Loading

Pressemitteilung

Service für Medien

Digitalisierung und vernetzte Gesundheit - Die Zukunft der Gesundheit kommt nach Berlin

05.06.2018

Berlin, 05.06.2018 - Am morgigen Mittwoch beginnt im CityCube Berlin (CCB) zum 21. Mal der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit, der größte Kongress für Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft in Deutschland. Für drei Tage treffen mehr als 8.000 Entscheidungsträger aus Politik, Kliniken, Gesundheitswirtschaft, Ärzteschaft, der medizinischen Forschung, Pflege und von Kostenträgern zu der jährlichen Leitveranstaltung der Branche zusammen. In mehr als 150 Einzelveranstaltungen werden rund 600 Referentinnen und Referenten auftreten.

 

Unter dem Dach des Hauptstadtforums Gesundheitspolitik finden wie in jedem Jahr drei wichtige Fachkongresse statt, und zwar der Managementkongress Krankenhaus Klinik Rehabilitation, der Deutsche Pflegekongress und das Deutsche Ärzteforum. Sonderformate des Kongresses sind wieder der Tag der Versicherungen, der Fachärztetag und der Apothekertag.

 

Der Hauptstadtkongress nimmt innerhalb der Gesundheitswirtschaft immer noch weiter zu: In diesem Jahr gibt es eine Rekordzahl von Satellitensymposien. Elf Unternehmen und Organisationen des Gesundheitswesens laden zu eigenen Veranstaltungen ein. Auch die Ausstellungsflächen, die größer sind als ein Fußballplatz, sind bis auf den letzten Quadratmeter von Ausstellern aus allen Bereichen des Gesundheitswesens ausgebucht.

 

Die Eröffnungsveranstaltung steht im Zeichen des Kongressmottos „Digitalisierung und vernetzte Gesundheit“. Prominente Köpfe aus Digitalwirtschaft und eHealth werden Einblicke in die Zukunft der Medizin geben: Prof. Dr. h. c. Hasso Plattner, Gründer und Vorsitzender des Aufsichtsrats des Softwarekonzerns SAP, stellt in einer ausführlichen Videobotschaft sein Projekt einer Health Cloud vor. Ziel der Cloud: Sämtliche diagnostischen Daten von Patienten sollen allen behandelnden Ärzten zur Verfügung  stehen. Und die Cloud soll mittels künstlicher Intelligenz neue medizinische Therapien hervorbringen. Ziel ist es für Hasso Plattner immer, durch gezielten Einsatz digitaler Technik die medizinische Behandlung zu verbessern und damit auch gleichzeitig die Kosten zu senken.

 

Danach führt der renommierte Spitzenforscher: Prof. Dr. Erwin Böttinger, Direktor des im vergangenen Jahr gegründeten Digital Health Center des Hasso-Plattner-Instituts der Universität Potsdam, durch die Veranstaltung. Böttinger ist einer der weltweit führenden Forscher für Digital Health, Big Data und künstliche Intelligenz. Er befragt den Neurowissenschaftler und Physiologen Dr.  Martin Hirsch, Enkel des Nobelpreisträgers Werner Heisenberg, zu seiner Entwicklung Ada. Ada ist eine App, die als Chat-Bot in Dialog mit dem Nutzer tritt. Sie fungiert dabei als persönliche Gesundheitshelferin: Mit Ada kann der Nutzer eine Vielzahl körperlicher und seelischer Beschwerden abklären. Ada nutzt künstliche Intelligenz und kennt bereits über eintausend Krankheiten mit mehreren Milliarden Symptomkombinationen - von einer einfachen Erkältung bis hin zu seltenen Erkrankungen.

 

Schließlich wird Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Eröffnung des Kongresses mit einem Vortrag zum Thema „Gesundheit und Pflege - was wir erreichen wollen“ abrunden.

 

Im Anschluss an die Eröffnungsveranstaltung folgt ein wissenschaftliches Highlight des Deutschen Ärzteforums: der Auftritt des Trägers des Deutschen Zukunftspreises,Prof. Dr. Sami Haddadin. Der Robotik-Spezialist ist ein weltweit führender Kopf bei der Entwicklung von Assistenzrobotern für den Massenmarkt. Sein Ziel: Roboter zu erschwinglichen Preisen, die gleichwohl mit künstlicher Intelligenz und der Fähigkeit Menschen zu verstehen ausgestattet sind. Außerdem müssen sie anders als Industrieroboter sofort äußerst sensibel agieren, wenn sie einem Menschen in die Quere kommen. Das könnte vor allem die Pflege revolutionieren – Haddadin spricht von „Geriatronics“.

