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Mitarbeiter zu Gewinnern der Digitalisierung machen!

14.05.2019

Ein Beitrag von Professor Heinz Lohmann, Wissenschaftlicher Leiter des Managementkongresses KKR. Derzeit verändert sich unser Leben grundlegend. Ein ganz zentraler Treiber dafür ist die Digitalisierung. Wir stehen, davon bin ich überzeugt, erst ganz am Anfang eines radikalen Wandels. Aber eines wird schon klar, wir werden alle davon erfasst. Und da der gesellschaftliche Umbruch auch disruptiv […]

Prof. Heinz Lohmann, wiss. Leiter, Krankenhaus Klinik Rehabilitation

Ein Beitrag von Professor Heinz Lohmann, Wissenschaftlicher Leiter des Managementkongresses KKR.

Derzeit verändert sich unser Leben grundlegend. Ein ganz zentraler Treiber dafür ist die Digitalisierung. Wir stehen, davon bin ich überzeugt, erst ganz am Anfang eines radikalen Wandels. Aber eines wird schon klar, wir werden alle davon erfasst. Und da der gesellschaftliche Umbruch auch disruptiv ist, also mit der Vergangenheit bricht, lässt sich die Zukunft nicht so einfach voraussagen. Im Kern geht es darum, ob wir Menschen die Technik in den Griff bekommen und damit in unseren Gestaltungsprozess einbeziehen können oder ob die Technik uns Menschen beherrscht. Jetzt – in der immer intensiver voranschreitenden Digitalisierung – wird das Thema deutlich relevanter, ja, es wird dramatisch und für viele Menschen so bedrohlich, wie es die Folgen des technischen Umbruchs am Ende des 18. und im ganzen 19. Jahrhundert während der Industrialisierung auch waren.

Grundlegender Wandel ist für Menschen immer ein Einschnitt, der verunsichert. Wir Menschen sind auf Beständigkeit angelegt. Wir richten uns in den jeweiligen Gegebenheiten ein und finden unsere gesellschaftliche Position in Relation zur Positionierung anderer Menschen. Unser daraus gewonnener Status gewährt uns eine relative Sicherheit. Wenn dieses Gefüge in „Unordnung“ gerät, was derzeit passiert, entsteht aus Verunsicherung schnell tiefe Sorge vor Statusverlust. Und diese Sorge ist eine schlechte Basis für aktive Teilnahme am Veränderungsprozess. Im Gegenteil führt sie dazu, die aktive Mitwirkung zu versagen. Wenn ich erst einmal Sorge habe, zu den Verlierern des gesellschaftlichen Wandels zu gehören, nützen mir allgemeine politische Versicherungen, etwa, die Digitalisierung habe vielfältige Vorteile für Menschen, gar nichts mehr. Ich muss mich vielmehr in den Entwicklungsprozessen einbringen können, ja, mittendrin sein, wenn Neues entsteht, um mehr Sicherheit auch für mich ganz persönlich zu erlangen.

In so bewegten Zeiten wie diesen ist ganz besonders wichtig, dass die Verantwortlichen,  Klarheit für sich gewinnen. Das gilt inzwischen mehr und mehr auch in der Gesundheitswirtschaft. Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt für die Manager und Unternehmer der Gesundheitswirtschaft, zu einem intensiven Gedankenaustausch zusammenzukommen. Ich freue mich deshalb gerade Sie auf dem KKR, dem Managementkongress des Hauptstadtkongresses Medizin und Gesundheit in Berlin begrüßen zu können.