ebene wird große Gestaltungsfreiheit gewährt, um innovative Ver-sorgungsmodelle erproben zu können. 
      - Die Bevölkerung in ländlichen Gebieten ist an die Gesundheitsangebote durch fle-xible und effiziente Mobilitätsangebote angebunden, umgekehrt gelangt das Ange-bot beispielsweise über mobile Gesundheitsexperten mit telemedizinischer Anbin-dung an ein Gesundheitszentrum zu den Menschen.

      Handlungsempfehlungen auf Basis des Zielbilds
      •    Krankenhausversorgung. Innerhalb von Versorgungsregionen ist eine enge Koordination der Angebote nötig. Wo immer möglich, sollten sich Träger innerhalb der Region zusammenschließen oder zumindest trägerübergreifend kooperieren. 
      •    Ambulante und sektorenübergreifende Versorgung. Ambulante und Integrierte Gesundheitszentren sollten für die primärärztliche und fachärztliche Versorgung etabliert werden. In den meisten Regionen finden sich Krankenhäuser, die sich auf-grund ihrer Größe und Lage als Teil eines „Integrierten Gesundheitszentrums“ (IGZ) eignen könnten. Dazu sollten Hürden für die Übernahme von ambulanten Leistun-gen durch Krankenhäuser abgebaut werden.
      •    Rettungswesen. Je stärker zentralisiert eine Krankenhausstruktur ist, desto mehr muss das Rettungswesen digitalisiert sein. Jeder Rettungswagen benötigt eine tele-medizinische Anbindung zum Krankenhaus, und es müssen bereits erste wichtige Schritte durch den Notarzt oder entsprechend ausgebildete Rettungssanitäter unter-nommen werden. 
      •    Altenhilfe. Die Altenpflege muss enger mit der medizinischen Versorgung verknüpft werden. Nötig ist ein nahtloser Übergang vom Krankenhausaufenthalt zur Kurzzeitpflege. Ein IGZ oder ein Krankenhaus sollte zu diesem Zweck entsprechende Verträge mit der Pflegeversicherung schließen können. Auch das Prinzip „Reha vor Pflege“ sollte stärker gelebt werden.
      •    Mobilität und Nähe. Ein wichtiger Baustein der ländlichen Versorgung sind mobile Gesundheits- und Pflegeexperten mit telemedizinischer Anbindung an ein Gesund-heitszentrum oder ein Krankenhaus. 
      •    Digitalisierung. Die Versorgung sollte nach dem Grundsatz „digital vor ambulant vor stationär“ gestaltet werden. Zentrale Voraussetzung dafür ist die elektronische Patientenakte (ePA). Vorbild dafür könnte die ePA aus Estland sein, die auf paternalistische Voreinstellungen seitens Dritter weitgehend verzichtet und dem einzelnen Bürger eine große Autonomie zugesteht. Da Estland Mitglied der Europäischen Union ist, ist die dortige ePA konform zur Datenschutzgrundverordnung und sollte demnach auch in Deutschland zulässig sein. 
      •    Personal. Es werden Anreize zur Erhöhung der Erwerbstätigenquote benötigt. Dabei ist einer der größten Hebel das Anheben der Teilzeitquote, weil in Teilzeit tätige Fachkräfte bereits voll ausgebildet und einsatzfähig sind. In der Pflege sind ein neues Verständnis des Pflegeberufs und Karriereoptionen nötig, wie etwa „Clinical Nurses“ mit der Übernahme von mehr Verantwortung und Tätigkeiten, die bislang ausschließlich Ärzten vorbehalten sind. Ergänzend sollte die Zuwanderung ausländischer Fachkräfte gefördert werden. 
      •    Gestaltungsfreiheit. Auf regionaler Ebene ist angezeigt, mehr Gestaltungsfreiheit zu gewähren, um die Versorgung effizienter gestalten und patientenorientierter erbringen zu können. 

      „Der Anteil der von Insolvenz bedrohten Kliniken wird in den kommenden Jahren voraus-sichtlich weiter steigen“, sagt RWI-Gesundheitsexperte Boris Augurzky. „Sektorenübergrei-fende Versorgung und Digitalisierung sind wichtige Bausteine, um die Situation von Kliniken und Patienten zu verbessern“, so Augurzky. „Voraussetzung für alle digitalen Anbindungen ist jedoch eine Standardisierung der Daten und Schnittstellen“, ergänzt Sebastian Krolop (HIMSS, Healthcare Information and Management Systems Society).
      Datengrundlage des „Krankenhaus Rating Report 2021“ sind 550 Jahresabschlüsse von Kran-kenhäusern aus dem Jahr 2018 und 547 aus dem Jahr 2019. Sie umfassen insgesamt 951 Krankenhäuser. Für das Jahr 2020 lagen noch keine Jahresabschlüsse in ausreichender Zahl vor. Der Report wird gemeinsam vom RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und der Institute for Healthcare Business GmbH (hcb) in Kooperation mit der Bank im Bistum Essen (BIB) und der HIMSS erstellt.

      Ihre Ansprechpartner/in dazu: Prof. Dr. Boris Augurzky (RWI), Tel.: (0201) 81 49-203 Dr. Adam Pilny (RWI), Tel.: (030) 2021598-16 Sabine Weiler (Pressestelle RWI), Tel.: (0201) 81 49-213 Dr. Sebastian Krolop (HIMSS), Tel.: +1 (312) 485 5318

      Dieser Pressemitteilung liegt die Studie "Krankenhaus Rating Report 2021: Mit Wucht in die Zukunft katapultiert" zugrunde. Sie enthält unter anderem zahlreiche grafisch aufbereitete Darstellungen und Krankenhausbenchmarks. Die Studie kann für 349,99 Euro inkl. 7% MwSt. beim Verlag medhochzwei (www.medhochzwei-verlag.de) bestellt werden (Buch inklusive eBook, ISBN 978-3-86216-830-9; als Jahresband im Abonnement für 324,99 Euro). Sie ist auch als reines eBook erhältlich (297,99 Euro, ISBN 978-3-86216-831-6). Sämtliche Grafiken und Tabellen sind auch separat als Download verfügbar (898,00 Euro, Bestell-Nr. 386216040).

    • 17.06.2021 - Dr. Ursula von der Leyen plädiert für eine europäische Gesundheitsunion

      Berlin, 15 Juni 20201 – „Es darf nicht noch einmal geschehen, dass eine Pandemie die ganze Welt weitgehend unvorbereitet trifft“, sagte die EU-Kommissionspräsidentin Dr. Ursula von der Leyen in ihrem Video-Grußwort bei der Eröffnung des diesjährigen Hauptstadtkongresses. Es folgte ein leidenschaftliches Plädoyer für eine europäische Gesundheitsunion.

