Loading

Hauptstadtkongress 2017: Die Zukunft der Gesundheit in Berlin

CityCube Berlin 

Newsfeed – aktuelle Informationen zum Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2017

Beim Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit wird es diesmal um die Grundpfeiler unseres Gesundheitswesens gehen: „Qualität und nachhaltige Finanzierung“ lautet das Motto – es umfasst die beiden zentralen Kriterien, an denen sich Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft messen lassen müssen.

Nach fast vierzig Jahren Kostendämpfungspolitik hat ein Paradigmenwechsel stattgefunden: Das Gesundheitswesen soll unter Berücksichtigung exakter Qualitätskriterien gesteuert werden.

Wie schwierig unumstrittene Qualitätsindikatoren aber zu definieren sind, zeigen die Debatten um die ersten Arbeitsergebnisse aus dem Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen. Der Hauptstadtkongress wird diese Fragen mit führenden Köpfen aus Politik, Selbstverwaltung und Gesundheitswirtschaft weiter diskutieren.

Wie immer stehen auch die anderen aktuellen Themen auf der Agenda, etwa: Wie weit ist die Selbstverwaltung bei der Nutzung von Big Data? Welche Zukunftstrends gibt es in der stratifizierten Medizin? Wie wird das Medizinstudium 2020 aussehen? Was kommt nach dem Pharmadialog? Diskutiert werden auch der Innovationsfonds, Gesundheits-Apps und Patienten-Empowerment.

Drei Monate vor der Bundestagswahl spielt die Gesundheitspolitik eine besondere Rolle: Spitzenpolitiker aller Parteien werden ihre Konzepte offenlegen, vor allem zu einer nachhaltigen Finanzierung des Gesundheitswesens. Der Wettbewerb unter den Kassen, die Zusatzbeiträge, eine Rückkehr zur paritätischen Finanzierung, der morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich und die Renaissance der Idee einer Bürgerversicherung werden dabei dominierende Themen sein.

Programm

Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2017

Hauptstadtforum Gesundheitspolitik Krankenhaus Klinik Rehabilitation Deutscher Pflegekongress Deutsches Ärzteforum Sonderformate
GO
alle anzeigen

Hauptstadtforum Gesundheitspolitik

A7/8 

Eröffnung des Kongresses

Kongresseröffnung

20 Jahre Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit: Brücken statt Mauern. Gegen die Versäulung des Gesundheitswesens.

Diskussion mit den wissenschaftlichen Leitern
Moderation

Die Zukunft der Gesundheitspolitik

Vortrag

Auf die Mannschaft kommt es an.

Befragung durch

Hauptstadtkongress | Programmstand: 25.05.2017
Ergänzungen und Änderungen vorbehalten.

Referentinnen und Referenten

Alle Referentinnen und Referenten des Hauptstadtforums Gesundheitspolitik, der Fachkongresse, Sonderformate sowie des Ausstellungsforums

Bereits zum 20. Mal treffen sich in der jährlichen Leitveranstaltung der Gesundheitsbranche über 600 Referentinnen und Referenten aus Gesundheitspolitik, Pflege und Medizin sowie Kliniken, Gesundheitsunternehmen und Verbänden, um in rund 180 Einzelveranstaltungen über aktuelle und künftige Entwicklungen im Gesundheitswesen zu referieren und zu diskutieren.

Social Media Folgen Sie dem Kongress

Besuchen Sie den Hauptstadtkongress-Blog und schalten Sie sich schon vor dem Kongress mit Ihren Kommentaren in den Dialog ein. Beteiligen Sie sich auf Twitter und Facebook an den Diskussionen rund um den Hauptstadtkongress und seine Veranstaltungen. Verwenden Sie dafür das Hashtag #HSK17.

Eine Veranstaltung ist besonders interessant? Sie möchten ein Thema online weiterdiskutieren? Sie haben interessante Gesprächspartner kennengelernt? Teilen Sie Ihre Eindrücke auf Twitter oder Facebook mit der Community. Und nicht vergessen: Markieren Sie Ihre Tweets mit #HSK17.

Newsletter Auf dem Laufenden bleiben

Gerne informieren wir Sie über Programmankündigungen und Updates direkt per E-Mail. Tragen Sie dazu einfach Ihre E-Mail Adresse ein.

  • 17.05.2017 - Telemedizin für Herzpatienten: Leuchtturmprojekt an der Ostseeküste

    Es ist mit 14 Millionen Euro Förderung eines der ganz großen Projekte des Innovationsfonds: In Mecklenburg-Vorpommern werden derzeit etwa 1.500 chronisch herzkranke Patienten für dauerhafte telemedizinische Überwachung rekrutiert. In den nächsten drei Jahren sollen die chronisch unter Herzinsuffizienz, Vorhofflimmern oder Hypertonie leidenden Patienten via Smartphone, einer eigens programmierten App, Fitness-Armbändern, elektronischen Blutdruckmessgeräten und digitalen Waagen überwacht werden - rund um die Uhr, von einem Care-Center der Uniklinik Rostock aus.

    Sobald diagnostische Daten Veränderungen zeigen, kann ein Kardiologe mit dem Patienten Kontakt aufnehmen und die Medikation anpassen oder Verhaltensempfehlungen aussprechen. "Wir wollen die Patienten möglichst lange vom Krankenhaus fernhalten", erläutert einer der beteiligten Mediziner. Ziel ist es dabei auch, durch weniger Herzbeschwerden und weniger Krankenhausaufenthalte Kosten zu sparen. Der Vergleich mit einer traditionell versorgten Kontrollgruppe von 1.500 Patienten soll zweifelsfrei belegen, ob die Telemedizin hält, was man sich davon verspricht.

    Das Projekt geht ein schwerwiegendes Problem an: die zum Teil schlechte fachärztliche Versorgung im ländlichen Raum. Die Bevölkerungsdichte in Mecklenburg-Vorpommern liegt nicht einmal bei zwei Prozent von jener in Berlin. Und in dem Flächenland mit einer Ausdehnung von 250 Kilometern von Ost nach West gibt es nur zwei Herzzentren. Es geht also auch um die Frage: Wie kann man die kontinuierliche Versorgung mit Spitzenmedizin sicherstellen, wenn der Patient ein oder zwei Autostunden entfernt wohnt?

    "Gerade bei der Entwicklung von Versorgungsprogrammen für den ländlichen Raum setzen wir ganz stark auf die Vernetzung aller Beteiligten über die Sektorengrenzen hinweg", sagt die an dem Projekt beteiligte AOK Nordost. Und Peter Vullinghs, Chef von Philips Deutschland, dem Unternehmen, das die Technik liefert, ergänzt, das Modell lasse "sich auf weitere Krankheitsbilder und Bundesländer übertragen".

    Das Thema "Bedingungen für innovative neue Versorgungswege und -formen" diskutieren auf dem Hauptstadtkongress: Prof. Dr. Christian Schmidt, Ärztlicher Vorstand und Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Rostock, Lars F. Lindemann, Hauptgeschäftsführer des Spitzenverbandes Fachärzte Deutschlands, Oliver Schenk, Leiter der Abteilung Grundsatzfragen der Gesundheitspolitik und Telematik des Bundesgesundheitsministeriums, Peter Vullinghs, Vorsitzender der Geschäftsführung der Philips GmbH, und Kay Wilke-Schultz, Leiter der Unternehmenseinheit Versorgungsmanagement der AOK Nordost.

  • 10.05.2017 - Capitation – Konzept für effizienten Umgang mit Ressourcen des Gesundheitswesens

    “Jeder geheilte Patient ist ein verlorener Kunde", heißt es immer wieder in Sozialen Medien und der Blogosphäre. Diese Sichtweise verbreitet sich unaufhaltsam weiter, weil sie so logisch klingt. Denn sie hat ja vielleicht einen wahren Kern: Pharmaindustrie, Ärzte und andere Leistungserbringer werden nicht dafür bezahlt, dass Patienten geheilt werden – sondern für den Absatz von Arzneipackungen oder einzelne Leistungen – und das in der Regel unabhängig davon, ob sie sinnvoll verordnet wurden und im Einzelfall auch wirken.

