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    • 17.06.2020 - HSK Digital | Spahn beim Hauptstadtkongress Digital: Über 6 Millionen Downloads der Corona-App in 30 Stunden

      Berlin, 17. Juni2020 - Die Corona-App ist innerhalb der ersten 30 Stunden seit ihrer Veröffentlichung 6,5 Millionen Mal heruntergeladen worden. Die sei „über den Erwartungen“ erklärte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn heute bei Hauptstadtkongress Digital, dem Online-Format des größten deutschen gesundheitspolitischen Kongresses. „Das freut mich sehr“, erklärte der Minister in einer Live-Schaltung per Video-Stream, „das sind sechs Millionen Gründe, warum es dieses Virus jetzt schwerer hat sich auszubreiten.“ „Aber natürlich wollen wir die Zahlen noch weiter erhöhen“, so Spahn weiter.

      Ausschlaggebend sei, dass die App es erlaube, anonyme eventuelle Kontakte mit Infizierten nachzuvollziehen. Bei der Entwicklung der App hätten, so Spahn, Google und Apple etwas von deutschen Ingenieuren gelernt. Es sei „nicht die erste App, aber mit Sicherheit eine der besten, wenn nicht die Beste. Das ist schon ein ziemlich gutes Produkt“.

      Minister Spahn erläuterte, dass Deutschland mit der EU-Kommission im Gespräch sei, um eine „europäische Schnittstelle“ für die verschiedenartigen Apps zu schaffen, so dass Daten über Kontakte zu Infizierten auch zwischen den Apps der europäischen Länder ausgetauscht werden können. Spahn verwies darauf, dass beispielsweise Frankreich Daten anders als die deutsche App zentral speichere.

      Spahn kritisierte darüber hinaus, dass die finanzielle Lage der Krankenkassen gegenwärtig falsch dargestellt werde, denn die Menschen gingen nicht zum Arzt und die Kassen müssten auch weniger Krankenhausbehandlungen bezahlen. „Das machen selbst ein paar Tests, die man jetzt zusätzlich bezahlen muss, nicht wett“, hob Spahn hervor.

      Dem Auftakt der Veranstaltungsreihe Hauptstadtkongress Digital folgten am Mittwoch Vormittag fast 2.500 Zuschauer aus dem gesamten deutschen Gesundheitswesen.

      Bildmaterial von der heutigen Ausgabe von Hauptstadtkongress Digital (für Medien frei verwendbar) unter:

      https://www.flickr.com/photos/132608219@N03/sets/72157714751047173/

    • 19.05.2020 - HSK Digital | Neu: Hauptstadtkongress Digital! – mit Minister Spahn

      Hauptstadtkongress digital - 17. Juni 2020 von 11:00 bis  ca. 12:45 Uhr

      Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit, mit über 8.000 Teilnehmern die jährliche Leitveranstaltung der Branche, startet nun als Add-on ab Juni auch einen digitalen Ableger. Der „Hauptstadtkongress digital“ wird künftig mehrmals im Jahr den gesundheitspolitischen Diskurs online abbilden – mit Podiumsveranstaltungen, die per Video gestreamt werden, aber auch mit Webinaren zu einzelnen Themen. Die Online-Events der Reihe werden üblicherweise jeweils 1 bis zu 2 Stunden dauern.

      „Natürlich bleibt es bei unserem jährlich stattfindenden Präsenz-Kongress im Berliner CityCube, der in diesem Jahr leider verschoben werden musste“, begründen die Kongressleiterin Dr. Ingrid Völker und der Kongresspräsident Ulf Fink die Pläne, „aber das Gesundheitswesen ist längst auch digital intensiv vernetzt und diskutiert viele gesundheitspolitische Themen online, noch bevor diese in Medien und Öffentlichkeit überhaupt richtig wahrgenommen werden. Hierfür wollen wir als etablierte Marke künftig eine starke Plattform anbieten.“

      In der Auftaktveranstaltung von „Hauptstadtkongress digital“ geht es insbesondere um die Auswirkungen und Konsequenzen der COVID19-Pandemie auf Krankenhäuser, Medizin, Pflege, Gesundheitsversorgung und Gesundheitswirtschaft.

