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    • 08.06.2018 - Hauptstadtkongress zeigt: Digitalisierung ist Chefsache geworden

      Berlin, 08.06.2018 Mit einem Teilnehmerrekord endete am Freitag in Berlin der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit. Für drei Tage waren insgesamt 8.400 Entscheider aus dem deutschen Gesundheitswesen zur größten Branchenveranstaltung zusammengekommen, um sich zu  gesundheitspolitischen Fragen auszutauschen. Das Leitthema beim diesjährigen Hauptstadtkongress lautete Digitalisierung und vernetzte Gesundheit.

       

      Bereits der völlig überfüllte Saal bei der Eröffnungsveranstaltung zeigte, dass die digitale Revolution das Gesundheitswesen endgültig erreicht hat. Zu viele Besucher begehrten Einlass zum Kongressauftakt unter dem Titel Digitalisierung - Visionen für die Gesundheitsversorgung, Hunderte konnten schließlich nur an den überall im Berliner CityCube verteilten Bildschirmen zuschauen.

       

      In seiner Eröffnungsrede wies Bundesgesundheitsminister Jens Spahn darauf hin, dass eHealth weltweit auf einem unaufhaltsamen Vormarsch sei. Die Angebote sind da oder kommen: Amazon, Google, Dr. Ed, sagte Spahn und fügte hinzu: Es ist die Frage: Gestalten wir das oder kommt das von außen? Spahn hob hervor, dass mittlerweile weniger die technischen Möglichkeiten noch ein Problem seien, sondern vor allem die Regulierung und Finanzierung neuer digitaler Medizin im deutschen Gesundheitswesen. In einer Videobotschaft kritisierte auch SAP-Gründer Hasso Plattner, dass die scharfen gesetzlichen Regelungen in Deutschland den Einsatz digitaler Innovationen hemmen.

       

      Eine der spektakulärsten Präsentationen war die eines Roboterarmes durch Prof. Dr. Sami Haddadin, einen weltweit führenden Robotikspezialisten und Gewinner des Deutschen Zukunftspreises. Haddadin zeigte, wie ein solcher Arm krankengymnastische Übungen zunächst mittels entsprechender Bewegung durch einen Therapeuten beigebracht bekommt und dann mit dem Patienten selbstständig durchführt. Der Roboter ist dabei in der Lage, rücksichtsvoll auf Berührungen von Menschen zu reagieren und gegebenenfalls auch nachzugeben. Haddadin führte auch vor, dass der Roboter dabei sensibel genug reagiert, um eine Gesichtsrasur mit einem elektrischen Rasierapparat ausführen zu können. Ziel von Haddadins Entwicklungsarbeit ist, dass solche Roboter in nächster Zeit zu Preisen angeboten werden können, die eine Nutzung jedermann ermöglichen.

       

      Während des gesamten Kongresses waren Veranstaltungen zu den Themenbereichen Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Deep Learning und Big Data sehr gut besucht. Dabei ging es beispielsweise um die Frage, ob zur Finanzierung digitaler Versorgungsleistungen neben den Budgets für den stationären und den ambulanten Sektor noch ein eigenes Digitalbudget erforderlich ist, wie Experten fordern. Es war auch Thema, wie die Digitalisierung den Praxisalltag niedergelassener Ärzte verändert und verändern wird. Ebenso waren neue, digitale Recruiting-Methoden zur Gewinnung von Arbeitskräften in den Mangelberufen der Pflege und bei Ärzten Gegenstand einer Session.

       

      Selbst der Krankenhaus Rating Report 2018, der auf dem Hauptstadtkongress der Öffentlichkeit präsentiert wurde, kam an der Digitalisierung nicht vorbei: Zwar geht es den deutschen Krankenhäuser im Durchschnitt wirtschaftlich deutlich besser als in den Vorjahren. Der Fachkräftemangel wird aber mehr und mehr zu einem Risiko für die Versorgung. Arbeitssparende technische Innovationen werden immer wichtiger, um Ärzte und Pflegepersonal zu entlasten, erklärte Prof. Dr. Boris Augurzky das Ergebnis seiner Untersuchung, nach der bei gleichen Rahmenbedingungen wie heute bis 2025 voraussichtlich zusätzlich 80.000 Vollkräfte in den medizinischen Diensten der Krankenhäuser und weitere 80.000 Pflegefachkräfte in der Altenpflege benötigt werden.

       

      Wie immer widmete sich der Hauptstadtkongress aber auch in diesem Jahr der gesamten Bandbreite gesundheitspolitischer Themen. Vor allem bot er drei Monate nach der langwierigen Regierungsbildung Gelegenheit, neue Ideen zu diskutieren und neue Gesichter in der Gesundheitspolitik kennenzulernen.

       

      In einer Diskussionsrunde der gesundheitspolitischen Sprecher aller sechs Bundestagsfraktionen verteidigte Sabine Dittmar von der SPD das Sofortprogramm der Bundesregierung für die Pflege, das die Finanzierung von 13.000 zusätzlichen Stellen in der Pflege vorsieht. Sie räumte allerdings vor dem Hintergrund des herrschenden Fachkräftemangels ein: Mir ist klar, dass eine finanzierte Stelle noch keine besetzte Stelle ist.