    In der Schweiz, den USA und Großbritannien versucht man bereits seit einiger Zeit, diesen ökonomischen Fehlanreiz zu unterbinden. Die Idee nennt sich "Capitation": Im Voraus wird Leistungserbringern für ein Jahr oder länger eine Pro-Kopf-Pauschale je Versichertem oder je Patienten bezahlt, die an eine Wartungspauschale erinnert. Der Anreiz: Je gesünder der Patient bleibt, desto mehr Gewinn verbleibt von der Pauschale. Belohnt werden also gesunde Patienten. Es gäbe beispielsweise einen starken ökonomischen Anreiz, Diabetiker möglichst gut auf Insulin einzustellen, damit es nicht zu kostenträchtigen Komplikationen und schlimmstenfalls zu Amputationen kommt.

    Schon im alten China, so wird immer wieder berichtet, sei das so gewesen: Geld erhielten die Heilkundigen fernöstlicher Medizin, die bis heute für viele Menschen als Vorbild an Weisheit und ganzheitlicher Orientierung gelten, nur für jene Patienten, die gesund geblieben waren. Wird nun auch fernöstliche Vergütung zum Maßstab?

    In der Schweiz haben Studien belegt, dass Capitation einen effizienteren Umgang mit den Ressourcen des Gesundheitswesens zur Folge hat. Es liegt in der Natur der Sache, dass es auch einen Anreiz zur verbesserten Zusammenarbeit der Akteure gibt und Integrierte Versorgung gefördert wird. Capitation könnte daher auch einen Beitrag zur Überwindung der sektoralen Spaltung des deutschen Gesundheitssystems leisten. Und auch Pharma- und Medtechindustrie könnten in Systempartnerschaften einbezogen werden.

    Das spannende Thema "Capitation: Gehört die Zukunft im Gesundheitswesen den Systempartnerschaften?" diskutieren unter der gemeinsamen Moderation von Prof. Dr. Axel Mühlbacher, Leiter des Instituts Gesundheitsökonomie und Medizinmanagement Hochschule Neubrandenburg, und Jessica Hanneken, Hauptstadtrepräsentanz der apoBank: Prof. Roger Jaeckel, Hochschule Neu-Ulm, Market Access Director D.A.CH der Baxter Deutschland GmbH, Dr. Torsten Kühn, Geschäftsführer der ContraCare GmbH, Bernd Laudahn, Geschäftsführer der Philips GmbH Market DACH, und Stefan Oelrich, Senior Vice President Head Diabetes Franchise von Sanofi.

  • 04.05.2017 - Gelähmte können wieder laufen lernen – mit hirnstromgesteuerten Robotersystemen: Roboter-Pionier Gordon Cheng auf dem HSK

    Den ersten Ball bei der Eröffnung der Fußball-WM 2014 kickte ein Querschnittsgelähmter durchs Stadion in São Paulo. Juliano Pinto steckte in einem sogenannten Exoskelett, einer Art maschinell angetrieben Overall, der ihm Gehen und sogar den symbolischen Anstoß ermöglichte. Das war außergewöhnlich genug, aber das eigentlich Spektakuläre konnte man kaum erkennen: Pinto steuerte das Exoskelett nur mit seinem Willen. Auf seinem Kopf trug er eine Haube mit EEG-Elektroden.

    „Brain to Robot“ lautet das Schlagwort für diese Technologie – und ihr weltweit führender Kopf ist Professor Gordon Cheng, Spezialist für Neuro-Engineering an der TU München. Die Vorführung im Stadion warb für sein „Walk Again Project“. Chengs Arbeiten könnten nicht nur dazu beitragen, dass Querschnittsgelähmte wieder gehen können. Sie könnten der roboterassistierten Medizin insgesamt einen Schub verleihen, denn die steht immer wieder in der Kritik – vor allem, weil der Roboter zwar extrem genau schneidet, aber mit seinen Instrumenten nicht fühlen kann.

    Cheng forscht auch auf dem Gebiet der Sensorik von Robotern. Einer seiner Roboter hat eine von Sensoren übersäte Gummihaut – die ihm das Registrieren von Berührungen erlaubt und Tastsinn verleiht. Der Roboter kann damit zum Beispiel weiche Orangen aussortieren, ohne eine einzige zu zerquetschen. Aber es geht Cheng um mehr: Ziel seiner Forschung ist es, neuronale Systeme aus dem Tierreich auf Roboter zu übertragen. Ihre Sinne liefern bei der Jagd oder auf der Flucht oft unscharfe, widersprüchliche oder zeitversetzte Informationen an das Gehirn – das trotzdem eine sinnvolle Entscheidung trifft.

    Unter dem Titel „Roboterassistierte Medizin: Verteufelt, gefürchtet, jetzt Realität – Chancen und Möglichkeiten“ diskutiert Prof. Dr. Gordon Cheng, Lehrstuhlinhaber für Kognitive Systeme der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der TU München, auf dem Hauptstadtkongress in Berlin mit: Prof. Dr. Christian Hendrich, Ärztlicher Direktor und Chefarzt des Orthopädischen Krankenhauses Schloss Werneck, und Prof. Dr. Thomas A. Schildhauer, Ärztlicher Direktor der Chirurgischen Universitätsklinik und Poliklinik des Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikums Bergmannsheil Bochum.

  • 26.04.2017 - Finanzierung des Gesundheitswesens – könnte eine Bürgerversicherung die Rettung sein?

    Verglichen mit dem Jahr 2000 hat sich der prozentuale GKV-Beitrag eines Arbeitnehmers im Durchschnitt um fast ein Viertel erhöht - von 6,75 auf heute 8,4 Prozent des Bruttogehalts. Im Jahr 1970 hatte er noch bei 4,1 Prozent gelegen.

    Nur einige Jahre hat die Politik es geschafft, diese Finanzentwicklung unter Kontrolle zu halten. Doch seit drei Jahren bereits steigen die Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung wieder stärker als die Einnahmen. Und für die nächsten Jahre sagen Fachleute auch aus den Krankenkassen kräftig steigende Zusatzbeiträge vorher.

    Hinzu kommt, dass die Bundesregierung etliche teure Reformprojekte im Gesundheitswesen begonnen hat, die Milliardenkosten verursachen und die finanzielle Lage der GKV weiter verschärfen dürften: das Krankenhausstrukturgesetz, den Umbau der ambulanten Versorgung, den weiteren Ausbau der Telematik-Infrastruktur und die Stärkung von Prävention und Hospizwesen sowie die jüngste Pflegegesetzgebung.

    Wenige Monate vor der Bundestagswahl wird die Finanzierung des Gesundheitswesens zu einem brisanten Thema. Die SPD will die paritätische Finanzierung der Krankenversicherungsbeiträge wiederherstellen, damit Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil nicht weiter auseinanderdriften. SPD, Grüne und Linke wollen vor allem auch für eine Bürgerversicherung kämpfen. Allerdings zeigen neuere Studien, dass eine Einführung der Bürgerversicherung mit gravierenden Problemen verbunden wäre. Letztlich würde die GKV so möglicherweise gar nicht entlastet, sondern müsste erhebliche zusätzliche Kosten übernehmen, so sagen einige Experten.

    Genügen diese Vorschläge, um das Gesundheitswesen nachhaltig zu finanzieren? Oder muss das Gesundheitssystem grundlegend neu organisiert werden?