      Bundesgesundheitsminister Jens Spahn stellt sich im Live-Interview kritischen Fragen: Wie soll das Gesundheitswesen mit der nun besonders hohen Belastung von Ärzten und Pflegekräften umgehen? Wie kann der Staat die Vorhaltung und Verfügbarkeit kritischer Güter, wie etwa Schutzkleidung, sicherstellen? Welche Möglichkeiten haben wir zur Verringerung der Abhängigkeit von internationalen Lieferketten bei kritischen Produkten, wie etwa Arzneimitteln? Wie steht es um die Durchgriffsrechte des Staates? Und nicht zuletzt: Wie ist eine bessere Ausstattung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes sicherzustellen – damit Infektionsraten niedrig gehalten werden können?

      Namhafte Praktiker aus dem Gesundheitswesen diskutieren anschließend das Thema „Die Krise als Innovationstreiber: Zeitenwende im Gesundheitswesen?“: Dr. Gerald Gaß, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Dr. Martina Wenker, Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen, Vera Lux, ehemalige Pflegedirektorin der Uniklinik Köln, Prof. Dr. Axel Ekkernkamp, Chef des Unfallkrankenhauses Berlin, und der Gesundheitsunternehmer Prof. Heinz Lohmann. Wie nachhaltig wird der durch die Corona-Pandemie erzeugte Schub für digitale Medizin und Kommunikation im Gesundheitssektor sein? Wird Deutschland, das im internationalen Vergleich der Digitalisierung des Gesundheitswesens zurückliegt, nun aufholen?

      Die Auftaktveranstaltung der Reihe „Hauptstadtkongress digital“ wird am 17. Juni 2020 von 11:00 bis 12:30 Uhr live als Videostream übertragen. Für den kostenlosen Empfang ist eine vorab auf der Website des Hauptstadtkongresses vorzunehmende Registrierung erforderlich.

      Registrierung unter:

      https://www.hauptstadtkongress.de/hsk-digital

    • 21.04.2020 - Hauptstadtkongress kann im Juni 2020 nicht stattfinden

      Der für 17. bis 19. Juni 2020 geplante Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit kann als Präsenzveranstaltung nicht stattfinden. Hintergrund ist der am 15. April von Bundesregierung und Regierungschefs der Länder gefasste Beschluss zur Eindämmung der Corona-Pandemie, nach dem Großveranstaltungen „mindestens bis zum 31. August 2020 untersagt“ sind.

      Es wird geprüft, ob der Kongress zu einem späteren Zeitpunkt ohne gesundheitliche Risiken für die Teilnehmer möglich sein wird.

      Zum ursprünglich vorgesehenen Kongresstermin im Juni wird es als Add-on ein neues, digitales Format geben: „Hauptstadtkongress Spezial 2020“. Die Kick-off-Veranstaltung wird am Vormittag des 17. Juni 2020 stattfinden - also zum Zeitpunkt der ursprünglich geplanten Eröffnungsveranstaltung des Hauptstadtkongresses 2020.

      Über dieses digitale Format sowie alle weiteren wichtigen Fragen zum größten gesundheitspolitischen Event Deutschlands informiert laufend der Newsletter des Hauptstadtkongresses. Er kann abonniert werden unter:

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    • 23.05.2019 - Hauptstadtkongress: Bahnbrechende Forschungsergebnisse – aber Datenschutz kann Gordischer Knoten für medizinischen Fortschritt sein

      Wissenschaftler haben auf dem heute zu Ende gehenden Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit zahlreiche bahnbrechende Forschungsergebnisse präsentiert und zugleich gewarnt, dass ein falscher Umgang mit Datenschutz den medizinischen Fortschritt behindern und somit viele Menschenleben kosten könnte.

