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KKR: Modernisierung vor Regulierung – Mut zum unternehmerischen Management

14.11.2018

Im Gesundheitswesen wächst der Staatseinfluss. Zu viele Vorschriften und Regulierungen durch Politik und Gesetzgebung und zu wenig Freiräume für unternehmerisches Handeln, so wird vielerorts geklagt. Die Vergabe von Arztterminen und die Öffnungszeiten von Kassenarztpraxen sind mittlerweile ebenso Gegenstand staatlicher Regulierung wie die Abrechnung von Krankenhausleistungen nach DRGs.

Was ist besser für ein effizientes Gesundheitswesen: Mehr Staat oder mehr Unternehmertum? Mehr feste Regeln oder mehr unternehmerische Freiheit? Mehr vom Staat umverteiltes Geld oder mehr Wettbewerb? Und wie entstehen medizinische Innovationen - durch Subventionen von Leuchtturmprojekten oder unternehmerische Innovationskraft?

Die elektronische Patientenakte, die es in mehr als einem Jahrzehnt staatlicher Regulierungsbemühungen bisher nicht weiter gebracht hat als zu einer Plastikkarte mit Lichtbild, wird plötzlich von Krankenkassen und privaten Krankenversicherern fast zeitgleich in verschiedenen Projekten auf den Markt gebracht – aufgrund unternehmerischer Initiative. Ein anderes Beispiel: Mehr als zwei Drittel der 500 größten Kliniken sind laut einer aktuellen Studie bereits Partnerschaften mit Medizintechnikunternehmen eingegangen, um trotz Unterfinanzierung durch die Bundesländer und knapper Investitionsmittel hochwertige Versorgung zu sichern.

Der Managementkongress Krankenhaus Klinik Rehabilitation (KKR), der im Rahmen des Hauptstadtkongresses Medizin und Gesundheit im Mai in Berlin stattfindet, hat sich in diesem Jahr das Motto gegeben: „Modernisierung vor Regulierung - Mut zum unternehmerischen Management“. Ein Schwerpunkt des Kongresses werden richtungsweisende Modernisierungsstrategien sein – mit Themen wie: „Regulierung statt Modernisierung: Gesundheitswirtschaft im Rückwärtsgang?“, „Profit oder Wirtschaftlichkeit? Ärzte und Pflegekräfte kontra Ökonomie“, „Crowd Founding, Private Equity und noch viel mehr: Finanzierung auf dem richtigen Weg?“ oder „Verwalter oder Gestalter? Unternehmerische Manager brauchen Mut“.

Wie immer greift der KKR aber Themen aus der gesamten Bandbreite von Klinik und Reha auf: So geht es etwa um Digitalisierung, um die Optimierung von Prozessen in Einkauf und Logistik, um Prozesspartnerschaften, Bauplanung im Klinikbereich, Prävention im digitalen Zeitalter und um innovatives Personalmanagement. Wichtiges Ereignis im Rahmen des KKR ist zudem die Präsentation des Krankenhaus Rating Reports 2019, der jährlich vom RWI vorgenommenen Auswertung der Jahresabschlüsse deutscher Krankenhäuser.

Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Politik, Verbänden, Gesundheitswirtschaft und -management, Versicherungen, Wissenschaft, Medizin und Pflege die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Im Mai 2019 wird es wieder drei Tage lang im Berliner CityCube in rund 150 Einzelveranstaltungen mit über 600 Referenten um alle Facetten des Gesundheitswesens gehen.