    Das brisante Thema "Die Zukunft des Gesundheitswesens: Paritätische Finanzierung, Bürgerversicherung?" diskutieren auf dem Hauptstadtkongress in Berlin: Dr. Stefan Etgeton, Senior Expert der Bertelsmann Stiftung, Sabine Dittmar, Mitglied im Gesundheitsausschuss und stv. gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Dr. Volker Hansen, Leiter der Abteilung Soziale Sicherung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Rudolf Henke, stv. Vorsitzender des Gesundheitsausschusses, Mitglied der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Vorsitzender des Marburger Bunds, und Dr. Volker Leienbach, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Verbandes der Privaten Krankenversicherung.

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 20. Hauptstadtkongress findet vom 20. bis 22. Juni 2017 im CityCube Berlin statt.

  • 19.04.2017 - Science Fiction in der Medizin wird real

    Selbst die erfahrenste Krankenschwester kann es nicht so gut: Ein Blutabnahmeroboter erkennt mittels Infrarot- und Ultraschallmessung die genaue Lage auch der verstecktesten Vene und führt die Nadel schonend ins Ziel.

    Immer mehr Arbeit in der Medizin wird von Robotern besser erledigt als von Menschen: Der präzise Schnitt zur Entfernung von bösartigem Gewebe oder der minimalinvasive Eingriff im Brustraum ohne Öffnung des Brustkorbs – solche Operationen sind ohne Robotik schon heute oft kaum noch Stand der Technik. Der Roboter schneidet, der Arzt sitzt mit einer 3D-Brille an einem Rechnersystem. Tausende von Medizin-Robotern werden mittlerweile jedes Jahr verkauft. Und Hunderttausende OPs damit durchgeführt, so eine Statistik der Internationalen Föderation für Robotik.

    Über kurz oder lang wird künstliche Intelligenz auch mit ärztlichem Wissen in Konkurrenz treten. So wie vor zwei Jahren in Japan: Ärzte wussten bei der Behandlung einer Leukämie-Patientin nicht mehr weiter. Erst als sie deren diagnostischen Daten von einem Supercomputer mit 20 Millionen Datensätzen abgleichen ließen, konnten der spezielle Erkrankungstyp identifiziert und die Patientin gerettet werden.

    Aber auch das klassische Krankenhaus befindet sich im Umbruch: Im extrem dünn besiedelten finnischen Lappland ist für manchen Patienten das Krankenhaus über 400 Kilometer weit weg. Patienten gehen dort in lokale Gesundheitszentren – quasi Krankenhäuser ohne Ärzte – und nutzen Teleradiologie, Video- und Telekonsultation sowie Teletraining. Ihre Daten werden dazu ins Zentralkrankenhaus Lapplands übertragen. Und das Mercy Virtual Care Center in Chesterfield im US-Staat Missouri ist ein Krankenhaus mit 300 Mitarbeitern, aber keinem einzigen Bett – ein Krankenhaus ohne Patienten. Bis hin zum Schlaganfall wird in dem 54 Millionen US-Dollar teuren Haus alles per Telemedizin behandelt.

    Der Ort, an dem Diagnostik und Behandlung stattfinden, verschiebt sich so immer mehr in den privaten Lebensbereich des Patienten. Das könnte die Gesundheitswirtschaft erst recht umkrempeln: Denn wer die Vitaldaten der Patienten sammelt, künstliche Intelligenz programmiert und Roboter entwickelt, könnte dereinst die zentrale Position im Markt einnehmen – und die klassische Medizin möglicherweise schlicht zur Zulieferindustrie machen.

    Das Thema „Science Fiction in der Medizin: Ärzte- oder patientenloses Krankenhaus?“ diskutieren auf dem Hauptstadtkongress in Berlin: Dr. Friedrich von Bohlen, Geschäftsführer der dievini Hopp BioTech holding, Prof. Dr. Horst Karl Hahn, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Bildgestützte Medizin, Dr. Andreas Hartung, Chief Operating Officer der AMEOS-Gruppe, Dr. Markus Müschenich, CEO und Co-Founder von Flying Health Incubators und Vorstand des Bundesverbandes Internetmedizin, Prof. Dr. Christian Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Rostock, Dr. Andreas Tecklenburg, Vizepräsident der Medizinischen Hochschule Hannover, und Peter Vullinghs, Vorsitzender der Geschäftsführung der Philips GmbH. Es moderiert der Gesundheitsunternehmer Prof. Heinz Lohmann.

  • 12.04.2017 - Menschenwürde – im Gesundheitswesen Mangelware?

    Die Öffentlichkeit reagierte betroffen, aber Medizin-Insider pflichteten ihr tausendfach bei, als eine OP-Schwester Anfang des Jahres einen offenen Brief an Bundeskanzlerin Merkel schrieb und darin massive Missstände im deutschen Gesundheitswesen beklagte: „Wahrung der Menschenwürde, trotz oftmals widriger Umstände, war für mich das oberste Gebot. Die letzten Jahre war das ein Ding der Unmöglichkeit. Patienten sind zu Wirtschaftsfaktoren geworden, sind Fallzahlen und Kostenfaktoren. Menschen sind sie keine mehr, und sie als solche zu behandeln unmöglich.“ 

    Der informierte Patient und der Kranke, dem ausreichend Zuwendung zuteil wird, sind in einem zunehmend ökonomisierten Gesundheitssystem immer schwerer durchgängig als Zielvorstellung durchsetzbar, beklagen Experten. Das gilt ebenso für Privatheit in voll belegten Mehrbettzimmern, angemessenen Umgang mit Schmerzen von Patienten oder würdevolles Sterben. 

    Einige Kliniken holen sich neuerdings Ethikexperten ins Haus oder entwickeln Ethikprogramme – doch eine Finanzierung durch die Krankenkassen gibt es dafür bislang nicht. 

    Unter dem Titel „Die Niere von Zimmer sechs – können wir uns Menschenwürde im Gesundheitswesen noch leisten?“ diskutieren das kontroverse Thema auf dem Hauptstadtkongress: Dr. Günther Jonitz, Präsident der Ärztekammer Berlin, Uwe Kropp, Pflegedirektor der Evangelisches Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge gGmbH in Berlin, Prof. Dr. Dr. h. c. (mult.) Ursula Lehr, Bundesministerin a. D. und Stellvertretende Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen, Dr. Rainer Norden, Vorsitzender der Geschäftsführung der Evangelisches Klinikum Bethel, und Prof. Dr. Ralf Stoecker, Professor für Praktische Philosophie an der Universität Bielefeld. Moderiert wird die Veranstaltung vom TV-Arzt Dr. Eckart von Hirschhausen. 

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 20. Hauptstadtkongress findet vom 20. bis 22. Juni 2017 im CityCube Berlin statt.

  • 05.04.2017 - Die Gretchenfrage: Hilft bessere Bezahlung gegen den Pflegemangel?

    Während ein Fluglotse durchschnittlich knapp 68.000 Euro im Jahr verdient und Fachkräfte in den Bereichen Kundenservice und Logistik mit mehr als 39.000 Euro entlohnt werden, bekommt ein Altenpfleger im Durchschnitt nur 24.657 Euro brutto. Aber nicht überall: Der Monatsverdienst für eine Pflegefachkraft lag im Jahr 2015 je nach Bundesland zwischen 1.879 und 2.871 Euro. Wer am falschen Ort arbeitet und jung ist, verdient also bis zu 35 Prozent weniger.

    Die Folgen kann man in Sachsen sehen: Dort werden mit etwa 1.600 Pflegekräften pro Jahr zwei Drittel über Bedarf ausgebildet, aber das reicht nicht. Denn viele Absolventen wandern in andere Bundesländer ab, wechseln nach der Ausbildung in einen anderen Beruf oder gehen nur einer Teilzeitbeschäftigung nach. Mancherorts führt Fachkräftemangel bereits zu Aufnahmestopps und Bettenstilllegungen in Pflegeeinrichtungen.