      Bereits in der Eröffnungsveranstaltung des Kongresses zeigte Prof. Dr. Roland Eils vom BIH-Zentrum für Digitale Gesundheit, wie Genomsequenzierung einzelner Patienten die Heilungschancen bei Krebs drastisch erhöhen könnte, weil sich die Wirksamkeit bestimmter Krebsmedikamente durch Vergleich mit großen Datenmengen möglichst vieler anderer Patienten immer besser vorhersagen lässt. Eils kritisierte, dass im deutschen Gesundheitswesen für derartige Präzisionsmedizin zu wenig Daten zur Verfügung stünden: „Ich würde behaupten, dass ein überzogener Datenschutz jetzt und hier in Deutschland Leben gefährdet.“

      Auch etwa 20.000 Todesfälle pro Jahr wegen einer Sepsis wären mit Big-Data-basierten Softwaresystemen zur Entscheidungsunterstützung in Deutschland vermeidbar. Daran forscht derzeit der Bochumer Intensivmediziner Prof. Dr. med. Michael Adamzik, der sein Projekt ebenfalls auf dem Hauptstadtkongress vorstellte. Auch dafür sind umfangreiche Big-Data-Erhebungen notwendig, die in Deutschland bislang nicht existieren.

      Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ging am Nachmittag nach drei Tagen zu Ende. Zu der Leitveranstaltung von Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft kamen rund 8.500 Teilnehmer in den Berliner CityCube. Das Kongressmotto lautete in diesem Jahr: „Gesundheitspolitik, Gesundheitsversorgung, Gesundheitsberufe in Zeiten des digitalen Wandels“. Eröffnet wurde der Kongress von Gesundheitsminister Jens Spahn.

      An den drei Kongresstagen kam in rund 150 Einzelveranstaltungen mit etwa 600 Referenten das gesamte Themenspektrum des deutschen Gesundheitswesens zur Sprache. Besondere Aufmerksamkeit der Kongressbesucher, aber auch der Medien hatten dabei die ungelösten strukturellen Probleme des Gesundheitssektors.

      So zeigte der auf dem Kongress der Öffentlichkeit vorgestellte Krankenhaus Rating Report 2019, dass es Deutschland Krankenhäusern wieder schlechter geht. "Die Reformen der Vergangenheit waren rein symptomatisch und haben keine moderne und nachhaltige Krankenhausstruktur entstehen lassen", so Dr. Sebastian Krolop, einer der Autoren des vom RWI herausgegeben Reports. Nunmehr befinden sich 12 Prozent der Krankenhäuser in erhöhter Insolvenzgefahr, ohne dass klar ist, wie sich der Krankenhausmarkt künftig strukturieren sollte.

      Auch die Krankenhausvergütung steht nach Ansicht von Fachleuten vor ungelösten Problemen: Die Herausnahme der Pflege aus dem Fallpauschalensystem könnte zu einem Bumerang im Hinblick auf Kosten und Qualität werden, wie sich in einer von dreihundert Teilnehmern besuchten Kongresssession zeigte. Der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum, wies darauf hin, dass bisher völlig unklar sei, was „Pflege am Bett“ bedeute – was also künftig der Fallpauschale zuzurechnen wäre und was der Pflege. Andrea Lemke, Präsidiumsmitglied des Deutschen Pflegerats, erklärte, dass ein verbessertes Fallpauschalensystem, das die Pflege angemessen einbeziehe, der jetzt vorgesehenen Herausnahme vorzuziehen sei und zeigte sich in diesem Punkte mit der Deutschen Krankenhausgesellschaft einig.

      Zu den großen Konfliktfeldern der deutschen Gesundheitspolitik, die auf dem Hauptstadtkongress thematisiert wurden, gehört auch der morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich. Der Streit zwischen AOKn einerseits und Ersatz-, Betriebs- und Innungskrankenkassen andererseits wurde auf dem Hauptstadtkongress kontrovers ausgetragen.

      Der nächste Hauptstadtkongress findet vom 17. bis 19. Juni 2020 statt.