       

      Der unparteiische Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses zeigte sich angesichts der vom Bundesverfassungsgericht angestoßenen Debatte um die demokratische Legitimation des Gremiums offen dafür, neben Krankenkassen, Ärzten und Krankenhäusern weitere Akteure einzubinden. Man muss darüber diskutieren, ob die Zusammensetzung des G-BA noch zeitgemäß ist, so Josef Hecken auf dem Hauptstadtkongress. In einer anderen Veranstaltung wurde die Konstruktion des G-BA und der Gemeinsamen Selbstverwaltung noch grundsätzlicher in Frage gestellt. Prof. Dr. Reinhard Busse von der TU Berlin formulierte seine Kritik so: Die begrenzte staatliche Kontrolle über das Gesundheitssystem führt dazu, dass der Gesetzgeber die gleichen Akteure mit Lösungen von Problemen beauftragt, welche sie selbst überhaupt erst geschaffen haben.

       

      Intensiv diskutiert wurden auch die Pläne der Bundesregierung für ein GKV-Versicherten-Entlastungsgesetz, die ein Abschmelzen der finanziellen Rücklagen bei den Kassen vorsehen. Aus Sicht der Vorstandsvorsitzenden des Verbands der Ersatzkassen ist dies nur möglich, wenn zuvor der morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich reformiert wird. Ulrike Elsner: Unter den bestehenden Morbi-RSA-Bedingungen würden sich damit die ohnehin schon massiven Wettbewerbsverzerrungen in der GKV weiter verstärken. Denn Fehlstellungen im Morbi-RSA sind der Grund dafür, dass die Finanzreserven der Kassen heute sehr unterschiedlich verteilt sind. Prof. Dr. Jürgen Wasem vom Wissenschaftlichen Beirat beim Bundesversicherungsamt legte auf dem Hauptstadtkongress dar, dass beim Morbi-RSA - anstatt nur 80 Krankheiten zu berücksichtigen - ein Vollmodell Grundlage sein sollte.

       

      Auch im Hinblick auf die Zahl der Vorträge war der 21. Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit eine Veranstaltung der Superlative: In mehr als 150 Einzelveranstaltungen traten rund 600 Referentinnen und Referenten auf.

       

      Der Hauptstadtkongress 2019 findet vom 21. bis 23. Mai 2019 im Berliner CityCube statt.

    • 07.06.2018 - Krankenhaus Rating Report 2018: Wachsende Personalknappheit gefährdet schon bald Versorgung

      Berlin, 07.06.2018 – Die wirtschaftliche Lage deutscher Krankenhäuser war im Jahr 2016 besser als im Vorjahr. Nur 7 Prozent lagen im „roten Bereich“ mit erhöhter Insolvenzgefahr. Trotz guter Ertragslage bleibt die Kapitalausstattung der Krankenhäuser jedoch weiterhin unzureichend. Eine noch größere Herausforderung stellt die abnehmende Zahl verfügbarer Fachkräfte dar, die zu einer Rationierung von Leistungen führen könnte. Unter anderem Innovationen im Bereich der Digitalisierung und Robotik könnten helfen, dem entgegenzuwirken. Zu diesen und vielen weiteren Ergebnissen kommt die vierzehnte Ausgabe des „Krankenhaus Rating Report“, der im Rahmen des „Hauptstadtkongress 2018 – Medizin und Gesundheit“ in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Er wurde gemeinsam vom RWI und der Institute for Healthcare Business GmbH (hcb) in Kooperation mit Deloitte erstellt.

      Die wirtschaftliche Lage deutscher Krankenhäuser hat sich im Jahr 2016 verbessert. Nur noch 7 Prozent der Krankenhäuser befanden sich im Bereich erhöhter Insolvenzgefahr, 84 Prozent im „grünen Bereich“. Im Jahr zuvor lagen noch 9 Prozent im „roten Bereich“ und 79 Prozent im „grünen Bereich“. Die Ertragslage war 2016 ebenfalls gut: Nur 13 Prozent der Krankenhäuser schrieben auf Konzernebene einen Jahresverlust. Das durchschnittliche Jahresergebnis stieg auf 2,8 Prozent der Erlöse, nach 1,8 Prozent im Jahr 2015. Im Jahr 2016 waren zudem 67 Prozent der Kliniken voll investitionsfähig. Trotz guter Ertragslage bleibt die Kapitalausstattung der Krankenhäuser aber weiterhin unzureichend. Ihr jährlicher Investitionsbedarf (ohne Universitätskliniken) beläuft sich auf rund 5,8 Milliarden Euro. Dem stehen Fördermittel der Bundesländer in Höhe von 2,8 Milliarden Euro gegenüber, die jährliche Förderlücke beträgt also 3 Milliarden Euro.

       

      Zu diesen Ergebnissen kommt der vierzehnte „Krankenhaus Rating Report“, den das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und die Institute for Healthcare Business GmbH (hcb) in Kooperation mit Deloitte erstellt haben. Seine Ergebnisse wurden im Rahmen des „Hauptstadtkongress 2018 – Medizin und Gesundheit“ in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Report basiert auf einer Stichprobe von Jahresabschlüssen, die mehr als 860 Krankenhäuser umfassen.

       

      Krankenhausstrukturfonds sorgt weiter für Dynamik auf regionaler Ebene

      In den ostdeutschen Bundesländern war die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser auch im Jahr 2016 wieder am besten. Am schwierigsten war sie in Niedersachsen/Bremen, Bayern, Hessen und Baden-Württemberg. „Die Krankenhausstrukturen sind nach wie vor in einigen Regionen ungünstig, es gibt eine hohe Standortdichte, viele kleine Einheiten und eine geringe Spezialisierung. Allerdings zeigt sich inzwischen eine positive Dynamik, unter anderem entfacht durch den Strukturfonds“, so Dr. Sebastian Krolop, Leiter Life Sciences & Health Care bei Deloitte. Die Krankenhauskapazitäten haben sich 2016 gegenüber dem Vorjahr nur wenig verändert. Die Zahl der Krankenhäuser sank um 0,3 Prozent auf 1 951. Die durchschnittliche Verweildauer der Patientinnen und Patienten sank weiter auf unter 7,3 Tage, die Fallzahl stieg um 1,5 Prozent.