    Karl Brenke vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung erkennt einen direkten Zusammenhang zwischen dem Fachkräftemangel aufgrund geringer Attraktivität des Berufs und mangelnder Verhandlungsstärke bei den Löhnen: "Wenn Fluglotsen knapp sind, steigen die Löhne relativ stark und über Streiks können sie höhere Gehälter fordern. Altenpfleger hingegen sind weniger gewerkschaftlich organisiert. Da wird Fachkräftemangel beklagt, aber es fehlt die Macht, bessere Löhne durchzusetzen."

    Das sieht der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann, ähnlich: "Überall wo in Deutschland über Pflege entschieden wird, sitzt die Pflege nicht mit am Tisch." Über Jahrzehnte hätten die Krankenhäuser auf Kosten der Pflege gespart, während die Ärzte hohe Tariferhöhungen erkämpft hätten, so Laumann.

    Bei einer repräsentativen Umfrage unter Pflegekräften im Herbst 2016 war häufigste Antwort auf die Frage, welche Maßnahmen den Personalmangel lindern könnten: Die Bezahlung müsse erhöht werden. Sylvia Bühler von der Gewerkschaft ver.di fordert nun: "Dass viele Arbeitgeber die Empathie der Beschäftigten und ihr großes Engagement so schamlos ausnutzen können, muss aufhören!" Die halten dagegen: Eine von ver.di geforderte Steigerungen des Pflegemindestlohns auf 12,50 Euro verglich der Präsident des bpa Arbeitgeberverbands, Rainer Brüderle, mit ‚Cockpit-Niveau´.

    Unter dem Titel "Die Gretchenfrage: Gerechte Bezahlung in der Pflege" diskutieren auf dem Hauptstadtkongress im Juni in Berlin: Karl Brenke, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Dietmar Erdmeier, Gewerkschaftssekretär im Bereich Gesundheitspolitik beim Bundesvorstand von ver.di, Kai A. Kasri, Geschäftsführender Gesellschafter der Vivaldo GmbH, Rupert Niewiadomski, Geschäftsführer der Katholischen Sozialstation Freiburg im Breisgau, und Rainer Brüderle, Bundesminister a. D. und Präsident des bpa Arbeitgeberverbands.

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 20. Hauptstadtkongress findet vom 20. bis 22. Juni 2017 im CityCube Berlin statt.

  • 29.03.2017 - Gier und Fehlanreize – wird zu viel, zu wenig oder falsch operiert?

    "In Deutschland wird zu viel operiert", heißt es auf der Website einer großen Krankenkasse, Gewinnstreben sei der Grund. Und eine Veröffentlichung des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung benennt unter der Überschrift "Zwischen Mammon und Ethos" dafür auch Kronzeugen: Die Mehrzahl der Chefärzte deutscher Krankenhäuser vermute, "dass es eine wirtschaftlich motivierte Überversorgung in den hiesigen Krankenhäusern gibt." 

    Im Fall therapeutischer Arthroskopien bei Gelenkverschleiß hat der Gemeinsame Bundesausschuss bereits reagiert: Seit zwei Jahren wird diese Operation nicht mehr erstattet. Das IQWiG war zuvor zu dem Ergebnis gekommen, dass sich ein Nutzen der OP nicht belegen lasse. Etliche weitere chirurgische Eingriffe stehen im Verdacht, in bestimmten Fällen dem Patienten mehr zu schaden als zu nutzen: die Entfernung der Prostata bei Prostatakrebs, Kaiserschnitte, invasive Herzkatheter, Transkatheter-Aortenklappen und das Einsetzen künstlicher Knie- und Hüftgelenke. Schon warnen Artikel in Massenmedien mit Headlines wie: "Achtung, wenn Ihr Arzt zu diesen Eingriffen rät!" 

    Kritik hier ist also wohlfeil. Aber ist sie auch immer wissenschaftlich fundiert? Begründet wird sie oft mit internationalen Vergleichszahlen. Eine Studie des wissenschaftlichen Instituts der PKV von 2015 lässt jedoch erhebliche Zweifel an der Aussagekraft solcher Länderrankings aufkommen, da diese zumeist keine Altersstandardisierung vornähmen. Tue man das, ergebe sich für Deutschland "in der Regel ein vergleichbares Niveau wie in den europäischen Nachbarländern mit gut ausgebauten Gesundheitssystemen". Und ausgerechnet bei den so in Verruf geratenen Hüft- und Knieersatzoperationen kam 2016 eine Studie des IGES-Instituts zu dem Ergebnis, dass der Anteil jener Patienten, bei denen eine angemessene Indikation dokumentiert ist, bei rund 96 Prozent liege. 

    Mediziner kritisieren statt einer Über- immer häufiger eine Fehlversorgung - wegen Fehlanreizen im Vergütungssystem. Denn beispielsweise gibt es auch richtungsweisende Operationsmethoden, die zu selten angewandt werden: Während in skandinavischen Ländern Leistenbrüche zu 60 bis 80 Prozent endoskopisch und ambulant operiert werden, geschieht das in Deutschland nur bei jedem siebenten Patienten - obwohl Komplikationen viel seltener sind. Grund ist nach Meinung von Experten, dass die OP-Methode „in Deutschland mit einer Kostenunterdeckung verbunden " sei. 

    "Wird in Deutschland zu viel oder zu wenig operiert?", das diskutieren auf dem Hauptstadtkongress: Prof. Dr. Bertram Häussler, IGES Institut, Prof. Dr. Klaus-Peter Günther, Universitätsklinikum Dresden, Prof. Dr. Erika Gromnica-lhle, Deutsche Rheuma-Liga, Prof. Dr. Dr. h. c. Norbert P. Haas, ehemals Charité Berlin, und Prof. Dr. Moritz Wente, Aesculap AG. 

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 20. Hauptstadtkongress findet vom 20. bis 22. Juni 2017 im CityCube Berlin statt.

  • 23.03.2017 - Das Programm ist online!

    Das Programm des Hauptstadtkongresses mit allen Veranstaltungen, Referenten und Themen des Hauptstadtforums Gesundheitspolitik, des Managementkongresses Krankenhaus Klinik Rehabilitation und des Deutschen Pflegekongresses kann ab sofort im Internet auf der Website des Kongresses eingesehen werden, und zwar unter folgendem Link: http://www.hauptstadtkongress.de/#programmuebersicht

    Das Programm des Deutschen Ärzteforums folgt in Kürze!

     

    Motto des diesjährigen Hauptstadtkongresses Medizin und Gesundheit ist „Qualität und nachhaltige Finanzierung“. Diskutiert werden die Finanzierung des Gesundheitswesens und dessen Steuerung unter Qualitätsindikatoren. Drei Monate vor der Bundestagswahl stehen gesundheitspolitische Themen ganz vorn auf der Agenda: der morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich, eine mögliche  Renaissance der Idee einer Bürgerversicherung, die Bilanz der jüngsten Pflegegesetzgebung, die Rolle des Innovationsfonds, die Digitalisierung sowie viele Zukunftsthemen aus Gesundheitswirtschaft, Medizin und Pflege.

     

    2017 feiert der Hauptstadtkongress sein 20 jähriges Jubiläum! Im Mittelpunkt der Eröffnungsveranstaltung stehen Rückblick und Ausblick. Unter dem Titel „Brücken statt Mauern – gegen die Versäulung“ geht es um die Zukunft des Gesundheitswesens. Diskutieren werden die drei wissenschaftlichen Leiter der Fachkongresse unter der Moderation von Dr. Eckart von Hirschhausen.  

     

    Eröffnet wird der Kongress wieder von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe.

     

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit im CityCube Berlin ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die Leitveranstaltung der Branche. Wie jedes Jahr finden unter dem Dach des Hauptstadtforums Gesundheitspolitik drei bedeutende Fachkongresse statt: der Managementkongress Krankenhaus Klinik Rehabilitation, der Deutsche Pflegekongress und das Deutsche Ärzteforum. Auch 2017 gibt es außerdem eine Reihe weiterer besonderer Formate: den Tag der Versicherungen, den Fachärztetag und das Apothekerforum.