        
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    • 22.05.2019 - Krankenhaus Rating Report 2019: Deutschen Krankenhäusern geht es wieder schlechter

      Die wirtschaftliche Lage deutscher Krankenhäuser war im Jahr 2017 schlechter als im Vorjahr. 12 Prozent lagen im „roten Bereich“ mit erhöhter Insolvenzgefahr. Auch ihre Ertragslage hat sich verschlechtert, wohl auch aufgrund der erstmals gesunkenen Anzahl stationärer Fälle. Der damit zusammenhängende Handlungsdruck dürfte im nächsten Jahrzehnt weiter steigen. Es ist an der Zeit, statt der bestehenden ambulanten und stationären Vergütungssysteme ganzheitliche Vergütungsmodelle anzustreben. Der eingeschlagene Weg in die Selbstkostendeckung ist allerdings ein Irrweg. Zu diesen und vielen weiteren Ergebnissen kommt die fünfzehnte Ausgabe des „Krankenhaus Rating Report“, der im Rahmen des „Hauptstadtkongress 2019 – Medizin und Gesundheit“ in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Er wurde gemeinsam vom RWI, der Institute for Healthcare Business GmbH (hcb) in Kooperation mit Deloitte und der HIMSS erstellt. 
       

      Die wichtigsten Ergebnisse:
       

      Status quo
      Die wirtschaftliche Lage deutscher Krankenhäuser hat sich im Jahr 2017 verschlechtert. 12 Prozent der Krankenhäuser befanden sich im „roten Bereich“ erhöhter Insolvenzgefahr, 81 Prozent im „grünen Bereich“. Im Jahr zuvor lagen noch 7 Prozent im „roten Bereich“ und 84 Prozent im „grünen Bereich“. Die Ertragslage hat sich 2017 ebenfalls verschlechtert: 28 Prozent der Krankenhäuser schrieben auf Konzernebene einen Jahresverlust, 2016 waren es nur 13 Prozent.  
      Ausschlaggebend für die schlechtere wirtschaftliche Lage dürfte u.a. der Rückgang der stationären Fallzahl im Jahr 2017 um 0,5 Prozent gewesen sein. Gründe hierfür sind wohl u.a. die zunehmende Ambulantisierung, der Personalmangel, ein bereits hoher Sättigungsgrad bei u.a. kardiologischen und orthopädischen Leistungen und intensivere MDK-Prüfungen. 
      Große Krankenhäuser haben typischerweise ein besseres Rating als kleine, auch ein hoher Grad an Spezialisierung beeinflusst das Rating positiv. Kliniken in freigemeinnütziger und privater Trägerschaft schneiden besser ab als öffentlich-rechtliche Kliniken.
      Die Krankenhausstrukturen sind nach wie vor in vielen Regionen ungünstig, insbesondere durch hohe Standortdichte, viele kleine Einheiten und eine geringe Spezialisierung. Am schlechtesten fällt das Rating in Niedersachsen/Bremen, Bayern, Hessen und Baden-Württemberg aus, signifikant besser in Ost-Deutschland.  
       

      Investitionen
      Der Strukturfonds erreicht im Wesentlichen seine Ziele, die Mittel des Strukturfonds reichen jedoch nicht aus, um in Deutschland eine optimale Struktur der Krankenhäuser zu erreichen. 
      Insofern sind seine Aufstockung und Fortführung sinnvoll. Er hat jedoch Verbesserungspotenzial. So wäre es ordnungspolitisch richtig, dafür Steuermittel statt Mittel aus dem Gesundheitsfonds einzusetzen. Zudem ließe sich durch wettbewerbliche Elemente eine effizientere Verteilung der knappen Fondsmittel erreichen. 
       

      Personal
      Bei Fortschreibung des Status quo ist bis zum Jahr 2030 eine Nachfrage nach Fachkräften im Gesundheits- und Sozialwesen in Höhe von 4,9 Millionen Vollkräften zu erwarten. Dem stünde ein Arbeitsangebot von 3,6 Millionen Vollkräften gegenüber.
      Um diese Diskrepanz zu schließen, sollte u.a. die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen gedämpft und die hohe Teilzeitquote im Gesundheits- und Sozialwesen sowie die steigende Zahl an Frühverrentungen in der Gesamtwirtschaft reduziert werden. 
      Darüber hinaus muss der Pflegeberuf attraktiver werden. Dazu müssen die Pflegeprofession mehr Verantwortung bekommen und die Pflegenden mit erweiterten Kompetenzen ausgestattet werden. Langfristig sollten außerdem moderne Technik wie Robotikassistenz und künstliche Intelligenz das Personal im Gesundheitswesen entlasten. 
      Zudem könnte der Fachkräftemangel durch qualifizierte Zuwanderung gemindert werden. Über besonders großes Migrationspotenzial verfügen Asien, Südamerika und teilweise Osteuropa. Dabei geht es nicht nur darum, dass Deutschland die ausländischen Pflegefachkräfte anerkennt, sondern auch darum, dass diese das Jobprofil in Deutschland anerkennen.
       

