Loading

Newsletter

Auf dem Laufenden bleiben

Künstliche Intelligenz braucht konkrete Fragestellungen

19.05.2019

Ein Beitrag von Dr. Timo Paulus, Director Innovation and Business Development for DACH bei Philips Research in Aachen. Künstliche Intelligenz (KI) soll Ärzte dabei unterstützen, die wachsende Datenflut zu bewältigen, von Routineaufgaben entlasten sowie die Diagnostik und Therapieentscheidung erleichtern. Doch in die Euphorie mischen sich kritische Stimmen, die davor warnen, dass KI Mediziner aus Fleisch […]

Dr. Timo Paulus, Director Innovation and Business Development for DACH bei Philips Research

Ein Beitrag von Dr. Timo Paulus, Director Innovation and Business Development for DACH bei Philips Research in Aachen.

Künstliche Intelligenz (KI) soll Ärzte dabei unterstützen, die wachsende Datenflut zu bewältigen, von Routineaufgaben entlasten sowie die Diagnostik und Therapieentscheidung erleichtern. Doch in die Euphorie mischen sich kritische Stimmen, die davor warnen, dass KI Mediziner aus Fleisch und Blut über kurz oder lang ersetzen könnte. Bedroht künstliche Intelligenz also ganze Berufsstände oder kann sie in Zeiten des demographischen Wandels helfen, den Zugang zur Versorgung und die Behandlungsqualität zu sichern oder sogar zu verbessern?

Die vorläufigen Ergebnisse des Philips Future Health Index 2019 zeichnen ein klares Bild. 80 Prozent der befragten Fachkräfte fürchten nicht, durch neue Technologien, wie Telemedizin oder künstliche Intelligenz ersetzt zu werden (1).  68 Prozent der Befragten stehen der Nutzung von KI-gestützten Anwendungen sogar positiv gegenüber (2).

Um einen echten Mehrwert zu bieten, bedarf es allerdings mehr als nur der Technologie. Ausgangspunkt muss der klinische Kontext sein, in dem KI-Methoden zielgerichtet auf spezifische Fragestellungen angewendet werden. Der Anspruch muss sein, dass sich die intelligente Lösung granular in die Versorgungsprozesse einfügt und an den Bedürfnissen von Patienten und Anwendern orientiert.

In der Radiologie ist das bereits geschehen. KI ist Teil intelligenter Bildgebungssysteme und passt zum Beispiel im MRT die Scansequenzen an den Atemrhythmus des Patienten an, ohne dass der Anwender oder der Patient davon etwas merken. In der Bildanalyse machen eine kontextbezogene Vorauswahl von Menüs und die Vorverarbeitung von Daten im Hintergrund Prozesse schneller und effizienter. Damit ist die Radiologie Vorreiter für weitere Einsatzgebiete, denn hier zeigen sich recht deutdie Vorteile, die die Nutzung von KI-gestützten Anwendungen haben kann.

Mehr zu diesem Thema:
Krankenhaus Klinik Rehabilitation
Digital geht´s besser: Technik unterstützt Experten
Mittwoch, 22. Mai 2019, 16:30 – 18:00 Uhr

(1) Future Health Index (2019). HCP Q22. Do you fear your long-term job security is threatened by new advancements in healthcare technology (e.g. AI, telehealth, etc.)? Please select one: Base: total respondents (281)

(2) Future Health Index (2019). HCP Q19. Regardless of whether or not it is available to your currently, how comfortable would you be/are you with using AI technology for the following activities? Base: total respondents (281)