       

      Erstmals wurden im diesjährigen „Krankenhaus Rating Report“ Daten der Initiative Qualitätsmedizin (IQM) analysiert. Als Qualitätsmaß wird auf die (standardisierte) Sterblichkeitsrate zurückgegriffen. Bei kleinen Fallzahlen waren die Ausschläge dieses Maßes sowohl nach oben als auch nach unten deutlich stärker als bei größeren Fallzahlen. Das deutet darauf hin, dass in kleinen Einrichtungen ein gutes oder schlechtes Ergebnis eher dem Zufall geschuldet ist. Die kleinste Fallzahlkategorie hat außerdem manchmal, jedoch nicht immer, einen im Durchschnitt schlechteren Wert als alle anderen Fallzahlkategorien.

       

      Demografischer Wandel wird Engpass an Fachkräften verstärken

      In den vergangenen 25 Jahren ist es gelungen, den Personalbestand im Krankenhaus der Leistungsmenge anzupassen. Durch den demografischen Wandel wird in den nächsten Jahren die Zahl der Patienten und pflegebedürftigen Menschen weiter steigen, sodass bei Fortschreibung des Status quo bis 2025 voraussichtlich zusätzlich 80.000 Vollkräfte in den medizinischen Diensten der Krankenhäuser und weitere 80.000 Pflegefachkräfte in der Altenpflege benötigt werden. Gleichzeitig wird aber die Zahl der Personen zwischen 20 und 65 Jahren kontinuierlich sinken, im Zeitraum von 2015 bis 2025 um 4 Prozent. Entsprechend nimmt der Engpass an Fachkräften deutlich zu und es wird äußerst schwierig werden, den Personalbestand weiterhin in ausreichendem Maße mit der Leistungsmenge anheben zu können. „Arbeitssparende technische Innovationen werden immer wichtiger, um Ärzte und Pflegekräfte zu entlasten“, sagt Prof. Dr. Boris Augurzky, Leiter des RWI-Kompetenzbereichs „Gesundheit“. „Darunter fallen zum Beispiel Innovationen aus den Bereichen Digitalisierung, künstliche Intelligenz, Robotikassistenz, Sensorik, Ambient Assisted Living und Telemedizin. Der derzeitige Digitalisierungsgrad deutscher Krankenhäuser ist dabei noch äußerst bescheiden“, so Augurzky.

       

      Zudem sollte das Angebot an Pflegefachkräften erhöht werden. Dazu muss mehr Nachwuchs für den Beruf gewonnen, die Anzahl der Berufsrückkehrer erhöht, die Wochenarbeitszeit von Teilzeitkräften ausgeweitet und qualifizierte Zuwanderung forciert werden. Hierzu sind vielfältige Maßnahmen zu ergreifen. So sollte ein Zuwanderungsgesetz erarbeitet, die Attraktivität der Ausbildung und generell der Gesundheitsberufe gesteigert, interessante Karrierewege für Pflegeberufe sowie neue Berufsbilder geschaffen und die gegenwärtigen starren hierarchischen Strukturen aufgebrochen und bürokratische Tätigkeiten abgebaut werden. Die zunehmende Knappheit an qualifizierten Fachkräften wird außerdem zwangsläufig zu einem höheren Lohnniveau führen. Ferner gilt es, die Ambulantisierung der Medizin über Anpassungen am Vergütungssystem zu unterstützen, um auf diese Weise mehr Zeit für die Betreuung stationärer Patienten zu gewinnen.

       

      Einerseits sieht die aktuelle Regierungskoalition einige Maßnahmen vor, die geeignet sind, dieses Bemühen zu unterstützen. Andererseits beabsichtigt sie, durch regulierende Maßnahmen im Bereich der Pflege die Personalknappheit sogar noch zu verschärfen, beispielsweise durch die Einführung von Personaluntergrenzen in Krankenhäusern. Probleme in der Pflege können aus Sicht der Wissenschaftler aber nicht durch noch mehr Regulierung gelöst werden. Stattdessen raten sie dazu, die Pflegequalität der Krankenhäuser für die Patienten transparent zu machen und damit die Bedeutung der Pflege im Krankenhaus aufzuwerten.

       

      Gesundheitsagenda 2025 zeigt Handlungsoptionen auf

      Ihre Hausaufgaben für die Politik bündeln die Autoren der Studie in einer Gesundheitsagenda 2025. Sie fordert erstens Antworten auf den zu erwartenden weiter wachsenden Fachkräftemangel. Zweitens sollte das Gesundheitswesen in das digitale Zeitalter überführt werden, unter anderem durch eine standardisierte elektronische Patientenakte, Telemedizin, künstliche Intelligenz und Robotik. Dabei könnte zum Beispiel Robotikassistenz Pflegekräften mehr Zeit für die menschliche Zuwendung ermöglichen. Drittens sollte das Gesundheitswesen durch eine Reform des Gemeinsamen Bundesausschusses offener für Innovationen werden. Viertens sollte die Lücke bei den Investitionsfördermitteln im Krankenhausbereich geschlossen werden, um auf schwierigere Zeiten in den 2020er Jahre vorbereitet zu sein. Fünftens sollte zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit die Notfallversorgung neu ausgerichtet werden, wozu eine effektive Patientensteuerung gehört. Sechstens sollte die Qualitätstransparenz – auch und gerade sektorenübergreifend – konsequent weiter ausgebaut und für die Patienten zum Beispiel über digitale Angebote nutzbar gemacht werden. Siebtens sollte die sektorenübergreifende Versorgung und die Ambulantisierung der Medizin gefördert werden, wozu Adjustierungen am Vergütungssystem erforderlich sind. Empfohlen werden Vergütungsmodelle mit Qualitätszielen, welche die Gesamtverantwortung für die Versorgung einer Region in eine Hand legen. Damit ließe sich eine sektorenübergreifende Versorgung etablieren, die konsequent am Patientennutzen ausgerichtet ist.