      Projektion

      Die Ambulantisierung der Medizin dürfte sich beschleunigen. Kurz- und mittelfristig ist kein großes Wachstum der stationären Fallzahl zu erwarten. Langfristig dürfte sie aufgrund der demografischen Entwicklung trotzdem weiter zunehmen, bis zum Jahr 2025 um etwa 5 Prozent. 
      Bei Fortschreibung des Status quo, einer weiterhin hohen Grundlohnrate und einem Wachstum der Löhne wie in der Vergangenheit würde der Anteil der Krankenhäuser im roten Rating-Bereich bis 2025 moderat auf 18 Prozent steigen. Geht man dagegen künftig von einem deutlich geringeren Wachstum der Fallzahlen aus, von einer sinkenden Grundlohnrate und von stark steigenden Löhnen, befänden sich 2025 40 Prozent der Krankenhäuser im roten Rating-Bereich. Würden in diesem Szenario eine Optimierung der Krankenhausstrukturen, Produktivitätsverbesserungen der Krankenhäuser – insbesondere im Zuge einer stärkeren Digitalisierung – und die Ambulantisierung der Medizin vorangetrieben, könnten 2025 demgegenüber nur 21 Prozent der Kliniken im roten Rating-Bereich liegen.
       

      Vergütung
      Eine der zentralen Reformbaustellen ist die Veränderung der Vergütungssysteme im Gesundheitswesen. Der jetzt eingeschlagene Weg in die Selbstkostendeckung ist ein Irrweg. Ziel muss vielmehr sein, eine längst überfällige sektorenübergreifende Versorgung und eine stärkere Ambulantisierung der Medizin zu erreichen. Hierzu könnten in so genannten Capitationmodellen für definierte Regionen morbiditätsorientierte Regionalbudgets festgelegt werden, die mindestens die ambulante und stationäre Akutversorgung abdecken. Die Leistungserbringer der Region entscheiden dann eigenständig darüber, wie sie das Regionalbudget einsetzen. Die Bevölkerung kann Leistungserbringer anderer Regionen aufsuchen, falls sie mit der lokalen Versorgung unzufrieden ist. 
       

      Zudem gilt es, die unternehmerischen Handlungsfreiheiten auszuweiten und die Innovationsoffenheit im Gesundheitswesen zu stärken. Statt zunehmender Regulierung könnte beispielsweise durch Capitationmodelle die Verantwortung für die Gesundheitsversorgung auf lokale Akteure übertragen werden. Krankenhäuser würden sich so hin zu Gesundheitsunternehmen entwickeln, die die Gesamtverantwortung für die Gesundheit der Bevölkerung in ihren Regionen übernehmen.

      „Wir brauchen neue sektorenübergreifende Vergütungsmodelle“, sagt RWI-Gesundheitsexperte Boris Augurzky. „Zudem muss die bestehende Lücke bei der Investitionsfinanzierung der Krankenhäuser geschlossen werden, idealerweise mit Investitionen in nachhaltige Krankenhausstrukturen“, so Augurzky. „Ohne Digitalisierung und Zuwanderung ist der Fachkräftebedarf im deutschen Gesundheitswesen nicht zu decken“, ergänzt Sebastian Krolop (HIMSS, Healthcare Information and Management Systems Society).
       