 

In den folgenden drei Tagen geht es – außer um die Hoffnungen, die in digitale Revolution in der Medizin gesetzt werden – in einer ganzen Reihe von Veranstaltungen auch um die Rahmenbedingungen in Deutschland, etwa um die Finanzierung digitaler Gesundheitsleistungen, um regulatorische Probleme, etwa bei der Zulassung  und um den strengen Datenschutz, den zuletzt sogar der Deutsche Ethikrat kritisiert hat. Bei all dem steht im Zentrum, wie Deutschland im internationalen Vergleich einen Spitzenplatz  erringen kann, anstatt sich im Mittelfeld zu bewegen, wie derzeit.

 

Drei Monate nach Bildung der Bundesregierung spielen aber beim Hauptstadtkongress auch die neuen Themen und die neuen Gesichter eine besondere Rolle. Auf dem Podium debattieren etwa die gesundheitspolitischen Sprecher der Bundestagsfraktionen miteinander. In einer anderen Runde vier Gesundheitsminister aus den Bundesländern, in wieder einer anderen vier Wirtschaftsminister.

 

Auch wenn die Qualität des deutschen Gesundheitswesens weltweit anerkannt ist, es gibt das große Problem der Aufspaltung in Sektoren – mit gravierenden Folgen für Patienten und Kostenträger. Zur Überwindung haben die Regierungsfraktionen in ihrem Koalitionsvertrag eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe vorgesehen. Es scheint, dass die Politik die sektorübergreifende Versorgung künftig wirklich zum Standard machen will. Das Thema ist deshalb ebenfalls Schwerpunkt auf dem Hauptstadtkongress, ebenso wie die Pflege, der Morbi-RSA, qualitätsbasierte Vergütung, Fachkräftegewinnung, Patientensicherheit, die Notfallversorgung und vieles andere mehr.

 

Auch wenn die Themen zum Teil sehr komplex sind: Der Hauptstadtkongress ist keine Ansammlung von Expertenzirkeln. „Es gehört zur DNA des Kongresses, dass alle Berufsgruppen vertreten sind und gleichberechtigt diskutieren“, hebt Kongresspräsident Ulf Fink hervor. So führen der Pflegekongress und das Ärzteforum beispielsweise eine Veranstaltung zum Entlassmanagement gemeinsam durch. „Ärzte und Pflegeexperten kommen hier auf Augenhöhe zusammen, was im Klinikalltag ja so nicht unbedingt stattfindet, - und entwickeln gemeinsam Problemlösungsstrategien“, betont Fink. Das sei nur ein Beispiel von vielen, welche Möglichkeiten die Kombination der Kongresse bietet. Bemerkenswert sei auch, so Fink, dass keine Berufsgruppen fehlen: „Aus der Pflege sind zum Beispiel sowohl die Kranken-, als auch die Altenpflege  gut vertreten, aber zudem auch ambulante Pflegeeinrichtungen und stationäre. In diesem Jahr sind endlich sogar die pflegenden Angehörigen dabei.“

 

Der Hauptstadtkongress nutzt neben klassischen Veranstaltungsformaten auch immer wieder Neuartiges:

 

So gibt es erstmals eine „Battle of Arguments“. Dabei tragen zwei einander gegenüber sitzende Dreiergruppen vor Publikum einen Debattierwettkampf aus und am Ende kürt das Publikum den Sieger. Solche rhetorischen Wettbewerbe werden derzeit auch in Deutschland immer populärer: Es gibt bereits mehr als einhundert Debattierclubs in Deutschland.

 

Ein Pro und Contra zum Thema "Der Patient ist digital: wo bleibt das Krankenhaus?" erlaubt Zuschauern, Fragen per Twitter in die Podiumsrunde einzubringen. Dafür gibt es, neben dem offiziellen Hashtag des  Kongresses #HSK18 ein eigenes Hashtag, nämlich #HSK18live.