    • 06.06.2018 - Digitalisierung: Gesundheitsminister Spahn mahnt Willen zur Gestaltung an

      Berlin, 6. Juni 2018 - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Institutionen des Gesundheitswesens vor weiteren Verzögerungen bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens gewarnt. Bei der Eröffnung des Hauptstadtkongresses Medizin und Gesundheit in Berlin wies Spahn darauf hin, dass eHealth weltweit auf einem unaufhaltsamen Vormarsch sei. „Die Angebote sind da oder kommen. Amazon, Google, Dr. Ed, Sie können sie alle aufzählen. Und In China übrigens passiert noch viel, viel mehr, von dem wir hier gar nichts mitkriegen“, sagte Spahn und fügte hinzu: „Es ist die Frage: Gestalten wir das oder kommt das von außen?“

       

      Spahn mahnte bezüglich digitaler Medizintechnologie, beispielsweise Apps, an, „dass wir auch vielleicht da nochmal ein Stück schneller, als das bisher gelingt, Standards setzen für die Zulassung“: Interoperabilität müsse dabei ebenso gegeben sein wie Schnittstellenoffenheit, Datenschutz und Datensicherheit.“ Aber wer das erfüllt, kriegt die Zulassung und dann – Innovation, Freiheit!“, so der Minister und kritisierte, dass derzeit große Unternehmen aufgrund komplizierter und unklarer Regulierung im Vorteil seien: „Unternehmen, kleine wie große, Menschen die Ideen haben, sollen Angebote entwickeln.“

       

      Schließlich sei die Erstattung im Rahmen des deutschen Gesundheitswesens ein Problem. Es gebe Digitalmedizinanbieter in Deutschland, deren größter Wachstumsmarkt im Moment in anderen Ländern liege, weil der Patient dort viel mehr gewohnt sei, auch mal selbst zehn oder zwanzig Euro für einen schnellen Befund zu zahlen. „Und soweit du in Deutschland nicht in der Erstattungsfähigkeit der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung bist, ist deine Chance, wirklich wachsen zu können, in diesem schönen Land nicht gegeben.“ Es werde daher im Moment bei der Bundesregierung überlegt, ob der Gemeinsame Bundesausschuss hier neue Aufgaben erhalten solle und wie ein zu schaffendes Datengesetz den Datenschutz reformieren könne, so dass die großen im Gesundheitswesen anfallenden Datenmengen besser genutzt werden könnten.

       

      Beim Hauptstadtkongress, zu dem ab heute mehr als 8.000 Repräsentanten aus allen Bereichen des Gesundheitswesens für drei Tage in Berlin zusammengekommen sind, lautet das Leitthema in diesem Jahr „Digitalisierung und vernetzte Gesundheit“. In der Eröffnungsveranstaltung wandte sich zunächst der SAP-Gründer Hasso Plattner in einer Videobotschaft an das Kongresspublikum. Plattner stellte ein von ihm initiiertes Projekt einer Health Cloud vor. Sämtliche diagnostischen Daten von Patienten sollen allen behandelnden Ärzten zur Verfügung  stehen. Und die Cloud soll mittels künstlicher Intelligenz neue medizinische Therapien hervorbringen. Ziel ist es für Hasso Plattner dabei, durch gezielten Einsatz digitaler Technik die medizinische Behandlung zu verbessern und zugleich die Kosten zu senken. Plattner kritisierte aber, dass die scharfen gesetzlichen Regelungen „den Einsatz digitaler Innovationen hemmen“.

       

      Neurowissenschaftler und Physiologen Dr.  Martin Hirsch, Enkel des Nobelpreisträgers Werner Heisenberg, erläuterte in einem Interview zur digitalen Revolution in der Medizin, dass die Digitalisierung vor allem auch eine personalisierte Prävention ermögliche. Dies würde bedeuten, dass das „Gesundheitssystem dafür sorgt, dass wir gar nicht erst krank werden“.

       

      Unter der Leitung und Moderation von Prof. Dr. Erwin Böttinger, Deutschlands Spitzenforscher im Bereich Digital Health, wurde in prominenter Runde darüber diskutiert, wie Deutschland im Bereich der Digitalisierung einen Spitzenplatz erreichen kann.

    • 05.06.2018 - Digitalisierung und vernetzte Gesundheit - Die Zukunft der Gesundheit kommt nach Berlin

      Berlin, 05.06.2018 - Am morgigen Mittwoch beginnt im CityCube Berlin (CCB) zum 21. Mal der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit, der größte Kongress für Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft in Deutschland. Für drei Tage treffen mehr als 8.000 Entscheidungsträger aus Politik, Kliniken, Gesundheitswirtschaft, Ärzteschaft, der medizinischen Forschung, Pflege und von Kostenträgern zu der jährlichen Leitveranstaltung der Branche zusammen. In mehr als 150 Einzelveranstaltungen werden rund 600 Referentinnen und Referenten auftreten.