      Sie verteidigte etwa die Entscheidung, die Impfstoffe auf der europäischen Ebene zu beschaffen. „Denn ich will mir gar nicht ausmalen, was es bedeutet hätte, wenn sich einige große Mitgliedsstaaten ihre Impfstoffe gesichert hätten, während der Rest, all die kleinen und mittleren Mitgliedsstaaten leer ausgegangen wären, sagte sie. Das hätte die europäische Einheit zerrissen.

      Die EU-Kommissionpräsidentin räumte zwar Anfangsschwierigkeiten ein. So habe es Zweifel gegeben, dass eine Gemeinschaft aus 27 Mitgliedsstaaten zu langsam sein könnte, um die Krise in den Griff zu bekommen. Inzwischen sei die europäische Impfkampagne ein voller Erfolg. Im Gegensatz zu anderen Ländern sei die EU außerdem fair gewesen und habe fast so viele Impfstoffdosen für den Export „in den Rest der Welt genehmigt“, wie es für die Bürger der Mitgliedstaaten reserviert habe.

      In dieser Einschätzung wurde von der Leyen vom Kanzleramtsminister Prof. Dr. Helge Braun unterstützt. Ein Alleingang Deutschlands in der Impfstoffbeschaffung hätte einen „schweren Schaden“ angerichtet, sagte er in seiner Rede vor dem Hauptstadtkongress-Publikum.

      Als eines der zentralen Themen für die Zeit nach der Corona-Pandemie nannte Braun die Frage, wie man mit Wissenschaftskommunikation umgeht. Denn der kritische Diskurs sei ein elementarer Teil der Wissenschaft. Weitere Themen seien die Stärkung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes und die Sicherstellung der Wertschöpfungsketten.

      Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bedankte sich in seiner Video-Botschaft bei den Beschäftigten des Gesundheitswesens für ihre Arbeit während der Corona-Pandemie. Er unterstrich außerdem die Bedeutung der Digitalisierung für die medizinische Versorgung. Ein Beispiel sei die Videosprechstunde. „Inzwischen sind offenbar auch Skeptiker von ihrem Nutzen überzeugt“, sagte er. Die Möglichkeiten digital unterstützter Versorgung wie das e-Rezept oder elektronische Patientenakte digitale Gesundheits- und Pflegeanwendungen sollen in den nächsten Jahren ausgebaut werden. Sie sollen ein „selbstverständlicher Teil der Versorgung in den 20er Jahren und darüber hinaus werden“, so Spahn.

      „Deutschland hat das beste Gesundheitssystem der Welt“, ist Kongresspräsident Prof. Dr. Karl Max Einhäupl überzeugt: Die Corona-Pandemie habe gezeigt, dass dieses System extrem stabil ist. Er zeigte sich allerdings besorgt angesichts der Beobachtung, dass zunehmend soziale Diskohärenzen auftreten. Diese würden mittlerweile bis in die Mitte der Gesellschaft reichen. „Krisen kommen wieder, egal welcher Art“, sagte Einhäupl. Dabei sei es allerdings entscheidend, wie man als Gesellschaft mit diesen Krisen kohärent umgehen kann. „Wer, wenn nicht wir – ein Diskursforum von Politik, Wissenschaft, Akteuren aus dem Gesundheitswesen und der Gesundheitswirtschaft – kann und muss einen Beitrag zur Lösung der Probleme leisten“, stimmte er die Teilnehmer des Hauptstadtkongresses Medizin und Gesundheit auf die kommenden Tage ein.

      Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist die jährliche Leitveranstaltung der Gesundheitsbranche. Für drei Tage treffen Entscheidungsträger aus Politik, Kliniken, Gesundheitswirtschaft, Ärzteschaft, der medizinischen Forschung, der Kranken- und Altenpflege sowie seitens der Kostenträgern und Apothekerschaft zusammen. Unter dem Dach des Hauptstadtforums Gesundheitspolitik finden drei Fachkongresse statt, der Managementkongress Krankenhaus Klinik Rehabilitation, der Deutsche Pflegekongress und das Deutsche Ärzteforum. Sonderformate des Kongresses sind wieder der Tag der Versicherungen, das Apothekerforum, zahlreiche Satellitensymposien sowie – erstmals – der Interprofessionelle Gesundheitskongress.

      Akkreditierung: Wenn Sie als Journalist/in am Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit teilnehmen möchten, schreiben Sie bitte eine E-Mail an presse@wiso-consulting.de. Weitere Infos finden Sie in der digitalen Pressemappe unter: www.hauptstadtkongress.de/medien 

      Informationen zu den Highlights finden Sie unter: https://www.hauptstadtkongress.de/#newsletter

      Das komplette Programm unter www.hauptstadtkongress.de/#programm

      Pressefotos (für journalistische Berichterstattung kostenlos) finden Sie auf unserem Flickr-Account.

      Sie können uns auch in den Sozialen Netzwerken Twitter und LinkedIn folgen.

      Pressekontakt:

      Eugenie Ankowitsch

      pressewiso-consulting.de | @HSK_Berlin

      Tel.: 030 2639249-17, Fax: 030 2639249-10

      WISO S. E. Consulting GmbH, Nymphenburger Straße 9, 10825 Berlin Geschäftsführung: Fabian Kaufmann, Claudia Küng, Falk Miekley, Guido Pschollkowski, www.wiso-consulting.de, Registergericht: Berlin / AG Charlottenburg: HRB 84520

    • 10.06.2021 - Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit: Lessons learned: Wie gestalten wir unser Gesundheitswesen nach der Coronapandemie und wie es für die Veranstaltungsbranche weitergehen kann

      Berlin, 10. Juni 2021 – Die Herausforderungen für das deutsche Gesundheitswesen in der Corona-Pandemie sind gewaltig. Das gilt für Gesundheitseinrichtungen und Unternehmen ebenso wie für Beschäftigte und Patienten. Gleichzeitig ist eine Dynamik der Veränderung entstanden – etwa bei der Digitalisierung –, die viele Akteure bisher nicht für möglich gehalten hätten. Das spiegelt sich auch in den Themen des Hauptstadtkongresses Medizin und Gesundheit wider, der vom 15. bis 17. Juni 2021 im Berliner CityCube in hybrider Form stattfindet.