     

    Melden Sie sich am besten gleich an:

    http://www.hauptstadtkongress.de/teilnahme/

     

    Weitere Informationen zum Kongress finden Sie auf der Website:

    http://www.hauptstadtkongress.de

  • 24.02.2017 - Hauptstadtkongress: Günstiger Frühbuchertarif gilt noch bis zum 6. März!

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit, der vom 20. bis 22. Juni 2017 stattfindet, steht unter dem Motto „Qualität und nachhaltige Finanzierung“. Diskutiert werden die Finanzierung des Gesundheitswesens und die Steuerung unter Qualitätsindikatoren. Drei Monate vor der Bundestagswahl stehen auch die aktuellen gesundheitspolitischen Themen ganz vorn auf der Agenda: eine mögliche Rückkehr zur paritätischen Finanzierung, der morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich, die Renaissance der Idee einer Bürgerversicherung, die Bilanz der jüngsten Pflegegesetzgebung, die Rolle des Innovationsfonds, die Digitalisierung und Zukunftsthemen aus Medizin und Pflege.

     

    Eröffnet wird der drei Tage dauernde Kongress, der in diesem Jahr zum zwanzigsten Mal stattfindet, wieder von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe.

     

    Der günstige Frühbuchertarif gilt noch bis zum 6. März 2017! Nutzen Sie die Chance, mit den wichtigsten Entscheidern aus Politik, Verbänden, Versicherungen, Wissenschaft, Medizin, Pflege und Gesundheitswirtschaft zu diskutieren.

     

    Melden Sie sich am besten gleich an:

    http://www.hauptstadtkongress.de/teilnahme/

     

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit im CityCube Berlin ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die Leitveranstaltung der Branche. Wie jedes Jahr finden unter dem Dach des Hauptstadtforums Gesundheitspolitik drei bedeutende Fachkongresse statt: der Managementkongress Krankenhaus Klinik Rehabilitation, der Deutsche Pflegekongress und das Deutsche Ärzteforum. Auch 2017 bieten wir wieder eine Reihe besonderer Formate an: den Tag der Versicherungen, den Fachärztetag und das Apothekerforum.

  • 26.01.2017 - Deutsches Ärzteforum: Die Zukunft der Medizin und des Arztberufes

    Die Bandbreite der Themen, die im Juni beim Deutschen Ärzteforum, einem von drei Fachkongressen unter dem Dach des Hauptstadtkongresses, auf der Agenda stehen, ist groß: Der medizinisch-technische Fortschritt, die immer intensivere Qualitätsdebatte, immer komplexere Fragen zur solidarischen Finanzierung und zugleich eine zunehmende Ökonomisierung und Digitalisierung der Medizin verändern den Arztberuf von Grund auf.

    Dies verdeutlichen gleich mehrere Veranstaltungen, wie etwa: „‚Faktor Zeit‘ – Verbesserung der Arbeitsbedingungen: Mehr Zeit für Patienten und Weiterbildung“, „Wie erhält die Medizin ein Gesicht in einem Krankenhauskonzern?“, „Roboter-assistierte Medizin: Verteufelt, gefürchtet, jetzt Realität – Chancen und Möglichkeiten“ oder „Zukunftsbild Heilberufler 2030 – exklusive Vorstellung einer aktuellen Studie“.

    Das Deutsche Ärzteforum greift auch eine Reihe kontroverser Themen von gesamtgesellschaftlicher Tragweite auf, wie etwa Fehlanreize in der Vergütung, einen Rückstand Deutschlands bei der Digitalisierung, ethische Fragen zur Finanzierung von medizinischer Forschung durch Pharmaunternehmen oder auch Pay-for-Performance. Die Veranstaltungen dazu sind betitelt: „Wird in Deutschland zu viel oder zu wenig operiert? Neue Zahlen, neue Fakten“, „Medizinische Versorgung im Zeitalter der Digitalisierung – Schneckenpost Deutschland?“, „Forschungskooperationen mit Unikliniken“ und „Pay for Performance: Qualitätsindizes für adäquate Bezahlung – was ist Qualität?“ 

    Beim Deutschen Ärzteforum geht es aber auch um den medizinischen Fortschritt selbst – beispielsweise mit Themen, wie „Organe für alle? Was können Plazentabanken leisten?“, „Biomedizinische Alternsforschung: Biomarker, Zukunftsprojektionen und Interventionsempfehlungen“ oder „Molecular Diagnostics: Neue Ansätze in Therapie und Diagnostik“. 

    Wie in den Jahren zuvor werden zwei besondere Formate Teil des Deutschen Ärzteforums sein: Der Fachärztetag bietet vier eigene Veranstaltungen, unter anderem zu Innovation und Qualität der Laborversorgung und zum Zugang zu Innovationen. Das Apothekerforum diskutiert die Themen: „Der Medikationsplan – eine Zwischenbilanz“, „Health Literacy: Das Wissen kommt aus dem Expertensystem – aber wie kommt es zum Patienten?“ sowie „Die Zukunft der pharmazeutischen Versorgung vor dem Hintergrund europäischer Entwicklungen“. 

    Das Deutsche Ärzteforum richtet sich an die gesamte Ärzteschaft und bietet die einmalige Möglichkeit, mit allen Partnern und Akteuren im Gesundheitswesen den fach- und disziplinübergreifenden Dialog aufzunehmen. Drei Monate vor der Bundestagswahl spielen gesundheitspolitische Themen mit prominenter Besetzung eine besondere Rolle im Hauptstadtforum Gesundheitspolitik, das auch den Teilnehmern des Deutsche Ärzteforums offen steht. 

    Weitere Informationen zum Programm:
    www.hauptstadtkongress.de/deutsches-aerzteforum/

    Das Deutsche Ärzteforum findet, wie der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit, von Dienstag, den 20. Juni, bis Donnerstag, den 22. Juni, 2017, statt. Profitieren Sie jetzt noch vom ermäßigten Frühbuchertarif, melden Sie sich an unter: www.hauptstadtkongress.de/teilnahme

  • 19.01.2017 - Deutscher Pflegekongress: Aktuelle Pflegegesetzgebung unter der Lupe

    Die demografische Entwicklung macht die Pflege zu einer starken Wachstumsbranche, die zunehmend im Fokus der Gesundheitspolitik steht: Noch nie wurden so viele Gesetze zur Pflege verabschiedet wie in der zu Ende gehenden Legislaturperiode – allen voran drei Pflegestärkungsgesetze. Weitere Vorhaben befinden sich noch in der Pipeline, wie etwa das umstrittene Pflegeberufsgesetz. Die aktuelle Gesundheitspolitik und ihre Auswirkungen auf Pflegebedürftige, Pflegekräfte und Pflegeeinrichtungen sind ein wichtiger Themenbereich beim Deutschen Pflegekongress 2017, der im Juni unter dem Dach des Hauptstadtkongresses stattfindet.

    Ein weiteres herausragendes Themenfeld ist der Bereich Ausbildung, Studium, Beruf und Karriere. So sind beispielsweise folgende Veranstaltungen vorgesehen: „Karrierewege und Kompetenzgewinnung in der Praxis und in Hochschulen“, „Hochschulen: Studium als Sprosse auf der Karriereleiter?“ und „Arbeitgeberqualität: Great Place to Work!“

    Drängendstes Problem in der Pflege ist nach wie vor der Fachkräftemangel. Themen aus dem Bereich Personal haben daher große Bedeutung für den Kongress – etwa „Personalakquise: ‚Maßgeschneiderte‘ Fachkräfte dringend gesucht!“ oder „Fachkräfte in der Pflege: Finden, gewinnen, halten!“ Auch kontroverse Fragestellungen kommen zur Sprache, wie etwa „Die Gretchenfrage: Gerechte Bezahlung in der Pflege“. 