       

      Unter dem Dach des Hauptstadtforums Gesundheitspolitik finden wie in jedem Jahr drei wichtige Fachkongresse statt, und zwar der Managementkongress Krankenhaus Klinik Rehabilitation, der Deutsche Pflegekongress und das Deutsche Ärzteforum. Sonderformate des Kongresses sind wieder der Tag der Versicherungen, der Fachärztetag und der Apothekertag.

       

      Der Hauptstadtkongress nimmt innerhalb der Gesundheitswirtschaft immer noch weiter zu: In diesem Jahr gibt es eine Rekordzahl von Satellitensymposien. Elf Unternehmen und Organisationen des Gesundheitswesens laden zu eigenen Veranstaltungen ein. Auch die Ausstellungsflächen, die größer sind als ein Fußballplatz, sind bis auf den letzten Quadratmeter von Ausstellern aus allen Bereichen des Gesundheitswesens ausgebucht.

       

      Die Eröffnungsveranstaltung steht im Zeichen des Kongressmottos „Digitalisierung und vernetzte Gesundheit“. Prominente Köpfe aus Digitalwirtschaft und eHealth werden Einblicke in die Zukunft der Medizin geben: Prof. Dr. h. c. Hasso Plattner, Gründer und Vorsitzender des Aufsichtsrats des Softwarekonzerns SAP, stellt in einer ausführlichen Videobotschaft sein Projekt einer Health Cloud vor. Ziel der Cloud: Sämtliche diagnostischen Daten von Patienten sollen allen behandelnden Ärzten zur Verfügung  stehen. Und die Cloud soll mittels künstlicher Intelligenz neue medizinische Therapien hervorbringen. Ziel ist es für Hasso Plattner immer, durch gezielten Einsatz digitaler Technik die medizinische Behandlung zu verbessern und damit auch gleichzeitig die Kosten zu senken.

       

      Danach führt der renommierte Spitzenforscher: Prof. Dr. Erwin Böttinger, Direktor des im vergangenen Jahr gegründeten Digital Health Center des Hasso-Plattner-Instituts der Universität Potsdam, durch die Veranstaltung. Böttinger ist einer der weltweit führenden Forscher für Digital Health, Big Data und künstliche Intelligenz. Er befragt den Neurowissenschaftler und Physiologen Dr.  Martin Hirsch, Enkel des Nobelpreisträgers Werner Heisenberg, zu seiner Entwicklung Ada. Ada ist eine App, die als Chat-Bot in Dialog mit dem Nutzer tritt. Sie fungiert dabei als persönliche Gesundheitshelferin: Mit Ada kann der Nutzer eine Vielzahl körperlicher und seelischer Beschwerden abklären. Ada nutzt künstliche Intelligenz und kennt bereits über eintausend Krankheiten mit mehreren Milliarden Symptomkombinationen - von einer einfachen Erkältung bis hin zu seltenen Erkrankungen.

       

      Schließlich wird Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Eröffnung des Kongresses mit einem Vortrag zum Thema „Gesundheit und Pflege - was wir erreichen wollen“ abrunden.

       

      Im Anschluss an die Eröffnungsveranstaltung folgt ein wissenschaftliches Highlight des Deutschen Ärzteforums: der Auftritt des Trägers des Deutschen Zukunftspreises,Prof. Dr. Sami Haddadin. Der Robotik-Spezialist ist ein weltweit führender Kopf bei der Entwicklung von Assistenzrobotern für den Massenmarkt. Sein Ziel: Roboter zu erschwinglichen Preisen, die gleichwohl mit künstlicher Intelligenz und der Fähigkeit Menschen zu verstehen ausgestattet sind. Außerdem müssen sie anders als Industrieroboter sofort äußerst sensibel agieren, wenn sie einem Menschen in die Quere kommen. Das könnte vor allem die Pflege revolutionieren – Haddadin spricht von „Geriatronics“.

       

      In den folgenden drei Tagen geht es – außer um die Hoffnungen, die in digitale Revolution in der Medizin gesetzt werden – in einer ganzen Reihe von Veranstaltungen auch um die Rahmenbedingungen in Deutschland, etwa um die Finanzierung digitaler Gesundheitsleistungen, um regulatorische Probleme, etwa bei der Zulassung  und um den strengen Datenschutz, den zuletzt sogar der Deutsche Ethikrat kritisiert hat. Bei all dem steht im Zentrum, wie Deutschland im internationalen Vergleich einen Spitzenplatz  erringen kann, anstatt sich im Mittelfeld zu bewegen, wie derzeit.

       

      Drei Monate nach Bildung der Bundesregierung spielen aber beim Hauptstadtkongress auch die neuen Themen und die neuen Gesichter eine besondere Rolle. Auf dem Podium debattieren etwa die gesundheitspolitischen Sprecher der Bundestagsfraktionen miteinander. In einer anderen Runde vier Gesundheitsminister aus den Bundesländern, in wieder einer anderen vier Wirtschaftsminister.

       

      Auch wenn die Qualität des deutschen Gesundheitswesens weltweit anerkannt ist, es gibt das große Problem der Aufspaltung in Sektoren – mit gravierenden Folgen für Patienten und Kostenträger. Zur Überwindung haben die Regierungsfraktionen in ihrem Koalitionsvertrag eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe vorgesehen. Es scheint, dass die Politik die sektorübergreifende Versorgung künftig wirklich zum Standard machen will. Das Thema ist deshalb ebenfalls Schwerpunkt auf dem Hauptstadtkongress, ebenso wie die Pflege, der Morbi-RSA, qualitätsbasierte Vergütung, Fachkräftegewinnung, Patientensicherheit, die Notfallversorgung und vieles andere mehr.

