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Dienstleister entlasten Klinik-Personal – das sollte auch 2020 so bleiben

02.05.2019

Ein Beitrag von Kay Lenz, National Key Account Manager Vertrieb, Klüh Facility Service GmbH, Düsseldorf. Auch vor dem Hauptstadtkongress 2019 muss man festhalten: Die Situation im Krankenhauswesen bleibt  unerfreulich – vierzig Prozent der deutschen Kliniken schreiben rote Zahlen und die Personalsituation bleibt unbefriedigend.Die Zahl der Kliniken verringert sich bundesweit wie in den Vorjahren weiterhin geringfügig, […]

Kay Lenz, National Key Account Manager Vertrieb, Klüh Facility Service GmbH

Ein Beitrag von Kay Lenz, National Key Account Manager Vertrieb, Klüh Facility Service GmbH, Düsseldorf.

Auch vor dem Hauptstadtkongress 2019 muss man festhalten: Die Situation im Krankenhauswesen bleibt  unerfreulich – vierzig Prozent der deutschen Kliniken schreiben rote Zahlen und die Personalsituation bleibt unbefriedigend.Die Zahl der Kliniken verringert sich bundesweit wie in den Vorjahren weiterhin geringfügig, während die Zahl der Krankenhaus-Patienten weiterhin steigt. Es ist erfreulich, dass die Zahl der Beschäftigten in der Kranken- und Altenpflege in den letzten Jahren ebenso wie die Zahl der Auszubildenden gestiegen ist. Doch das reicht erkennbar nicht: Die Zahl der unbesetzten Stellen im Vergleich zu 2017 ist um fast 47 Prozent gewachsen – knapp 40.000 Stellen sind nicht besetzt.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet trotz des seit dem 1. Januar des Jahres geltenden Pflegepersonal-Stärkungsgesetzes (PpSG) nicht mit einer schnellen Verbesserung der Situation für Patienten und Pflegekräfte. Das Gesetz soll durch bessere Personalausstattung spürbare Entlastungen im Alltag der Pflegekräfte bewirken, zusätzliche und aufgestockte Stellen für Pflegekräfte werden finanziert.

Personalvertreter beklagen derzeit jedoch eher Personalverschiebungen, um die Personaldecke in den relevanten Abteilungen sicherzustellen, die das Ministerium in den Fokus genommen hat. Auch der Bundesgesundheitsminister sieht realistisch erst mit der Einführung individueller Pflegebudgets im nächsten Jahr strukturelle und organisatorische Fortschritte, allerdings nicht gleich zu Jahresbeginn.

Wegen der aktuellen Arbeitsverdichtung für das Pflegepersonal steigt die Neigung zum sogenannten „Pflexit“, dem nach dem „Brexit“ benannten Berufsausstieg. Einen „Exit vom Pflexit“ könnte womöglich die Entwicklung im nächsten Jahr bewirken. Dann wird auf der Basis des PpSG die Krankenhausvergütung auf eine Kombination von DRG-Fallpauschalen/Zusatzentgelten und einem krankenhausindividuellen Pflegepersonal-Budget umgestellt.

Für uns weisen diese Bestrebungen ganz sicher in die richtige Richtung, jedoch  befürchten wir als Anbieter personalintensiver Dienstleistungen im Bereich der Infrastruktur, dass hauseigene Küchen-, Reinigungs- und Servicekräfte über das PpSG refinanziert werden – erste Bestrebungen gibt es.

Das kann jedoch in keiner Weise im Sinne des Aktionsplans des  Bundesgesundheitsministeriums sein und auch nicht dem Patientennutzen dienen. Denn es handelt sich dabei um ein Aktionsfeld, auf dem wir als Anbieter innovative und die Krankenversorgung fördernde Lösungen einbringen, sowie dem Pflegepersonal ermöglichen, seinen originären Aufgaben gerecht werden zu können.

Veranstaltungsempfehlung der Redaktion:
Donnerstag, 23. Mai 2019 09:00 – 10:30 Uhr
Seite an Seite für den Patienten: Aus Zulieferern werden Partner