    Darüber hinaus bietet der Deutsche Pflegekongress Veranstaltungen zu einer Vielzahl von gesundheitspolitischen und fachlich relevanten Themen, wie beispielsweise „Prozessoptimierung beim Pflege-Outcome - Best Practices“, Palliativ-Versorgung, Demenz-WGs, Innovationen und Robotik in der Pflege, Qualitätsprüfungen und Pflegenoten oder der Aspekt „Managen und Führen“.

    Der Deutsche Pflegekongress richtet sich an die gesamte Pflege. Er findet im Rahmen des Hauptstadtkongresses statt und bietet daher die einmalige Möglichkeit, mit allen Partnern und Akteuren im Gesundheitswesen den fach- und disziplinübergreifenden Dialog aufzunehmen. Drei Monate vor der Bundestagswahl spielen gesundheitspolitische Themen mit prominenter Besetzung natürlich eine besondere Rolle im Hauptstadtforum, das allen Teilnehmern des Pflegekongresses auch offen steht.

    Der Deutsche Pflegekongress findet, wie der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit, von Dienstag, den 20. Juni, bis Donnerstag, den 22. Juni, 2017, statt. Profitieren Sie jetzt noch vom ermäßigten Frühbuchertarif, melden Sie sich an unter: www.hauptstadtkongress.de/teilnahme

  • 08.12.2016 - Kulturwandel im Kliniksektor: Science Fiction ist zum Greifen nah

    Der Arzt sitzt in einem Computerraum, der Patient ist ihm per Video zugeschaltet, seine diagnostischen Daten sieht der Arzt auf dem Bildschirm, eine Krankenschwester betreut den Patienten vor der Videokamera. Es klingt nicht nur wie Science Fiction, sondern auch nach unzulässiger Fernbehandlung. Doch die Bundesärztekammer hat erst kürzlich darauf hingewiesen, dass Telemedizin in dieser Form prinzipiell zulässig ist.

    Werden Behandlungszentren bald auf Ärzte verzichten können? Fest steht: Immer mehr diagnostische Daten stehen zur Verfügung, deren kontinuierliche Auswertung dem Patienten oft mehr nützen kann, als ein freundliches Gespräch alleine. – Telemedizin wird daher zur Normalität werden. 

    Eines der Leitthemen auf dem im Rahmen des Hauptstadtkongresses stattfindenden Managementkongress Krankenhaus Klinik Rehabilitation heißt deshalb: „Science Fiction in der Medizin: Ärzte- oder Patientenloses Krankenhaus?“ Es geht um Fragen wie: Wie weit werden Telemedizin und Robotik gehen? Werden „Fernbehandlungskliniken“ bald schon Realität sein?

    Im Fokus steht der generelle Kulturwandel im Klinikbereich. Weitere wichtige Themen, die das Management im Gesundheitswesen betreffen, sind Systempartnerschaften, Prozessoptimierung, Personalfindung sowie der Bereich Marketing. 

    Der Managementkongress Krankenhaus Klinik Rehabilitation packt darüber hinaus heiße Eisen an – etwa mit folgenden Themen:

    • Friedliche Koexistenz oder feindliche Übernahme: Die Zukunft der Trägervielfalt
    • Quo vadis: Zuru?ck zum Budget oder hin zur Leistungsfinanzierung?
    • Groß, größer, am größten: Bringt die Fusion den Erfolg?

    Zu einer Vielzahl weiterer Veranstaltungen des Kongresses gehört auch die Vorstellung des Krankenhaus Rating Reports 2017. Der Report untersucht alljährlich die wirtschaftliche Situation deutscher Krankenhäuser.

  • 23.11.2016 - HSK 2017 | Qualität und nachhaltige Finanzierung im Fokus

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit findet 2017 zum zwanzigsten Mal statt. Er ist das alljährliche Topereignis des deutschen Gesundheitswesens. Es werden wieder mehr als 8.000 Fachbesucher für drei Tage im Berliner CityCube zusammenkommen, darunter die wichtigsten Führungskräfte und Entscheidungsträger der Branche. Beim Hauptstadtkongress 2017 wird es um die Grundpfeiler unseres Gesundheitswesens gehen: „Qualität und nachhaltige Finanzierung“ lautet das Motto – und umfasst damit die beiden zentralen Kriterien, an denen sich Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft messen lassen müssen. Traditionell wird wieder Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe den Hauptstadtkongress eröffnen.  

    Drei Monate vor der Bundestagswahl spielen natürlich auch gesundheitspoltische Themen eine besonders wichtige Rolle. Im Hauptstadtforum Gesundheitspolitik stehen daher Möglichkeiten zur Steuerung des Gesundheitswesens unter Qualitätsindikatoren und die ersten Zwischenergebnisse des IQTIG im Fokus der Diskussionen. Gefragt wird auch: Zu- und Abschläge je nach Qualität bei der Vergütung - was lässt sich realisieren? Die Chancen einer nachhaltigen Finanzierung des Gesundheitswesens stehen ebenso auf der Agenda wie der Wettbewerb unter den Kassen, die Zusatzbeiträge und eine mögliche Rückkehr zur paritätischen Finanzierung, der morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich sowie die Renaissance der Idee einer Bürgerversicherung.  

    Darüber hinaus geht es aber auch um die Chancen und Risiken der Nutzung von Big Data und datengestütztem Population Health Management, Projekte des milliardenschweren Innovationsfonds, Gesundheits-Apps, Patienten-Empowerment, die Verbesserung der sektorübergreifenden Versorgung sowie die Vermeidung von Korruption im Gesundheitswesen. Die Kongressbesucher erfahren Aktuelles aus dem Gemeinsamen Bundesausschuss und diskutieren die Konsequenzen des Pharmadialogs und die Rolle von Innovationen im deutschen Gesundheitswesen.  

    Der im Rahmen des Hauptstadtforums Gesundheitspolitik stattfindende Tag der Versicherungen widmet sich folgenden Themen: Fairer Kassenwettbewerb trotz Morbi-RSA? Bundesteilhabegesetz und Flexirentengesetz - was bedeutet das für die Rehabilitation? Wie wirkt sich Migration auf die Rehabilitation aus? 

    Der nächste Hauptstadtkongresses Medizin und Gesundheit findet von Dienstag, den 20. Juni, bis Donnerstag, den 22. Juni, 2017, statt. Profitieren Sie jetzt noch vom ermäßigten Frühbuchertarif, melden Sie sich an unter: www.hauptstadtkongress.de/teilnahme

  • 15.09.2016 - Hauptstadtkongress 2017: Wo sich die Gesundheitsbranche trifft

    zum Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2017 werden wieder 8.000 Spitzenvertreter und Entscheider aus Politik, Verbänden, Gesundheitswirtschaft und -management, Versicherungen, Wissenschaft, Medizin und Pflege zusammentreffen. Drei Tage lang geht es im Berliner CityCube in rund 200 Einzelveranstaltungen um alle Facetten des Gesundheitswesens. Der Kongress findet zum zwanzigsten Mal statt.

    Ein Leitthema des Kongresses wird Qualität und nachhaltige Finanzierung sein. Wie können die Ziele Qualität und Ökonomie im Gesundheitswesen Hand in Hand gehen? Wie gelingt die Steuerung des Gesundheitswesens unter Qualitätsindikatoren, ist eine Leistungsvergütung mit Qualitätszu- und -abschlägen machbar? Hat das neue Qualitätsinstitut IQTiG bis dahin taugliche Qualitätsindikatoren entwickeln können?