       

      Auch wenn die Themen zum Teil sehr komplex sind: Der Hauptstadtkongress ist keine Ansammlung von Expertenzirkeln. „Es gehört zur DNA des Kongresses, dass alle Berufsgruppen vertreten sind und gleichberechtigt diskutieren“, hebt Kongresspräsident Ulf Fink hervor. So führen der Pflegekongress und das Ärzteforum beispielsweise eine Veranstaltung zum Entlassmanagement gemeinsam durch. „Ärzte und Pflegeexperten kommen hier auf Augenhöhe zusammen, was im Klinikalltag ja so nicht unbedingt stattfindet, - und entwickeln gemeinsam Problemlösungsstrategien“, betont Fink. Das sei nur ein Beispiel von vielen, welche Möglichkeiten die Kombination der Kongresse bietet. Bemerkenswert sei auch, so Fink, dass keine Berufsgruppen fehlen: „Aus der Pflege sind zum Beispiel sowohl die Kranken-, als auch die Altenpflege  gut vertreten, aber zudem auch ambulante Pflegeeinrichtungen und stationäre. In diesem Jahr sind endlich sogar die pflegenden Angehörigen dabei.“

       

      Der Hauptstadtkongress nutzt neben klassischen Veranstaltungsformaten auch immer wieder Neuartiges:

       

      So gibt es erstmals eine „Battle of Arguments“. Dabei tragen zwei einander gegenüber sitzende Dreiergruppen vor Publikum einen Debattierwettkampf aus und am Ende kürt das Publikum den Sieger. Solche rhetorischen Wettbewerbe werden derzeit auch in Deutschland immer populärer: Es gibt bereits mehr als einhundert Debattierclubs in Deutschland.

       

      Ein Pro und Contra zum Thema "Der Patient ist digital: wo bleibt das Krankenhaus?" erlaubt Zuschauern, Fragen per Twitter in die Podiumsrunde einzubringen. Dafür gibt es, neben dem offiziellen Hashtag des  Kongresses #HSK18 ein eigenes Hashtag, nämlich #HSK18live.

       

      Eine vom IGES-Institut und dem US-amerikanischen Technologieunternehmen Cisco geplante Session erörtert Erfolgsfaktoren der Digitalisierung des Gesundheitswesens als Bühnenstück – mit Schauspielern, die sich unter das Publikum mischen.

       

      Hochrangige Referenten

       

      An den drei Tagen des 21. Hauptstadtkongresses werden viele weitere Spitzenpolitiker und Entscheider aus dem Gesundheitswesen auf den Podien vertreten sein:

       

      Die neuen gesundheitspolitischen Sprecher aller Bundestagsfraktionen diskutieren über „Gesundheitspolitik nach der Bundestagswahl“. Mit dabei: Christine Aschenberg-Dugnus (FDP), Sabine Dittmar (SPD), Prof. Dr. Axel Gehrke (AfD), Maria Klein-Schmeink (B90/Grüne), Karin Maag (CDU), Harald Weinberg (Linke).

       

      In einer Veranstaltung diskutieren vier Gesundheitsminister aus den Bundesländern über die Zukunft der Gesundheit, nämlich Dr. Heiner Garg (FDP) aus Schleswig-Holstein,Stefan Grüttner (CDU) aus Hessen, Karl-Josef Laumann (CDU) aus Nordrhein-Westfalen und die Hamburger Senatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD). Das Thema „Gesundheitswirtschaftspolitik“ erörtern vier Wirtschaftsminister aus den Ländern: die Berliner Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne), Anke Rehlinger (SPD) aus dem Saarland, Dr. Volker Wissing (FDP) aus Rheinland-Pfalz und Harry Glawe (CDU) aus Mecklenburg-Vorpommern.

       

      Die Ärzteschaft wird durch Führungspersönlichkeiten zahlreicher Organisationen repräsentiert, zum Beispiel durch: Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Rudolf Henke, Erster Vorsitzender des Marburger Bundes, undDr. Klaus Reinhardt, Vorsitzender des Hartmannbundes.

       

      Aus dem Bereich der Krankenkassen treten auf dem Hauptstadtkongress auf: Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen, Franz Knieps, Vorstand des BKK Dachverbandes, Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Nordwest, Dr. Mani Rafii, Mitglied des Vorstands der Barmer, und Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit.

       

      Von den Vorständen großer Krankenhäuser und Krankenhausträger sind beim Hauptstadtkongress als Referenten dabei: Dr. Andrea Grebe, Vorsitzende der Geschäftsführung der Vivantes-Kliniken Berlin, Prof. Dr. Annette Grüters-Kieslich, Vorstandsvorsitzende des Universitätsklinikums Heidelberg, Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Wolfgang Holzgreve, Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Bonn, Stephan Holzinger, Vorstandsvorsitzender der Rhön-Klinikum AG, PD Dr. Thomas Klöss, Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Halle, Thomas Lemke, Vorstandsvorsitzender der Sana Kliniken AG, Andreas Schlüter, Hauptgeschäftsführer der Knappschaft Kliniken, Prof. Dr. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Dr. Andreas Tecklenburg, Vorstandsmitglied des Verbandes der Universitätsklinika Deutschlands,Dr. Ulrich Wandschneider, Aufsichtsratsvorsitzender der Asklepios Kliniken, Prof. Dr. Jochen Werner, Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Essen, undProf. Wang Wie, Ärztlicher Direktor des Tongji Medical College in Wuhan/China.

       

      Aus der Pflege treten auf dem Kongress auf: Peter Bechtel, Vorsitzender des Bundesverbandes Pflegemanagement und Pflegedirektor am Universitäts-Herzzentrum Freiburg,Vera Lux, Pflegedirektorin und Vorstandsmitglied des Universitätsklinikums Köln, Dr. Markus Mai, Präsident der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz, Irene Maier, Stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätskliniken und Medizinischen Hochschulen Deutschlands, undThomas Meißner, Vorstand des AnbieterVerbandes qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen und Delegierter im Deutschen Pflegerat.

       

      Und weitere wichtige Institutionen des deutschen Gesundheitswesens werden vertreten durch: Prof. Josef Hecken, Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses,Dr. Christof Veit, Leiter des Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen, Frank Plate, Präsident des Bundesversicherungsamts, Dr. Heidrun M. Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Bettina am Orde, Erste Direktorin der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See, undDr. Peter Pick, Geschäftsführer des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen.

       

      Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 21. Hauptstadtkongress findet vom 6. bis 8. Juni 2018 im CityCube Berlin statt.

    • 22.05.2018 - Alle Pressetermine und Highlights auf einen Blick

      Hier finden Sie eine Übersicht aller Pressetermine und Highlights auf einen Blick.

    • 17.04.2018 - Gesundheitsminister Spahn eröffnet Hauptstadtkongress – drei Tage mit vielen weiteren VIPs

      Die Zusage dürfte dem neuen Bundesgesundheitsminister nicht schwer gefallen sein: Jens Spahn eröffnet am 6. Juni in Berlin den Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit, der in diesem Jahr unter dem Motto steht: „Digitalisierung und vernetzte Gesundheit“. Erst vor zwei Jahren hat Spahn ein Buch publiziert mit dem Titel „Bessere Gesundheit durch digitale Medizin“. Der Kongress befasst sich also mit einem Lieblingsthema von Jens Spahn.

      In der Eröffnungsveranstaltung, in der es um Visionäres für die Gesundheitsversorgung durch die Digitalisierung der Medizin gehen wird, referiert auch der prominente Spitzenforscher: Prof. Dr. Erwin Böttinger, Direktor des im vergangenen Jahr gegründeten Digital Health Center des Hasso-Plattner-Instituts der Universität Potsdam. Böttinger ist einer der weltweit führenden Forscher für personalisierte Medizin, einem zukunftsweisenden Feld, das vor allem auf Big Data, künstlicher Intelligenz und Pharmakogenomik basiert.

      In der anschließenden Session diskutieren die neuen gesundheitspolitischen Sprecher aller Bundestagsfraktionen über „Gesundheitspolitik nach der Bundestagswahl“. Mit dabei: Christine Aschenberg-Dugnus (FDP), Sabine Dittmar (SPD), Prof. Dr. Axel Gehrke (AfD), Maria Klein-Schmeink (B90/Grüne), Karin Maag (CDU), Harald Weinberg (Linke).

      An den drei Tagen des 21. Hauptstadtkongresses werden viele weitere Spitzenpolitiker auf den Podien vertreten sein: In einer Veranstaltung diskutieren vier Gesundheitsminister aus den Bundesländern über die Zukunft der Gesundheit, nämlich Dr. Heiner Garg (FDP) aus Schleswig-Holstein, Stefan Grüttner (CDU) aus Hessen, Karl-Josef Laumann (CDU) aus Nordrhein-Westfalen und die Hamburger Senatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD). Das Thema „Gesundheitswirtschaftspolitik“ erörtern vier Wirtschaftsminister aus den Ländern: die Berliner Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne), Anke Rehlinger (SPD) aus dem Saarland, Dr. Volker Wissing (FDP) aus Rheinland-Pfalz und Harry Glawe (CDU) aus Mecklenburg-Vorpommern.

      Die Ärzteschaft wird durch Führungspersönlichkeiten zahlreicher Organisationen repräsentiert, zum Beispiel durch: Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Rudolf Henke, Erster Vorsitzender des Marburger Bundes, und Dr. Klaus Reinhardt, Vorsitzender des Hartmannbundes.

      Aus dem Bereich der Krankenkassen treten auf dem Hauptstadtkongress auf: Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen, Franz Knieps, Vorstand des BKK Dachverbandes, Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Nordwest, Dr. Mani Rafii, Mitglied des Vorstands der Barmer, und Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit.

      Von den Vorständen großer Krankenhäuser und Krankenhausträger sind beim Hauptstadtkongress als Referenten dabei: Dr. Andrea Grebe, Vorsitzende der Geschäftsführung der Vivantes-Kliniken Berlin, Prof. Dr. Annette Grüters-Kieslich, Vorstandsvorsitzende des Universitätsklinikums Heidelberg, Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Wolfgang Holzgreve, Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Bonn, Stephan Holzinger, Vorstandsvorsitzender der Rhön-Klinikum AG, PD Dr. Thomas Klöss, Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Halle, Thomas Lemke, Vorstandsvorsitzender der Sana Kliniken AG, Andreas Schlüter, Hauptgeschäftsführer der Knappschaft Kliniken, Prof. Dr. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Dr. Andreas Tecklenburg, Vorstandsmitglied des Verbandes der Universitätsklinika Deutschlands, Dr. Ulrich Wandschneider, Aufsichtsratsvorsitzender der Asklepios Kliniken, Prof. Dr. Jochen Werner, Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Essen, und Prof. Wang Wie, Ärztlicher Direktor des Tongji Medical College in Wuhan/China,

      Aus der Pflege treten auf dem Kongress auf: Peter Bechtel, Vorsitzender des Bundesverbandes Pflegemanagement und Pflegedirektor am Universitäts-Herzzentrum Freiburg, Vera Lux, Pflegedirektorin und Vorstandsmitglied des Universitätsklinikums Köln, Dr. Markus Mai, Präsident der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz, Irene Maier, Stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätskliniken und Medizinischen Hochschulen Deutschlands, und Thomas Meißner, Vorstands des AnbieterVerbandes qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen und Delegierter im Deutschen Pflegerat.