       
      Datengrundlage des „Krankenhaus Rating Report 2019“ sind 466 Jahresabschlüsse von Krankenhäusern aus dem Jahr 2016 und 84 aus dem Jahr 2017. Sie umfassen insgesamt 877 Krankenhäuser mit einem am Umsatz gemessenen Marktanteil von 70%.
       

    • 21.05.2019 - Spahn zur Patientenakte: Die Hoheit liegt beim Patienten

      Berlin, 21. Mai 2019 - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Kritik an seinen Plänen für die elektronische Patientenakte zurückgewiesen. Spahn bestätigte in seiner Eröffnungsrede auf dem Hauptstadtkongress in Berlin, was Medien zuvor berichtet hatten: Zunächst, so Spahn, könne man ab 2021 noch nicht für jeden Arzt individuell festlegen, welche Inhalte der Patientenakte zur Ansicht freigegeben sind. „Ja, das ist wünschenswert, ja, da wollen wir auch hin, aber das klappt im ersten Schritt noch nicht. Aber im Rahmen dessen, was ich gerade beschrieben habe, ist die Hoheit beim Patienten“, so der Minister. Er wäre dankbar, fügte Spahn hinzu, „wenn diejenigen Gesellschafter der Gematik, die im Dezember einstimmig genau das beschlossen haben, was jetzt in den Medien kritisiert wird, nicht auf Twitter jetzt den Minister kritisieren würden, sondern stehen würden zu dem, was sie einstimmig beschlossen haben.“

      Spahn verteidigte erneut das Tempo, mit dem er die Einführung der elektronischen Patientenakte vorantreibe. Unter Verweis auf niedrigere Datenschutzniveaus in anderen Ländern betonte der Minister: „Ich möchte einfach nicht warten, bis das alles irgendwie kommt – aus USA oder, noch viel problematischer, aus China.“

      Energisch plädierte Spahn für die Einführung einer Pflicht zur Masernimpfung in Krankenhäusern, Kitas und Schulen. Er sei gerade auf der Weltgesundheitsversammlung in Genf gewesen. „Dass das Ausrotten bestimmter Infektionskrankheiten wie der Masern auf der Welt an Europa und an Deutschland scheitert, das kann und darf nicht sein.“

      Schwerpunktthema beim diesjährigen Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit sind die weitreichenden Veränderungen, die der digitale Wandel in Gesundheitspolitik, Gesundheitsversorgung und Gesundheitsberufen auszulösen begonnen hat.

      Ebenfalls in der Eröffnungsveranstaltung stellte ein renommierter deutscher Spitzenforscher seine Arbeit vor: Prof. Dr. Roland Eils, Gründungsdirektor des BIH-Zentrums für Digitale Gesundheit des Berlin Institute of Health und Professor an der Berliner Charité, beschäftigt sich damit, Genomsequenzierung aus der Grundlagenforschung zum Patienten zu bringen. Ziel ist es, für immer mehr Patienten die Wirksamkeit bestimmter Krebsmedikamente vorhersagen zu können. Eils setzt dazu Methoden der künstlichen Intelligenz und der Big-Data-Analytik ein. Eils beklagte den Rückstand des Deutschen Gesundheitswesens in Sachen der Verfügbarkeit digitaler Daten: „Ich würde behaupten, dass ein überzogener Datenschutz jetzt und hier in Deutschland Leben gefährdet.“

      Einer der weltweit führenden Neurowissenschaftler, Prof. Dr. Tobias Moser, präsentierte seine bahnbrechenden Forschungsarbeiten bei der Bekämpfung von Schwerhörigkeit. Moser entwickelt optogenetisch arbeitende Chochlea-Implantate, die die Hörnerven nicht wie bisher mit elektrischen Impulsen, sondern mit Licht ansprechen. Dazu werden die Nervenzellen zunächst auf gentechnischem Wege lichtempfindlich gemacht.

      Der Hauptstadtkongress wird sich an den kommenden drei Tagen das ganze Spektrum gesundheitspolitischer Themen vornehmen. Darunter: die Fachkräftelücke, der Pflegenotstand, die Debatte um die Gemeinsame Selbstverwaltung, die Finanzierung onkologischer Innovationen, das DRG-System und der Morbi-RSA.

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