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Deutsches Ärzteforum: Medizinische Versorgung neu gedacht

01.06.2021

Die jüngsten Entwicklungen verändern das deutsche Gesundheitssystem nachhaltig. Ärztinnen und Ärzte stellt das vor große Herausforderungen, birgt aber auch viele Chancen. Wie können Ärzte im Spannungsfeld von Medizin, Wissenschaft, Politik und Wirtschaft agieren? Unterschiedliche Aspekte werden beim Deutschen Ärzteforum in den Fokus gerückt.

Deutschland, so heißt es, verfügt über eines der besten Gesundheitssysteme der Welt. Es könnte aber schwierig werden, diesen Qualitätsstandard zu halten. Denn es fehlen Ärztinnen und Ärzte. Der Mangel ist besonders auf dem Land spürbar. Corona hat mit der pandemischen Gnadenlosigkeit die Schwächen in der Versorgung offengelegt. Welche Folgen das haben muss, wird in der Session „Ärztemangel – was tun? Die Krise als Treiber – Lehren aus Corona“ diskutiert.

Kaum ein Thema wird in Kliniken seit Jahren so kontrovers diskutiert und ist so umstritten wie Personalleasing und Zeitarbeit. Inzwischen gibt es sogar eine Bundesratsinitiative, die das ausufernde Leasing in der Pflege stoppen soll. Doch nach wie vor ist in vielen Krankenhäusern ohne Zeitarbeitskräfte kein geregelter 24-Stunden-Betrieb möglich. Doch die Entwicklung bringt jede Menge Probleme mit sich. Nicht nur steigen die Kosten, die Gräben zwischen den Zeitarbeitern und dem Stammpersonal, das ungeliebte Dienste und weiterführende Aufgaben schultern muss, werden immer tiefer.  Dieses kontroverse Thema soll im gemeinsamen Panel des Deutschen Ärzteforums und des Deutschen Pflegekongresses „Personalleasing und Zeitarbeit: Ist das die Zukunft in den Gesundheitsberufen? Zwischen Traumjob und Ressourcenverschwendung“ ausführlich diskutiert werden.

Seit einigen Jahren gehören junge Ärztinnen und Ärzte, die ins Berufsleben starten, zur Gruppe der sogenannten Digital Natives. Für sie ist die Nutzung von digitalen Geräten und Anwendungen selbstverständlich. Und inzwischen wird die Medizin immer weiter digitalisiert. In einem manchmal atemberaubenden Tempo werden neue datengestützte und KI-basierte Diagnostikprogramme, Therapien und Medikamente vorgestellt. Umso wichtiger wird es zu klären: Welche Anwendungen verbessern tatsächlich die Qualität und eignen sich für die klinische Routine? Und wie sieht es mit Effizienz und Kosten aus? Welche Parameter brauchen wir zur Steuerung dieser Prozesse?

Diese Fragen diskutieren Experten und Praktiker aus Medizin, Wissenschaft, Politik und der Gesundheitswirtschaft u. a. in den Panels: Innovationen in der Medizin: Gelebte KI-Lösungen in der Radiologie“, „Forschungstransfer und Innovation in der klinischen Robotik“, „Innovationsoffensive im OP“.

Das Thema Versorgung und Versorgungsqualität steht ebenfalls im Fokus. So handelt es sich etwa bei sogenannten atopischen Erkrankungen um Leiden, die die Lebensqualität stark verschlechtern können. Doch die Versorgung der Patienten mit Neurodermitis, Asthma und Co. läuft nicht optimal. Wie man das ändern kann, beleuchtet die Session „Asthma, Neurodermitis und Co: Nachhaltige Konzepte für mehr Versorgungsqualität bei atopischen Erkrankungen“.

Im Jahr 2016 hat die WHO das Ziel vorgegeben, Hepatitis B und C bis 2030 weltweit zu eliminieren. Auch die deutsche Bundesregierung hat sich 2016 zu einer strategischen Neuausrichtung verpflichtet und beschloss die Strategie „BIS 2030“ – zur „Eindämmung von HIV, Hepatitis B und C und anderen sexuell übertragbaren Infektionen“. Doch trotz der vorhandenen Therapie- und Schutzmöglichkeiten lassen die aktuellen Zahlen die WHO daran zweifeln, dass Deutschland die Ziele erreichen wird. In der Session „BIS 2030: HIV und Hepatitis C eindämmen“ wird u. a. eine Studie zur Umsetzung der „BIS 2030“ –Strategie vorgestellt und konkrete Maßnahmen empfohlen und diskutiert.

Das komplette Programm des Deutschen Ärzteforums und des Hauptstadtkongresses Medizin und Gesundheit finden Sie unter: www.hauptstadtkongress.de/#programm

Seien Sie dabei!

Anmeldung unter: www.hauptstadtkongress.de/teilnahme