    Drei Monate vor der Bundestagswahl stehen natürlich gesundheitspolitische Themen ganz vorn auf der Aganda: zu erwartende Ausgabenschübe für die Kassen durch aktuelle Gesetze, die stark steigenden Zusatzbeiträge in der GKV, die paritätische Finanzierung, die Renaissance der Idee von einer Bürgerversicherung, das umstrittene Pflegeberufegesetz, das 3. Pflegestärkungsgesetz, die legislative Umsetzung des Pharmadialogs, das Psychiatrieentgeltgesetz, der Innovationsfonds, die Arbeit des Gemeinsamen Bundesausschusses und der morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich.

    Unter dem Dach des Hauptstadtforums Gesundheitspolitik finden wie in jedem Jahr drei Fachkongresse statt, bei denen die fachliche Fortbildung im Zentrum steht:

    - der Managementkongress Krankenhaus Klinik Rehabilitation
    - der Deutsche Pflegekongress und
    - das Deutsche Ärzteforum

    Sonderformate des Kongresses sind wieder der Tag der Versicherungen, der Fachärztetag, der Apothekertag, der Labortag sowie das Psychiatrieforum im Ausstellungsbereich.

    Bitte notieren Sie sich: Der kommende Hauptstadtkongresses Medizin und Gesundheit findet vom 20. bis 22. Juni 2017 statt. Profitieren Sie jetzt vom ermäßigten Frühbuchertarif, melden Sie sich an unter: www.hauptstadtkongress.de/teilnahme

  • 10.06.2016 - Hauptstadtkongress: Die Zukunft der Gesundheit war in Berlin

    Nach drei Tagen ist am Freitag der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit zu Ende gegangen. Die jährliche Leitveranstaltung der Gesundheitsbranche, die bereits zum neunzehnten Mal stattfand, lockte deutlich mehr als 8.000 Teilnehmer in den Berliner CityCube. In rund 200 Einzelveranstaltungen diskutierten Spitzenpolitiker, Wissenschaftler und Vertreter aller Berufsgruppen der Gesundheitswirtschaft die Zukunft des Gesundheitswesens. 

    Das Leitthema hieß in diesem Jahr „Innovationen“. Bereits in der Eröffnungsveranstaltung hatte Annette Widmann-Mauz, MdB, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesgesundheitsminister, die Haltung der Bundesregierung deutlich gemacht, dass das Solidarsystem nur nützliche Innovationen finanzieren könne. Der Begriff Innovation sei „kein Gütesiegel an sich, sondern Nutzen müsse evidenzbasiert nachgewiesen werden“, so Widmann-Mauz. Die Innovationsstrategie der Bundesregierung sehe dafür drei Voraussetzungen: Erstens müssten „echte Innovationen einen wirklichen Fortschritt für Lebensqualität und Lebenschancen“ bringen. Zweitens müssten sich Innovationen am Versorgungsbedarf orientieren. Und drittens dürften wirkliche Innovationen „keine Eintagsfliegen“ sein. 

    Der frühere Berliner Gesundheitssenator und heutige Kongresspräsident des Hauptstadtkongresses, Ulf Fink, hob hervor, dass es essenziell für das deutsche Gesundheits-wesen sei, eine Innovationskultur zu entwickeln: „Dafür muss man bereit sein, etwas zu riskieren“, so Fink. 

    Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles, MdB, sprach sich auf dem Hauptstadtkongress für intensiveres Engagement der Wirtschaft in der betrieblichen Gesundheitsförderung aus. Nur 20 Prozent der Betriebe seien in diesem Bereich aktiv, kritisierte die Ministerin. Zu „gesundem Arbeiten“ gehörten aber auch selbstbestimmtere Arbeitszeiten. Nahles beschrieb Software-Innovationen wie ein „Schicht-Doodle“, bei dem über Software die Arbeitszeitwünsche aller Mitarbeiter optimal berücksichtigt werden könnten. „Die Flexibilisierungsbedürfnisse der Arbeitnehmer können dadurch gut mit den Flexibilisierungsbedürfnissen der Wirtschaft in Einklang gebracht werden“, so die Ministerin. 

    Vor dem Hintergrund, dass mit zunehmender Digitalisierung auch die Anforderungen an die Qualifikation und Weiterbildung der Arbeitnehmer steigen, sprach sich Arbeitsministerin Nahles dafür aus, die Bundesagentur für Arbeit in eine „Bundesagentur für Arbeit und Qualifikation“ umzugestalten. 

    Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Staatssekretär Karl-Josef Laumann, hob auf der Bühne des Hauptstadtkongresses die Wichtigkeit der vielfältigen Gesetzesvorhaben der Bundesregierung zur Stärkung der Pflege hervor: „Pflege hat in dieser Legislaturperiode einen ganz zentralen Stellenwert eingenommen.“ 

    Der auf dem Kongress vorgestellte Krankenhaus Rating Report 2016 des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung zeigt eine gleichbleibende Insolvenzgefahr für deutsche Krankenhäuser. 11 Prozent der etwa 1.800 deutschen Kliniken befinden sich in erhöhter Gefahr eines Konkurses. Während durch die Modernisierungsprogramme in den neuen Bundesländern die Insolvenzgefahr dort deutlich niedriger liegt, erreicht sie in Baden-Württemberg mittlerweile fast 50 Prozent aller Krankenhäuser. Die kumulierte Investitionslücke deutscher Krankenhäuser beträgt nach Angaben der RWI-Forscher 28 Milliarden Euro. 

    Aufsehen erregte der Auftritt des US-amerikanischen Pioniers der regenerativen Medizin, Prof. Dr. Anthony Atala. Der Forscher und sein Team beschäftigen sich am Wakefield Forest Institute mit der künstlichen Erzeugung menschlichen Gewebes und menschlicher Organe aus körpereigenen Zellen. Patienten leben bereits mit Organen aus Atalas Labor, wie etwa mit einer Harnblase, einer Vagina und Knochensegmenten. Ziel der Wissenschaftler ist es, die Transplantationsmedizin von ihrem Engpass bei Spenderorganen zu befreien. 

    Auch die unter dem Dach des Hauptstadtkongresses stattfindenden drei Fachkongresse nahmen sich drängender Fragestellungen an: 

    Der Managementkongress Krankenhaus Klink Rehabilitation beschäftigte sich intensiv mit der Digitalisierung, bei der deutsche Kliniken – etwa im Vergleich zu skandinavischen Ländern – deutlich in Rückstand geraten sind. Aber auch Cyberangriffe auf Krankenhäuser waren Thema einer eigenen Veranstaltung. 

    Das Deutsche Ärzteforum blickte auf die herausragenden Innovationen in Diagnostik und Therapie, die mit Nanotechnologien und auf die genomisch auf den Patienten abgestimmten Behandlungsmethoden derzeit vor allem die Onkologie revolutionieren. Aber auch neue, wirkungsvollere Strategien gegen Krankenhausinfektionen mit resistenten Erregern wurden präsentiert. 

    Der Deutsche Pflegekongress brachte eine Vielzahl von Kontroversen zu Tage, wie dem Pfegenotstand beizukommen sei. Dass die Veranstaltung zu dem teilweise umstrittenen, schrittweise in Kraft tretende Pflegeberufegesetz aus allen Nähten platzte, zeigt, wie groß der Diskussionsbedarf zwischen Politik und Pflegeberufen ist. 

    Kongresspräsident Ulf Fink hob die vielfältigen Einblicke hervor, die Kongressbesucher in die Zukunftstrends von regenerativer Medizin, Präzisionsmedizin, Versorgungsforschung, Digitalisierung und viele weitere Bereiche erhalten haben. „Die Aussage ‚die Zukunft der Gesundheit kommt nach Berlin‘ hat sich mit dem heute zu Ende gegangenen Hauptstadtkongress bewahrheitet”, so Fink zum Abschluss des Mega-Events. 

    Der nächste Hauptstadtkongress findet vom 20. bis 22. Juni 2017 statt.

