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HIV und Hepatitis C bis 2030 eindämmen und eliminieren

28.05.2019

Ein Beitrag von Christian Thams, Senior Director Government Affairs, Gilead Sciences GmbH. HIV und Hepatitis C können bis 2030 eingedämmt und eliminiert werden. Dafür bedarf es einer ambitionierten Roadmap für Bund, Länder und Gemeinden mit konkreten Maßnahmen. Die lebensbedrohlichen Infektionskrankheiten HIV und Hepatitis C können heute behandelt und im Fall der Hepatitis C sogar geheilt […]

Christian Thams, Senior Director Government Affairs, Gilead Sciences GmbH

Ein Beitrag von Christian Thams, Senior Director Government Affairs, Gilead Sciences GmbH.

HIV und Hepatitis C können bis 2030 eingedämmt und eliminiert werden. Dafür bedarf es einer ambitionierten Roadmap für Bund, Länder und Gemeinden mit konkreten Maßnahmen.

Die lebensbedrohlichen Infektionskrankheiten HIV und Hepatitis C können heute behandelt und im Fall der Hepatitis C sogar geheilt werden. Sie bleiben allerdings eine Herausforderung in Deutschland wie auch weltweit. Gerade deshalb muss es unser Anspruch sein, diese Infektionskrankheiten zu bekämpfen und zu eliminieren. In Deutschland sind die Grundvoraussetzungen dafür gut: Das betrifft sowohl HIV als auch die bei fast allen Patientinnen und Patienten heilbare Hepatitis-C-Virusinfektion. Aber es bleibt noch viel zu tun.

Die Bundesregierung hat sich 2016 mit der Strategie „BIS 2030 –  Bedarfsorientiert, Integriert, Sektorübergreifend“ das Ziel gesetzt, HIV und Hepatitis C bis 2030 in Deutschland einzudämmen und zu eliminieren. Dieses Ziel unterstützen wir als Gilead Sciences. Auf dieser Basis sollte eine gemeinsame konkrete HIV- und Hepatitis C-Roadmap für Bund, Länder und Gemeinden konkrete Maßnahmen definieren. Um sie zu erreichen müssen vor allem die Screening-, Test- und Behandlungsraten erhöht werden. Da beide Erkrankungen ähnlich übertragen werden und teils ähnliche Risikogruppen betreffen, sollten sie im Fokus der Maßnahmen liegen. Eine solche Roadmap sollte drei Schwerpunkte haben:

  • Mehr Prävention und mehr Aufmerksamkeit über lebensbedrohliche Infektionskrankheiten in der Bevölkerung zu schaffen und so das Risikobewusstsein zu erhöhen.
  • Verbesserter Zugang zu zeit- und ortsnaher Testung und Behandlung vor Ort mit passenden Angeboten für unterschiedliche Zielgruppen.
  • Fokus auf die Risikogruppen Drogengebrauchende und Gefängnisinsassen, die sich insbesondere bei HIV und Hepatitis C überschneiden.

Neben diesen Schwerpunkten bedarf es auch weiterer konkreter Maßnahmen. Nur so kann es gelingen, HIV und Hepatitis C bis 2030 einzudämmen und zu eliminieren. Mit Blick auf HIV betrifft das vor allem das Schließen der sogenannten Late-Presenter-Lücke. Dabei handelt es sich um Personen, die erst bei weit fortgeschrittenem Krankheitsstadium diagnostiziert und behandelt werden. Zur Elimination von Hepatitis C sollte die Testung auf erhöhte Leberwerte Bestandteil von Vorsorge-Untersuchungen wie dem Check-up 35 werden. Darüber hinaus wäre eine erneute Einführung der Budgetneutralität von Antikörper-Tests in der Hepatitis-C-Diagnostik wünschenswert.

Die Voraussetzungen zur Eindämmung von HIV sind gut. Unser Anspruch muss es jedoch sein, diese Minimalziele in Deutschland nicht nur zu erreichen, sondern auch zu übertreffen. Drängender Handlungsbedarf besteht insbesondere zur Elimination von Hepatitis C. Aktuell ist Deutschland nicht auf Kurs, dieses Ziel bis 2030 zu erreichen. Gerade hier muss die Testung in Zukunft eine größere Rolle spielen. Darüber hinaus bedarf es einer konsequenten Anstrengung im Kampf gegen Stigmatisierung und Diskriminierung Betroffener.

Gilead Sciences bekennt sich zu den Zielen, HIV und Hepatitis C bis 2030 einzudämmen und zu eliminieren. Wir unterstützen unter anderem lokale, nationale und internationale Projekte in den Bereichen HIV und Hepatitis C, um Menschen zu helfen und ihnen den Zugang zu Behandlungen zu ermöglichen. Denn fest steht: Die Elimination von HIV und Hepatitis C muss unser Ziel bleiben, aber es bleibt viel zu tun. Dafür braucht es von allen Beteiligten ein starkes Commitment.

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