 

Eine vom IGES-Institut und dem US-amerikanischen Technologieunternehmen Cisco geplante Session erörtert Erfolgsfaktoren der Digitalisierung des Gesundheitswesens als Bühnenstück – mit Schauspielern, die sich unter das Publikum mischen.

 

Hochrangige Referenten

 

An den drei Tagen des 21. Hauptstadtkongresses werden viele weitere Spitzenpolitiker und Entscheider aus dem Gesundheitswesen auf den Podien vertreten sein:

 

Die neuen gesundheitspolitischen Sprecher aller Bundestagsfraktionen diskutieren über „Gesundheitspolitik nach der Bundestagswahl“. Mit dabei: Christine Aschenberg-Dugnus (FDP), Sabine Dittmar (SPD), Prof. Dr. Axel Gehrke (AfD), Maria Klein-Schmeink (B90/Grüne), Karin Maag (CDU), Harald Weinberg (Linke).

 

In einer Veranstaltung diskutieren vier Gesundheitsminister aus den Bundesländern über die Zukunft der Gesundheit, nämlich Dr. Heiner Garg (FDP) aus Schleswig-Holstein,Stefan Grüttner (CDU) aus Hessen, Karl-Josef Laumann (CDU) aus Nordrhein-Westfalen und die Hamburger Senatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD). Das Thema „Gesundheitswirtschaftspolitik“ erörtern vier Wirtschaftsminister aus den Ländern: die Berliner Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne), Anke Rehlinger (SPD) aus dem Saarland, Dr. Volker Wissing (FDP) aus Rheinland-Pfalz und Harry Glawe (CDU) aus Mecklenburg-Vorpommern.

 

Die Ärzteschaft wird durch Führungspersönlichkeiten zahlreicher Organisationen repräsentiert, zum Beispiel durch: Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Rudolf Henke, Erster Vorsitzender des Marburger Bundes, undDr. Klaus Reinhardt, Vorsitzender des Hartmannbundes.

 

Aus dem Bereich der Krankenkassen treten auf dem Hauptstadtkongress auf: Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen, Franz Knieps, Vorstand des BKK Dachverbandes, Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Nordwest, Dr. Mani Rafii, Mitglied des Vorstands der Barmer, und Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit.

 

Von den Vorständen großer Krankenhäuser und Krankenhausträger sind beim Hauptstadtkongress als Referenten dabei: Dr. Andrea Grebe, Vorsitzende der Geschäftsführung der Vivantes-Kliniken Berlin, Prof. Dr. Annette Grüters-Kieslich, Vorstandsvorsitzende des Universitätsklinikums Heidelberg, Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Wolfgang Holzgreve, Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Bonn, Stephan Holzinger, Vorstandsvorsitzender der Rhön-Klinikum AG, PD Dr. Thomas Klöss, Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Halle, Thomas Lemke, Vorstandsvorsitzender der Sana Kliniken AG, Andreas Schlüter, Hauptgeschäftsführer der Knappschaft Kliniken, Prof. Dr. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Dr. Andreas Tecklenburg, Vorstandsmitglied des Verbandes der Universitätsklinika Deutschlands,Dr. Ulrich Wandschneider, Aufsichtsratsvorsitzender der Asklepios Kliniken, Prof. Dr. Jochen Werner, Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Essen, undProf. Wang Wie, Ärztlicher Direktor des Tongji Medical College in Wuhan/China.

 

Aus der Pflege treten auf dem Kongress auf: Peter Bechtel, Vorsitzender des Bundesverbandes Pflegemanagement und Pflegedirektor am Universitäts-Herzzentrum Freiburg,Vera Lux, Pflegedirektorin und Vorstandsmitglied des Universitätsklinikums Köln, Dr. Markus Mai, Präsident der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz, Irene Maier, Stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätskliniken und Medizinischen Hochschulen Deutschlands, undThomas Meißner, Vorstand des AnbieterVerbandes qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen und Delegierter im Deutschen Pflegerat.

 

Und weitere wichtige Institutionen des deutschen Gesundheitswesens werden vertreten durch: Prof. Josef Hecken, Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses,Dr. Christof Veit, Leiter des Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen, Frank Plate, Präsident des Bundesversicherungsamts, Dr. Heidrun M. Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Bettina am Orde, Erste Direktorin der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See, undDr. Peter Pick, Geschäftsführer des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen.

 

Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 21. Hauptstadtkongress findet vom 6. bis 8. Juni 2018 im CityCube Berlin statt.