  • 03.06.2016 - Die Zukunft der Gesundheit kommt nach Berlin: Hauptstadtkongress beginnt am 8. Juni 2016

    Mehr als 8.000 Entscheidungsträger aus Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft kommen zusammen, wenn am kommenden Mittwoch, dem 8. Juni 2016, der 19. Hauptstadtkongress eröffnet wird. Bei knapp 200 Einzelveranstaltungen werden über 600 Redner, Referenten und Diskussionsteilnehmer auftreten – darunter viele Spitzenpolitiker aus Bund und Ländern, prominente Wissenschaftler und Führungspersönlichkeiten aus Institutionen des Gesundheitswesens. 

    Das Leitthema heißt in diesem Jahr: Innovationen. Ein führender Kopf einer der derzeit innovativsten medizinischen Forschungsbereiche stellt seine Arbeit auf dem Hauptstadtkongress in einer Lecture der deutschen Öffentlichkeit vor: Der in der Fachwelt gefeierte Star der regenerativen Medizin, Prof. Dr. Anthony Atala, Direktor des Wake Forest Institute for Regenerative Medicine, Winston-Salem/USA, erzeugt im Labor künstliches Gewebe und Organe aus menschlichen Zellen für die Transplantationsmedizin. Aktuell arbeiten Atala und sein Team daran, Organe mittels 3D-Drucks zu produzieren. 

    Bei der Eröffnungsveranstaltung des Kongresses wird Prof. Dr. Bertram Häussler vom IGES-Institut „die großen Erfolge von Medizin und Gesundheitsversorgung“ resümieren und Prof. Dr. Detlev Ganten, der Vorsitzende des Charité-Stiftungsrats, richtet den Blick auf „die großen Hoffnungen der Medizin für die Gesundheit“. 

    Der Hauptstadtkongress zieht auch in diesem Jahr wieder eine Vielzahl hochrangiger Politiker aus Bund und Ländern an: Neben Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles sind fünf Staatssekretäre der Bundesregierung dabei: Annette Widmann-Mauz, MdB, der Patientenbeauftragte der Bundesregierung Karl-Josef Laumann, Lutz Stroppe, Ingrid Fischbach, MdB, und Thomas Rachel, MdB. Aus den Ländern kommen Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (Hamburg), Gesundheitsministerin Barbara Steffens (NRW) und Gesundheitssenator Mario Czaja (Berlin). Insgesamt 15 Abgeordnete repräsentieren die Gesundheitspolitik des Bundestages. 

    Auch aus der Gesetzlichen Krankenversicherung stehen beim Hauptstadtkongress hochrangige Persönlichkeiten auf der Bühne: Ulrike Elsner (vdek), Martin Litsch (AOK), Dr. Christoph Straub (Barmer GEK), Prof. Dr. h. c. Herbert Rebscher (DAK). Und für den G-BA Prof. Josef Hecken sowie Dr. Christof Veit für das IQTiG. 

    Aus der Wissenschaft sorgen meinungsstarke Forscher für interessante Kontroversen, wie etwa der Vorstandsvorsitzende der Charité, Prof. Dr. Karl Max Einhäupl, der Pharmakritiker Prof. Dr. Gerd Glaeske, der Gesundheitsökonom und Bundestagsabgeordnete Prof. Dr. Karl Lauterbach, MdB, der Politikberater Prof. Dr. Dr. h. c Bert Rürup und der Ökonom Prof. Dr. Jürgen Wasem

    Der 19. Hauptstadtkongress findet vom 8. bis 10. Juni 2016 im CityCube Berlin statt. 

  • 31.05.2016 - Ein Visionär auf dem Podium: Prof. Dr. Anthony Atala spricht über regenerative Medizin

    Der in der Fachwelt gefeierte Star der regenerativen Medizin, Prof. Dr. Anthony Atala, Director des Wake Forest Institute for Regenerative Medicine, Winston-Salem/USA, spricht in seiner Lecture am ersten Kongresstag über eine große Hoffnung der Medizin: Derzeit stirbt alle 30 Sekunden ein Patient an einer Krankheit, die mit Gewebeersatz oder einer Transplantation hätte behandelt werden können – doch die Zahl freiwilliger Spender ist zu gering. Im Labor erzeugte Implantate könnten helfen und viele Menschenleben retten. 

    Dr. Atala und sein Team sind weltweit führend in der künstlichen Erzeugung von menschlichem Gewebe und sogar Organen für die Transplantationsmedizin. Erste Patienten leben bereits mit einer Reihe von im Labor erzeugten Implantaten: Knochen, Knorpel, Haut, Hornhaut, Blase, Blutgefäße, Vagina, Muskeln oder Segmenten des Harntrakts. Weltweite Aufmerksamkeit erhielten die Wissenschaftler zuletzt für ihre Publikation, mit der sie die Machbarkeit des 3D-Drucks lebender Zellstrukturen als Ersatz für verletztes oder erkranktes Gewebe nachwiesen. 

    Nach dieser besonderen Lecture folgt die Veranstaltung mit dem Titel „Zukunft der Medizin“: Der Vorstandsvorsitzende einer der größten Universitätskliniken Europas, der Charité, Prof. Dr. Karl Max Einhäupl, der Deutschland-Chef des zweitgrößten Pharmaunternehmens der Welt, Pfizer, Peter Albiez, und der Bioinformatikunternehmer und Biotech-Investor Dr. Friedrich von Bohlen von Molecular Health erläutern ihre Zukunfsthoffnung und stellen sich der Diskussion mit Dr. Atala. 

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 19. Hauptstadtkongress findet vom 8. bis 10. Juni 2016 im CityCube Berlin statt. 

  • 27.05.2016 - Innovationen und Ethik: Wie viel dürfen Innovationen kosten?

    Immuntherapie könnte den Durchbruch gegen Krebs bringen. Weil die Therapie aber bis zu 100.000 Euro pro Jahr und Person verschlingt, stimmen Krankenkassen nur restriktiv zu. Schon gibt es Analysten, die damit rechnen, dass in zehn Jahren bis zu 60 Prozent der Patienten mit fortgeschrittenem Krebs eine Immuntherapie erhalten könnten. Sie schätzen den Markt weltweit auf jährlich 35 Milliarden US-Dollar. 

    Neue Medikamente können auch Leberzirrhose und Leberkrebs nach einer Hepatitis-C-Infektion verhindern – ohne starke Nebenwirkungen und bei guter Verträglichkeit. Doch die Behandlung ist ebenfalls außerordentlich teuer: Wollte man alle 300.000 Infizierten in Deutschland sofort behandeln, „würde das die Krankenkassen rund 18 Milliarden Euro kosten, das sind fast zwei Drittel der gegenwärtigen GKV-Ausgaben für Arzneimittel“, rechnete die Ärztezeitung 2014 vor. Kassenärztliche Bundesvereinigung und GKV-Spitzenverband handelten für 2015 zusätzliche Ausgaben von etwa 1 Milliarde Euro und für 2016 von 1,4 Milliarden Euro aus. Das bedeutet: Nur ein Bruchteil der Erkrankten kann bei solchen Preisen behandelt werden. 

    Es stellt sich die Frage, ob diese Preisgestaltung angemessen und ethisch vertretbar ist. 

    Innovationen und Ethik: Wie viel dürfen Innovationen kosten?“ lautet der Titel einer Veranstaltung beim Hauptstadtkongress. Es diskutieren: Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel, Universität Bayreuth und Mitglied des Deutschen Ethikrats, Dr. Patrick Horber, Geschäftsführer von AbbVie Deutschland, Susanne Mauersberg, Verbraucherzentrale Bundesverband, und Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der Barmer GEK. Moderator ist Dr. Rainer Hess, ehemaliger unparteiischer Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses. 

    Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit ist mit mehr als 8.000 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik die jährliche Leitveranstaltung der Branche. Der 19. