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Digitale Revolution im Gesundheitswesen: Die Technik ist nicht das Problem…

10.10.2018

Die digitale Revolution macht Unglaubliches möglich: Diagnostik schaut in Echtzeit zelluläre Prozesse im lebenden Organismus an und entschlüsselt genetische Krankheitsursachen. Therapien werden auf das Genom einzelner Individuen zugeschnitten, tödliche Krankheiten immer häufiger zu chronischen Leiden reduziert. Es kommt zu überwältigenden Verbesserungen und Qualitätssteigerungen in der Gesundheitsversorgung. Jedenfalls theoretisch. Zwar verfügt das deutsche Gesundheitswesen über Wissen und Instrumente für den digitalen Fortschritt, aber bei der Umsetzung hakt es.

Für die elektronische Patientenakte und zur Vernetzung des Gesundheitswesens hat die US-Regierung 1996 und 2009 zwei große Gesetzeswerke geschaffen. Mit dem zweiten wurden gut 36 Milliarden US-Dollar Fördermittel bereitgestellt. In Deutschland, das in Sachen Digitalisierung den Anschluss an führende Länder verloren hat, steht ein solcher gesamtgesellschaftlicher Kraftakt bislang noch aus. Es fehlen auch gesetzliche Leitplanken. So ist etwa eine Interoperabilität zwischen den verschiedenen Patientenakten nicht sichergestellt. Rahmenbedingungen des Gesetzgebers wäre die Festlegung technischer Standards ebenso wie die Anpassung von Berufsbildern in Medizin und Pflege im Hinblick auf Anforderung durch die digitale Revolution.

Das Motto beim Hauptstadtkongress 2019 lautet: „Gesundheitspolitik, Gesundheitsversorgung, Gesundheitsberufe in Zeiten der Digitalisierung“. Wir blicken in die Zukunft unseres Gesundheitswesens, beleuchten Chancen und Hemmnisse. Die Themen lauten beispielsweise: „Neue Diagnostik, neue Therapien: Reißt digitale Vernetzung die Sektorengrenzen ein?“, „Präzisionsmedizin: zielgerichtete Behandlungsstrategien durch Big Data“, aber auch „Digitalkonzerne rüsten für die Gesundheit auf: Welche Standards muss der Staat für den digitalen Wandel setzen?“ und „Digitale Gesundheitsakte: Kompatibilität in weiter Ferne?“.

Wie immer stehen auf der Agenda des Hauptstadtkongresses aber auch alle anderen wichtigen Themen des deutschen Gesundheitswesens. Ein Schwerpunkt bildet beispielsweise „Impulse aus den Bundesländern für Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaftspolitik“.  Themen von Gewicht sind etwa auch: „Pflege außerhalb der Fallpauschalen – Anfang vom Ende der DRGs?“, „Reform des Morbi-RSA“ und „G-BA im Fokus: Neue Personen, neue Aufgaben, neue Prioritäten“

Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Politik, Verbänden, Gesundheitswirtschaft und -management, Versicherungen, Wissenschaft, Medizin und Pflege die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Im Mai 2019 wird es wieder drei Tage lang im Berliner CityCube in rund 150 Einzelveranstaltungen mit über 600 Referenten um alle Facetten des Gesundheitswesens gehen.