      Und weitere wichtige Institutionen des deutschen Gesundheitswesens werden vertreten durch: Prof. Josef Hecken, Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses, Dr. Christof Veit, Leiter des Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen, Frank Plate, Präsident des Bundesversicherungsamts, Dr. Heidrun M. Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Bettina am Orde, Erste Direktorin der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See, und Dr. Peter Pick, Geschäftsführer des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen.

      Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 21. Hauptstadtkongress findet vom 6. bis 8. Juni 2018 im CityCube Berlin statt.

    • 06.04.2018 - Hauptstadtkongress: Programm steht online

      Das Programm für den Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit steht jetzt in den Details fest und ist auf der Website des Kongresses unter www.hauptstadtkongress.de publiziert worden. Insgesamt umfasst das Programm knapp 150 Einzelveranstaltungen mit rund 600 Referenten. Unter dem Hauptstadtforum Gesundheitspolitik als gesundheitspolitischem Dach des Hauptstadtkongresses finden drei Fachkongresse statt: Krankenhaus Klinik Rehabilitation, Deutscher Pflegekongress und Deutsches Ärzteforum. Wichtige Veranstaltungen im Rahmen des Hauptstadtkongresses sind auch der Tag der Versicherungen, das Apothekerforum und zahlreiche Satellitensymposien zu spannenden Spezialthemen.

      Die Kongresswebsite bietet diverse Funktionen, mit denen sich das umfangreiche Programm individuell verwalten lässt, um einen Kongressbesuch sinnvoll zu planen. Über die Auswahl von Favoriten kann man sich eine eigene Auswahl zusammenstellen und diese ausdrucken oder als PDF herunterladen. Darüber hinaus stehen Empfehlungsfunktionen zur Verfügung, mit denen Social-Media-Nutzer ihre Kontakte auf einzelne Veranstaltungen hinweisen können. Zudem lässt sich jede Kongress-Session über einen iCal-Schnittstelle auch in andere Kalendersysteme exportieren.

      Der Hauptstadtkongress steht in diesem Jahr unter dem Motto „Digitalisierung und vernetzte Gesundheit“. Es werden bahnbrechende Beispiele der digitalen Revolution aus Medizin und Pflege präsentiert und diskutiert. Außerdem wird es um die Frage gehen, wie die gewaltigen Chancen der Digitalisierung schnellstmöglich genutzt und zur Realität im Versorgungsalltag gemacht werden können.

      Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 21. Hauptstadtkongress findet vom 6. bis 8. Juni 2018 im CityCube Berlin statt.

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Die WISO S.E. Consulting GmbH als Veranstalterin des Hauptstadtkongresses Medizin und Gesundheit bietet Journalistinnen und Journalisten die Möglichkeit einer kostenlosen Akkreditierung. Diese dient ausschließlich der journalistischen Berichterstattung vom Kongress.

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Wir bitten außerdem um eine Kopie des aktuellen Presseausweises folgender Institutionen, die Presseausweise nur an hauptberufliche Journalisten ausgeben: DJV, dju, BDZV, VDZ oder Freelens. Korrespondenten aus dem Ausland bitten wir um eine schriftliche Auftragsbestätigung ihrer Redaktion und die Vorlage eines Mitgliedsausweises einer anerkannten Organisation ausländischer Pressevertreter (z.B. Verein der ausländischen Presse).

Ihren Akkreditierungswunsch richten Sie bitte an folgende E-Mail-Adresse (Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mail):

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Eine Akkreditierung berechtigt zur kostenlosen Teilnahme am Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit. Die entsprechenden Unterlagen (Kongressunterlagen, sowie Eintrittskarte) erhalten Sie ab dem ersten Kongresstag direkt vor Ort.

Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit, sich vor Ort gegen Vorlage einer entsprechenden Legitimation (siehe oben) zu akkreditieren. Einfacher und schneller für beide Seiten ist aber eine Vorab-Akkreditierung.

Ein Rechtsanspruch auf Akkreditierung besteht nicht. Die Veranstalterin behält sich grundsätzlich vor, ein Akkreditierungsgesuch abzulehnen. Bei Ablehnung einer Akkreditierung verbleibt selbstverständlich die Möglichkeit, über den Kauf einer Eintrittskarte beim Kongress dabei zu sein.

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Auch Blogger können eine Akkreditierung in Anspruch nehmen, sofern sie vorhaben unmittelbar über den Kongress oder einzelne seiner Veranstaltungen zu berichten. Voraussetzung für die Akkreditierung ist jedoch eine entsprechend hohe journalistische Relevanz des Blogs (beispielsweise aufgrund hoher Reichweite). Um diesbezüglich eine sorgfältige Einzelfallprüfung zu ermöglichen, kann die Akkreditierung von Bloggern nur vorab erfolgen, eine Akkreditierung vor Ort ist für Blogger grundsätzlich ausgeschlossen.

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Ralf-Thomas Hillebrand
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