      Berlin, 10. Juni 2021 – Die Herausforderungen für das deutsche Gesundheitswesen in der Corona-Pandemie sind gewaltig. Das gilt für Gesundheitseinrichtungen und Unternehmen ebenso wie für Beschäftigte und Patienten. Gleichzeitig ist eine Dynamik der Veränderung entstanden – etwa bei der Digitalisierung –, die viele Akteure bisher nicht für möglich gehalten hätten. Das spiegelt sich auch in den Themen des Hauptstadtkongresses Medizin und Gesundheit wider, der vom 15. bis 17. Juni 2021 im Berliner CityCube in hybrider Form stattfindet.

      „Viele Probleme, die bereits in den vergangenen Jahren immer wieder diskutiert und jetzt durch die Pandemie offensichtlich geworden sind, müssen schnell in Angriff genommen und gelöst werden“ sagt Prof. Karl Max Einhäupl, der neue Präsident des Hauptstadtkongresses Medizin und Gesundheit. Hinzu komme noch die Bewältigung der Aufgaben, die erst durch die Krise deutlich geworden seien.

      „Wir werden uns etwa mit dem Zustand des Öffentlichen Gesundheitsdienstes beschäftigen müssen“, führt Einhäupl aus. „Denn die Corona-Krise hat schonungslos offengelegt, wie groß die Defizite in diesem Bereich sind: Zu wenig Personal, zu viel veraltete Technik. Handarbeit statt automatisierter Prozesse.“ Bei der Modernisierung und Stärkung des ÖGD spiele deshalb die Digitalisierung eine besonders wichtige Rolle.

      Aber nicht nur dort. Digitalisierung in der Medizin und im Gesundheitswesen ist aus Sicht des Kongresspräsidenten heute eine Pflicht und keine Kür mehr. Insgesamt hat das Gesundheitswesen aufgrund von Corona-Pandemie einen echten Digitalisierungsschub erfahren. Viele Akteure haben plötzlich wie selbstverständlich Telemedizin wie Video-Sprechstunden und vieles mehr genutzt. Digitale Technologien bieten – nicht nur in Krisenzeiten – die Chance, Patienten umfassender und effektiver zu versorgen.

      Wie sieht ein zukunftsfähiges Gesundheitswesen aus? Welche Veränderungen und Anpassungen verlangt ein Gesundheitssystem von allen Beteiligten? Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2021 geht diesen wichtigen Fragen nach.

      Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit findet als erstes Groß-Event seit September 2020 statt. Im CityCube Berlin dürfen sich auf Basis einer Sondergenehmigung des Berliner Senats 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer treffen. Der Hauptstadtkongress ist damit Pilotprojekt und zugleich die größte Hybridveranstaltung in Deutschland! Das Besondere: Während die Besucher eines Fußballspiels oder eines Konzerts nur wenige Stunden lang in festgelegten Abständen zueinander sitzen, bewegen sich und kommunizieren die Teilnehmer des Hauptstadtkongresses über einen Zeitraum von drei Tagen! 

      Mit einem ausgefeilten Test- und Hygienekonzept will die Veranstalterin WISO S. E. Consulting GmbH das Risiko einer Ansteckung mit dem Corona-Virus auf Null reduzieren und zugleich unter Beweis stellen, dass große Kongressevents in einem sicheren Rahmen trotz bestehender Pandemielage umgesetzt werden können. So müssen sich etwa alle Teilnehmer einem PCR-Test unterziehen.

      Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist die erste Veranstaltung in einer Reihe von Pilotprojekten der Messe Berlin. „Als Berlins größter Gastgeber freut es uns, endlich wieder mehrere hundert Menschen auf unserem Gelände zu sehen“; sagt Martin Ecknig, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin GmbH. „Das Pilotprojekt Hauptstadtkongress sendet darüber hinaus ein starkes Signal: Gemeinsam beweisen wir, dass Veranstaltungen vor Ort sicher funktionieren. Das ist für die gesamte Veranstaltungsbranche wichtig.“

      Es werde auch deutlich, so der Messechef weiter, dass man den Blick über die Inzidenzwerte hinaus weiten müsse. „Denn Inzidenzwerte beschreiben den Tageszustand und ermöglichen somit keine Planung in der Zukunft“, meint Ecknig. „Wenn wir uns hingegen auf die 3-G-Methodik als Konzept konzentrieren, das heißt genesen, geimpft, getestet, haben wir eine echte Chance auf Veranstaltungen ohne weitere Einschränkungen und schaffen die dringend benötigte Planungssicherheit für Teilnehmerinnen und Teilnehmer.“

      Wenn Sie als Journalist am Hauptstadtkongress teilnehmen möchten, schreiben Sie bitte an: pressewiso-consulting.de – unter Angabe des Mediums, für das Sie berichten werden.  

      Über den Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit:

      Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist die jährliche Leitveranstaltung der Gesundheitsbranche. Für drei Tage treffen Entscheidungsträger aus Politik, Kliniken, Gesundheitswirtschaft, Ärzteschaft, der medizinischen Forschung, Pflege und von Kostenträgern zusammen. Unter dem Dach des Hauptstadtforums Gesundheitspolitik finden drei Fachkongresse statt, der Managementkongress Krankenhaus Klinik Rehabilitation, der Deutsche Pflegekongress und das Deutsche Ärzteforum. Sonderformate des Kongresses sind wieder der Tag der Versicherungen, das Apothekerforum, zahlreiche Satellitensymposien sowie – erstmals – der Interprofessionelle Gesundheitskongress.

      Weitere Infos finden Sie unter: www.hauptstadtkongress.de

      Informationen zu den Highlights finden Sie unter: https://www.hauptstadtkongress.de/#newsletter

      Das komplette Programm unter www.hauptstadtkongress.de/#programm

      Pressefotos (für journalistische Berichterstattung kostenlos) finden Sie auf unserem Flickr-Account.

      Sie können uns auch in den Sozialen Netzwerken Twitter und LinkedIn folgen.

      Pressekontakt:

      Eugenie Ankowitsch

      pressewiso-consulting.de | @HSK_Berlin

      Tel.: 030 2639249-17, Fax: 030 2639249-10

      WISO S. E. Consulting GmbH, Nymphenburger Straße 9, 10825 Berlin Geschäftsführung: Fabian Kaufmann, Claudia Küng, Falk Miekley, Guido Pschollkowski, www.wiso-consulting.de, Registergericht: Berlin / AG Charlottenburg: HRB 84520

    • 31.05.2021 - Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit übernimmt Vorreiterrolle: 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer live im CityCube Berlin genehmigt!

      Berlin, 31. Mai 2021. Über ein Jahr hat es keine großen Präsenzveranstaltungen gegeben: Erstmals findet nun mit dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit vom 15. bis 17. Juni wieder ein Groß-Event in Berlin statt. Damit übernimmt der Hauptstadtkongress eine Vorreiterrolle in Deutschland. Der Berliner Senat hat für das Pilotprojekt 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort im CityCube genehmigt. Das geht zurück auf die Initiative „#Perspektive MICE Berlin“ – MICE für Meetings, Incentives, Conventions, Exhibitions –, mit der die Stadt zeigen will, wie mit Schnelltests und Hygienemaßnahmen Events funktionieren können.

      „Wir haben hart daran gearbeitet, den Kongress mit einer nennenswerten Zuschauerzahl vor Ort möglich zu machen und sind nun sehr froh, zeigen zu können, wie ein Kongress unter Pandemiebedingungen für alle Beteiligten sicher durchgeführt werden kann“, sagt Falk Miekley, Geschäftsführer der WISO S. E. Consulting GmbH, die den Kongress veranstaltet.  

      Hinter dem Pilotprojekt Hauptstadtkongress 2021 steht ein qualifiziertes Test- und Hygienekonzept, das der Health-Care-Manager und Ökonom Dr. Florian Kainzinger zusammen mit weiteren Expertinnen und Experten entwickelt hat: Alle Besucherinnen und Besucher erhalten einen PCR-Test, die deutlich sensitiver als Antigen-Schnelltests sind. Die Getesteten müssen nicht wie üblich 24 Stunden auf ihr Ergebnis warten. „Mit Hilfe spezieller PCR-Systeme, die mobil als Point-of-Care-Units eingesetzt werden können, haben sie ihr Ergebnis schon nach gut einer Stunde“, berichtet Miekley. „Zusammen mit Maskenpflicht und Abstandsregel sorgen wir so für größtmögliche Sicherheit der Teilnehmenden.“

      Auch wenn die maximale Zahl der Besucherinnen und Besucher in diesen Tagen erreicht sein wird, muss niemand auf etwas verzichten. Im Gegenteil: Interessierte können digital beim Kongress dabei sein, denn alle 92 Kongressveranstaltungen werden auch online angeboten. Guido Pschollkowski, Geschäftsführer der WISO S. E. Consulting GmbH: „Wir setzen auf die Kombination aus Präsenz-, Hybrid- und Onlinekongress.“

      Anmeldung zum Kongress: https://www.hauptstadtkongress.de/teilnahme.html
      Pressekontakt: https://www.hauptstadtkongress.de/medien.html

      Pressefotos (für journalistische Berichterstattung kostenlos) finden Sie auf unserem Flickr-Account.
      Weitere Infos finden Sie unter: www.hauptstadtkongress.de

      Sie können uns auch in den Sozialen Netzwerken Twitter und LinkedIn folgen.

      Pressekontakt:
      Eugenie Ankowitsch
      pressewiso-consulting.de | @HSK_Berlin
      Tel.: 030 2639249-17, Fax: 030 2639249-10
      WISO S. E. Consulting GmbH - Nymphenburger Str. 9 - 10825 Berlin
      www.wiso-consulting.de

      WISO S. E. Consulting GmbH, Nymphenburger Straße 9, 10825 Berlin
      Geschäftsführung: Fabian Kaufmann, Claudia Küng, Falk H. Miekley, Guido Pschollkowski
      Sitz / Registergericht: Berlin / AG Charlottenburg. HRB 84520

    • 17.06.2020 - HSK Digital | Spahn beim Hauptstadtkongress Digital: Über 6 Millionen Downloads der Corona-App in 30 Stunden

      Berlin, 17. Juni2020 - Die Corona-App ist innerhalb der ersten 30 Stunden seit ihrer Veröffentlichung 6,5 Millionen Mal heruntergeladen worden. Die sei „über den Erwartungen“ erklärte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn heute bei Hauptstadtkongress Digital, dem Online-Format des größten deutschen gesundheitspolitischen Kongresses. „Das freut mich sehr“, erklärte der Minister in einer Live-Schaltung per Video-Stream, „das sind sechs Millionen Gründe, warum es dieses Virus jetzt schwerer hat sich auszubreiten.“ „Aber natürlich wollen wir die Zahlen noch weiter erhöhen“, so Spahn weiter.

      Ausschlaggebend sei, dass die App es erlaube, anonyme eventuelle Kontakte mit Infizierten nachzuvollziehen. Bei der Entwicklung der App hätten, so Spahn, Google und Apple etwas von deutschen Ingenieuren gelernt. Es sei „nicht die erste App, aber mit Sicherheit eine der besten, wenn nicht die Beste. Das ist schon ein ziemlich gutes Produkt“.

      Minister Spahn erläuterte, dass Deutschland mit der EU-Kommission im Gespräch sei, um eine „europäische Schnittstelle“ für die verschiedenartigen Apps zu schaffen, so dass Daten über Kontakte zu Infizierten auch zwischen den Apps der europäischen Länder ausgetauscht werden können. Spahn verwies darauf, dass beispielsweise Frankreich Daten anders als die deutsche App zentral speichere.

      Spahn kritisierte darüber hinaus, dass die finanzielle Lage der Krankenkassen gegenwärtig falsch dargestellt werde, denn die Menschen gingen nicht zum Arzt und die Kassen müssten auch weniger Krankenhausbehandlungen bezahlen. „Das machen selbst ein paar Tests, die man jetzt zusätzlich bezahlen muss, nicht wett“, hob Spahn hervor.

      Dem Auftakt der Veranstaltungsreihe Hauptstadtkongress Digital folgten am Mittwoch Vormittag fast 2.500 Zuschauer aus dem gesamten deutschen Gesundheitswesen.

      Bildmaterial von der heutigen Ausgabe von Hauptstadtkongress Digital (für Medien frei verwendbar) unter:

      https://www.flickr.com/photos/132608219@N03/sets/72157714751047173/

    • 19.05.2020 - HSK Digital | Neu: Hauptstadtkongress Digital! – mit Minister Spahn

      Hauptstadtkongress digital - 17. Juni 2020 von 11:00 bis  ca. 12:45 Uhr

      Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit, mit über 8.000 Teilnehmern die jährliche Leitveranstaltung der Branche, startet nun als Add-on ab Juni auch einen digitalen Ableger. Der „Hauptstadtkongress digital“ wird künftig mehrmals im Jahr den gesundheitspolitischen Diskurs online abbilden – mit Podiumsveranstaltungen, die per Video gestreamt werden, aber auch mit Webinaren zu einzelnen Themen. Die Online-Events der Reihe werden üblicherweise jeweils 1 bis zu 2 Stunden dauern.

      „Natürlich bleibt es bei unserem jährlich stattfindenden Präsenz-Kongress im Berliner CityCube, der in diesem Jahr leider verschoben werden musste“, begründen die Kongressleiterin Dr. Ingrid Völker und der Kongresspräsident Ulf Fink die Pläne, „aber das Gesundheitswesen ist längst auch digital intensiv vernetzt und diskutiert viele gesundheitspolitische Themen online, noch bevor diese in Medien und Öffentlichkeit überhaupt richtig wahrgenommen werden. Hierfür wollen wir als etablierte Marke künftig eine starke Plattform anbieten.“

      In der Auftaktveranstaltung von „Hauptstadtkongress digital“ geht es insbesondere um die Auswirkungen und Konsequenzen der COVID19-Pandemie auf Krankenhäuser, Medizin, Pflege, Gesundheitsversorgung und Gesundheitswirtschaft.

      Bundesgesundheitsminister Jens Spahn stellt sich im Live-Interview kritischen Fragen: Wie soll das Gesundheitswesen mit der nun besonders hohen Belastung von Ärzten und Pflegekräften umgehen? Wie kann der Staat die Vorhaltung und Verfügbarkeit kritischer Güter, wie etwa Schutzkleidung, sicherstellen? Welche Möglichkeiten haben wir zur Verringerung der Abhängigkeit von internationalen Lieferketten bei kritischen Produkten, wie etwa Arzneimitteln? Wie steht es um die Durchgriffsrechte des Staates? Und nicht zuletzt: Wie ist eine bessere Ausstattung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes sicherzustellen – damit Infektionsraten niedrig gehalten werden können?

      Namhafte Praktiker aus dem Gesundheitswesen diskutieren anschließend das Thema „Die Krise als Innovationstreiber: Zeitenwende im Gesundheitswesen?“: Dr. Gerald Gaß, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Dr. Martina Wenker, Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen, Vera Lux, ehemalige Pflegedirektorin der Uniklinik Köln, Prof. Dr. Axel Ekkernkamp, Chef des Unfallkrankenhauses Berlin, und der Gesundheitsunternehmer Prof. Heinz Lohmann. Wie nachhaltig wird der durch die Corona-Pandemie erzeugte Schub für digitale Medizin und Kommunikation im Gesundheitssektor sein? Wird Deutschland, das im internationalen Vergleich der Digitalisierung des Gesundheitswesens zurückliegt, nun aufholen?

      Die Auftaktveranstaltung der Reihe „Hauptstadtkongress digital“ wird am 17. Juni 2020 von 11:00 bis 12:30 Uhr live als Videostream übertragen. Für den kostenlosen Empfang ist eine vorab auf der Website des Hauptstadtkongresses vorzunehmende Registrierung erforderlich.

      Registrierung unter:

      https://www.hauptstadtkongress.de/hsk-digital

    • 21.04.2020 - Hauptstadtkongress kann im Juni 2020 nicht stattfinden

      Der für 17. bis 19. Juni 2020 geplante Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit kann als Präsenzveranstaltung nicht stattfinden. Hintergrund ist der am 15. April von Bundesregierung und Regierungschefs der Länder gefasste Beschluss zur Eindämmung der Corona-Pandemie, nach dem Großveranstaltungen „mindestens bis zum 31. August 2020 untersagt“ sind.

      Es wird geprüft, ob der Kongress zu einem späteren Zeitpunkt ohne gesundheitliche Risiken für die Teilnehmer möglich sein wird.

      Zum ursprünglich vorgesehenen Kongresstermin im Juni wird es als Add-on ein neues, digitales Format geben: „Hauptstadtkongress Spezial 2020“. Die Kick-off-Veranstaltung wird am Vormittag des 17. Juni 2020 stattfinden - also zum Zeitpunkt der ursprünglich geplanten Eröffnungsveranstaltung des Hauptstadtkongresses 2020.

      Über dieses digitale Format sowie alle weiteren wichtigen Fragen zum größten gesundheitspolitischen Event Deutschlands informiert laufend der Newsletter des Hauptstadtkongresses. Er kann abonniert werden unter:

      www.hauptstadtkongress.de/newsletter

        
      Weitere Infos finden Sie laufend unter: www.hauptstadtkongress.de

      Sie können uns auch in den Sozialen Netzwerken Facebook und Twitter folgen.

    • 23.05.2019 - Hauptstadtkongress: Bahnbrechende Forschungsergebnisse – aber Datenschutz kann Gordischer Knoten für medizinischen Fortschritt sein

      Wissenschaftler haben auf dem heute zu Ende gehenden Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit zahlreiche bahnbrechende Forschungsergebnisse präsentiert und zugleich gewarnt, dass ein falscher Umgang mit Datenschutz den medizinischen Fortschritt behindern und somit viele Menschenleben kosten könnte.

      Bereits in der Eröffnungsveranstaltung des Kongresses zeigte Prof. Dr. Roland Eils vom BIH-Zentrum für Digitale Gesundheit, wie Genomsequenzierung einzelner Patienten die Heilungschancen bei Krebs drastisch erhöhen könnte, weil sich die Wirksamkeit bestimmter Krebsmedikamente durch Vergleich mit großen Datenmengen möglichst vieler anderer Patienten immer besser vorhersagen lässt. Eils kritisierte, dass im deutschen Gesundheitswesen für derartige Präzisionsmedizin zu wenig Daten zur Verfügung stünden: „Ich würde behaupten, dass ein überzogener Datenschutz jetzt und hier in Deutschland Leben gefährdet.“

      Auch etwa 20.000 Todesfälle pro Jahr wegen einer Sepsis wären mit Big-Data-basierten Softwaresystemen zur Entscheidungsunterstützung in Deutschland vermeidbar. Daran forscht derzeit der Bochumer Intensivmediziner Prof. Dr. med. Michael Adamzik, der sein Projekt ebenfalls auf dem Hauptstadtkongress vorstellte. Auch dafür sind umfangreiche Big-Data-Erhebungen notwendig, die in Deutschland bislang nicht existieren.

      Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ging am Nachmittag nach drei Tagen zu Ende. Zu der Leitveranstaltung von Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft kamen rund 8.500 Teilnehmer in den Berliner CityCube. Das Kongressmotto lautete in diesem Jahr: „Gesundheitspolitik, Gesundheitsversorgung, Gesundheitsberufe in Zeiten des digitalen Wandels“. Eröffnet wurde der Kongress von Gesundheitsminister Jens Spahn.

      An den drei Kongresstagen kam in rund 150 Einzelveranstaltungen mit etwa 600 Referenten das gesamte Themenspektrum des deutschen Gesundheitswesens zur Sprache. Besondere Aufmerksamkeit der Kongressbesucher, aber auch der Medien hatten dabei die ungelösten strukturellen Probleme des Gesundheitssektors.

      So zeigte der auf dem Kongress der Öffentlichkeit vorgestellte Krankenhaus Rating Report 2019, dass es Deutschland Krankenhäusern wieder schlechter geht. "Die Reformen der Vergangenheit waren rein symptomatisch und haben keine moderne und nachhaltige Krankenhausstruktur entstehen lassen", so Dr. Sebastian Krolop, einer der Autoren des vom RWI herausgegeben Reports. Nunmehr befinden sich 12 Prozent der Krankenhäuser in erhöhter Insolvenzgefahr, ohne dass klar ist, wie sich der Krankenhausmarkt künftig strukturieren sollte.

      Auch die Krankenhausvergütung steht nach Ansicht von Fachleuten vor ungelösten Problemen: Die Herausnahme der Pflege aus dem Fallpauschalensystem könnte zu einem Bumerang im Hinblick auf Kosten und Qualität werden, wie sich in einer von dreihundert Teilnehmern besuchten Kongresssession zeigte. Der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum, wies darauf hin, dass bisher völlig unklar sei, was „Pflege am Bett“ bedeute – was also künftig der Fallpauschale zuzurechnen wäre und was der Pflege. Andrea Lemke, Präsidiumsmitglied des Deutschen Pflegerats, erklärte, dass ein verbessertes Fallpauschalensystem, das die Pflege angemessen einbeziehe, der jetzt vorgesehenen Herausnahme vorzuziehen sei und zeigte sich in diesem Punkte mit der Deutschen Krankenhausgesellschaft einig.

      Zu den großen Konfliktfeldern der deutschen Gesundheitspolitik, die auf dem Hauptstadtkongress thematisiert wurden, gehört auch der morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich. Der Streit zwischen AOKn einerseits und Ersatz-, Betriebs- und Innungskrankenkassen andererseits wurde auf dem Hauptstadtkongress kontrovers ausgetragen.

      Der nächste Hauptstadtkongress findet vom 17. bis 19. Juni 2020 statt.

        
      Weitere Infos finden Sie laufend unter: www.hauptstadtkongress.de

      Sie können uns auch in den Sozialen Netzwerken Facebook und Twitter folgen.

    • 22.05.2019 - Krankenhaus Rating Report 2019: Deutschen Krankenhäusern geht es wieder schlechter

      Die wirtschaftliche Lage deutscher Krankenhäuser war im Jahr 2017 schlechter als im Vorjahr. 12 Prozent lagen im „roten Bereich“ mit erhöhter Insolvenzgefahr. Auch ihre Ertragslage hat sich verschlechtert, wohl auch aufgrund der erstmals gesunkenen Anzahl stationärer Fälle. Der damit zusammenhängende Handlungsdruck dürfte im nächsten Jahrzehnt weiter steigen. Es ist an der Zeit, statt der bestehenden ambulanten und stationären Vergütungssysteme ganzheitliche Vergütungsmodelle anzustreben. Der eingeschlagene Weg in die Selbstkostendeckung ist allerdings ein Irrweg. Zu diesen und vielen weiteren Ergebnissen kommt die fünfzehnte Ausgabe des „Krankenhaus Rating Report“, der im Rahmen des „Hauptstadtkongress 2019 – Medizin und Gesundheit“ in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Er wurde gemeinsam vom RWI, der Institute for Healthcare Business GmbH (hcb) in Kooperation mit Deloitte und der HIMSS erstellt. 
       

      Die wichtigsten Ergebnisse:
       

      Status quo
      Die wirtschaftliche Lage deutscher Krankenhäuser hat sich im Jahr 2017 verschlechtert. 12 Prozent der Krankenhäuser befanden sich im „roten Bereich“ erhöhter Insolvenzgefahr, 81 Prozent im „grünen Bereich“. Im Jahr zuvor lagen noch 7 Prozent im „roten Bereich“ und 84 Prozent im „grünen Bereich“. Die Ertragslage hat sich 2017 ebenfalls verschlechtert: 28 Prozent der Krankenhäuser schrieben auf Konzernebene einen Jahresverlust, 2016 waren es nur 13 Prozent.  
      Ausschlaggebend für die schlechtere wirtschaftliche Lage dürfte u.a. der Rückgang der stationären Fallzahl im Jahr 2017 um 0,5 Prozent gewesen sein. Gründe hierfür sind wohl u.a. die zunehmende Ambulantisierung, der Personalmangel, ein bereits hoher Sättigungsgrad bei u.a. kardiologischen und orthopädischen Leistungen und intensivere MDK-Prüfungen. 
      Große Krankenhäuser haben typischerweise ein besseres Rating als kleine, auch ein hoher Grad an Spezialisierung beeinflusst das Rating positiv. Kliniken in freigemeinnütziger und privater Trägerschaft schneiden besser ab als öffentlich-rechtliche Kliniken.
      Die Krankenhausstrukturen sind nach wie vor in vielen Regionen ungünstig, insbesondere durch hohe Standortdichte, viele kleine Einheiten und eine geringe Spezialisierung. Am schlechtesten fällt das Rating in Niedersachsen/Bremen, Bayern, Hessen und Baden-Württemberg aus, signifikant besser in Ost-Deutschland.  
       

      Investitionen
      Der Strukturfonds erreicht im Wesentlichen seine Ziele, die Mittel des Strukturfonds reichen jedoch nicht aus, um in Deutschland eine optimale Struktur der Krankenhäuser zu erreichen. 
      Insofern sind seine Aufstockung und Fortführung sinnvoll. Er hat jedoch Verbesserungspotenzial. So wäre es ordnungspolitisch richtig, dafür Steuermittel statt Mittel aus dem Gesundheitsfonds einzusetzen. Zudem ließe sich durch wettbewerbliche Elemente eine effizientere Verteilung der knappen Fondsmittel erreichen. 
       

      Personal
      Bei Fortschreibung des Status quo ist bis zum Jahr 2030 eine Nachfrage nach Fachkräften im Gesundheits- und Sozialwesen in Höhe von 4,9 Millionen Vollkräften zu erwarten. Dem stünde ein Arbeitsangebot von 3,6 Millionen Vollkräften gegenüber.
      Um diese Diskrepanz zu schließen, sollte u.a. die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen gedämpft und die hohe Teilzeitquote im Gesundheits- und Sozialwesen sowie die steigende Zahl an Frühverrentungen in der Gesamtwirtschaft reduziert werden. 
      Darüber hinaus muss der Pflegeberuf attraktiver werden. Dazu müssen die Pflegeprofession mehr Verantwortung bekommen und die Pflegenden mit erweiterten Kompetenzen ausgestattet werden. Langfristig sollten außerdem moderne Technik wie Robotikassistenz und künstliche Intelligenz das Personal im Gesundheitswesen entlasten. 
      Zudem könnte der Fachkräftemangel durch qualifizierte Zuwanderung gemindert werden. Über besonders großes Migrationspotenzial verfügen Asien, Südamerika und teilweise Osteuropa. Dabei geht es nicht nur darum, dass Deutschland die ausländischen Pflegefachkräfte anerkennt, sondern auch darum, dass diese das Jobprofil in Deutschland anerkennen.
       

      Projektion

      Die Ambulantisierung der Medizin dürfte sich beschleunigen. Kurz- und mittelfristig ist kein großes Wachstum der stationären Fallzahl zu erwarten. Langfristig dürfte sie aufgrund der demografischen Entwicklung trotzdem weiter zunehmen, bis zum Jahr 2025 um etwa 5 Prozent. 
      Bei Fortschreibung des Status quo, einer weiterhin hohen Grundlohnrate und einem Wachstum der Löhne wie in der Vergangenheit würde der Anteil der Krankenhäuser im roten Rating-Bereich bis 2025 moderat auf 18 Prozent steigen. Geht man dagegen künftig von einem deutlich geringeren Wachstum der Fallzahlen aus, von einer sinkenden Grundlohnrate und von stark steigenden Löhnen, befänden sich 2025 40 Prozent der Krankenhäuser im roten Rating-Bereich. Würden in diesem Szenario eine Optimierung der Krankenhausstrukturen, Produktivitätsverbesserungen der Krankenhäuser – insbesondere im Zuge einer stärkeren Digitalisierung – und die Ambulantisierung der Medizin vorangetrieben, könnten 2025 demgegenüber nur 21 Prozent der Kliniken im roten Rating-Bereich liegen.
       

      Vergütung
      Eine der zentralen Reformbaustellen ist die Veränderung der Vergütungssysteme im Gesundheitswesen. Der jetzt eingeschlagene Weg in die Selbstkostendeckung ist ein Irrweg. Ziel muss vielmehr sein, eine längst überfällige sektorenübergreifende Versorgung und eine stärkere Ambulantisierung der Medizin zu erreichen. Hierzu könnten in so genannten Capitationmodellen für definierte Regionen morbiditätsorientierte Regionalbudgets festgelegt werden, die mindestens die ambulante und stationäre Akutversorgung abdecken. Die Leistungserbringer der Region entscheiden dann eigenständig darüber, wie sie das Regionalbudget einsetzen. Die Bevölkerung kann Leistungserbringer anderer Regionen aufsuchen, falls sie mit der lokalen Versorgung unzufrieden ist. 
       

      Zudem gilt es, die unternehmerischen Handlungsfreiheiten auszuweiten und die Innovationsoffenheit im Gesundheitswesen zu stärken. Statt zunehmender Regulierung könnte beispielsweise durch Capitationmodelle die Verantwortung für die Gesundheitsversorgung auf lokale Akteure übertragen werden. Krankenhäuser würden sich so hin zu Gesundheitsunternehmen entwickeln, die die Gesamtverantwortung für die Gesundheit der Bevölkerung in ihren Regionen übernehmen.

      „Wir brauchen neue sektorenübergreifende Vergütungsmodelle“, sagt RWI-Gesundheitsexperte Boris Augurzky. „Zudem muss die bestehende Lücke bei der Investitionsfinanzierung der Krankenhäuser geschlossen werden, idealerweise mit Investitionen in nachhaltige Krankenhausstrukturen“, so Augurzky. „Ohne Digitalisierung und Zuwanderung ist der Fachkräftebedarf im deutschen Gesundheitswesen nicht zu decken“, ergänzt Sebastian Krolop (HIMSS, Healthcare Information and Management Systems Society).
       

       
      Datengrundlage des „Krankenhaus Rating Report 2019“ sind 466 Jahresabschlüsse von Krankenhäusern aus dem Jahr 2016 und 84 aus dem Jahr 2017. Sie umfassen insgesamt 877 Krankenhäuser mit einem am Umsatz gemessenen Marktanteil von 70%.
       

    • 21.05.2019 - Spahn zur Patientenakte: Die Hoheit liegt beim Patienten

      Berlin, 21. Mai 2019 - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Kritik an seinen Plänen für die elektronische Patientenakte zurückgewiesen. Spahn bestätigte in seiner Eröffnungsrede auf dem Hauptstadtkongress in Berlin, was Medien zuvor berichtet hatten: Zunächst, so Spahn, könne man ab 2021 noch nicht für jeden Arzt individuell festlegen, welche Inhalte der Patientenakte zur Ansicht freigegeben sind. „Ja, das ist wünschenswert, ja, da wollen wir auch hin, aber das klappt im ersten Schritt noch nicht. Aber im Rahmen dessen, was ich gerade beschrieben habe, ist die Hoheit beim Patienten“, so der Minister. Er wäre dankbar, fügte Spahn hinzu, „wenn diejenigen Gesellschafter der Gematik, die im Dezember einstimmig genau das beschlossen haben, was jetzt in den Medien kritisiert wird, nicht auf Twitter jetzt den Minister kritisieren würden, sondern stehen würden zu dem, was sie einstimmig beschlossen haben.“

      Spahn verteidigte erneut das Tempo, mit dem er die Einführung der elektronischen Patientenakte vorantreibe. Unter Verweis auf niedrigere Datenschutzniveaus in anderen Ländern betonte der Minister: „Ich möchte einfach nicht warten, bis das alles irgendwie kommt – aus USA oder, noch viel problematischer, aus China.“

      Energisch plädierte Spahn für die Einführung einer Pflicht zur Masernimpfung in Krankenhäusern, Kitas und Schulen. Er sei gerade auf der Weltgesundheitsversammlung in Genf gewesen. „Dass das Ausrotten bestimmter Infektionskrankheiten wie der Masern auf der Welt an Europa und an Deutschland scheitert, das kann und darf nicht sein.“

      Schwerpunktthema beim diesjährigen Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit sind die weitreichenden Veränderungen, die der digitale Wandel in Gesundheitspolitik, Gesundheitsversorgung und Gesundheitsberufen auszulösen begonnen hat.

      Ebenfalls in der Eröffnungsveranstaltung stellte ein renommierter deutscher Spitzenforscher seine Arbeit vor: Prof. Dr. Roland Eils, Gründungsdirektor des BIH-Zentrums für Digitale Gesundheit des Berlin Institute of Health und Professor an der Berliner Charité, beschäftigt sich damit, Genomsequenzierung aus der Grundlagenforschung zum Patienten zu bringen. Ziel ist es, für immer mehr Patienten die Wirksamkeit bestimmter Krebsmedikamente vorhersagen zu können. Eils setzt dazu Methoden der künstlichen Intelligenz und der Big-Data-Analytik ein. Eils beklagte den Rückstand des Deutschen Gesundheitswesens in Sachen der Verfügbarkeit digitaler Daten: „Ich würde behaupten, dass ein überzogener Datenschutz jetzt und hier in Deutschland Leben gefährdet.“

      Einer der weltweit führenden Neurowissenschaftler, Prof. Dr. Tobias Moser, präsentierte seine bahnbrechenden Forschungsarbeiten bei der Bekämpfung von Schwerhörigkeit. Moser entwickelt optogenetisch arbeitende Chochlea-Implantate, die die Hörnerven nicht wie bisher mit elektrischen Impulsen, sondern mit Licht ansprechen. Dazu werden die Nervenzellen zunächst auf gentechnischem Wege lichtempfindlich gemacht.

      Der Hauptstadtkongress wird sich an den kommenden drei Tagen das ganze Spektrum gesundheitspolitischer Themen vornehmen. Darunter: die Fachkräftelücke, der Pflegenotstand, die Debatte um die Gemeinsame Selbstverwaltung, die Finanzierung onkologischer Innovationen, das DRG-System und der Morbi-RSA.

Pressekontakt

WISO S.E. Consulting GmbH

Tel.: +49 (0)30 26 39 24 917
Fax: +49 (0)30 26 39 24 910
E-Mail: presse@wiso-consulting.de

Akkreditierung

Die WISO S.E. Consulting GmbH als Veranstalterin des Hauptstadtkongresses Medizin und Gesundheit bietet Journalistinnen und Journalisten die Möglichkeit einer kostenlosen Akkreditierung. Diese dient ausschließlich der journalistischen Berichterstattung vom Kongress.

Akkreditiert werden kann, wer laut Impressum Mitglied einer journalistischen Redaktion ist oder eine schriftliche Bestätigung einer journalistischen Redaktion vorweist, die ihre/seine regelmäßige Mitarbeit und den Auftrag zur Kongress-Berichterstattung bestätigt oder wer veröffentlichte und namentlich gekennzeichnete journalistische Beiträge aus den letzten sechs Monaten zu Gesundheitsthemen vorweist.

Wir bitten außerdem um eine Kopie des aktuellen Presseausweises folgender Institutionen, die Presseausweise nur an hauptberufliche Journalisten ausgeben: DJV, dju, BDZV, VDZ oder Freelens. Korrespondenten aus dem Ausland bitten wir um eine schriftliche Auftragsbestätigung ihrer Redaktion und die Vorlage eines Mitgliedsausweises einer anerkannten Organisation ausländischer Pressevertreter (z.B. Verein der ausländischen Presse).

Ihren Akkreditierungswunsch richten Sie bitte an folgende E-Mail-Adresse (Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mail):

presse@wiso-consulting.de
Fax: +49 (0)30 26 39 249 10

Eine Akkreditierung berechtigt zur kostenlosen Teilnahme am Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit. Die entsprechenden Unterlagen (Kongressunterlagen, sowie Eintrittskarte) erhalten Sie ab dem ersten Kongresstag direkt vor Ort.

Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit, sich vor Ort gegen Vorlage einer entsprechenden Legitimation (siehe oben) zu akkreditieren. Einfacher und schneller für beide Seiten ist aber eine Vorab-Akkreditierung.

Ein Rechtsanspruch auf Akkreditierung besteht nicht. Die Veranstalterin behält sich grundsätzlich vor, ein Akkreditierungsgesuch abzulehnen. Bei Ablehnung einer Akkreditierung verbleibt selbstverständlich die Möglichkeit, über den Kauf einer Eintrittskarte beim Kongress dabei zu sein.

Nicht akkreditiert werden:

  • Personen, die keine journalistische Legitimation besitzen,
  • Personen, die lediglich Sendemöglichkeiten eines Offenen Kanals nutzen,
  • Deutsche mit Wohnsitz in Deutschland, die einen ausländischen Presseausweis vorlegen (z.B. Universal Press, USA etc.),
  • Personen, die laut Impressum nicht zur Redaktion gehören (z.B. Marketing- oder Anzeigenleiter) sowie
  • Personen mit ungültigem Presseausweis.

Auch Blogger können eine Akkreditierung in Anspruch nehmen, sofern sie vorhaben unmittelbar über den Kongress oder einzelne seiner Veranstaltungen zu berichten. Voraussetzung für die Akkreditierung ist jedoch eine entsprechend hohe journalistische Relevanz des Blogs (beispielsweise aufgrund hoher Reichweite). Um diesbezüglich eine sorgfältige Einzelfallprüfung zu ermöglichen, kann die Akkreditierung von Bloggern nur vorab erfolgen, eine Akkreditierung vor Ort ist für Blogger grundsätzlich ausgeschlossen.

Pressekontakt
Ralf-Thomas Hillebrand
WISO S. E. Consulting GmbH
Nymphenburger Str. 9
10285 Berlin

Tel.: +49 (0)30 26 39 24 917
Fax: +49 (0)30 26 39 24 910
pressewiso-gruppe.de

Social Media

Folgen Sie dem Kongress

Beteiligen Sie sich an den Diskussionen rund um den Hauptstadtkongress und seine Veranstaltungen. Verwenden Sie dafür das Hashtag #HSK21.

Eine Veranstaltung ist besonders interessant? Sie möchten ein Thema online weiterdiskutieren? Sie haben interessante Gesprächspartner kennengelernt? Teilen Sie Ihre Eindrücke mit der Community. Und nicht vergessen: Markieren Sie Ihre Tweets mit #HSK21.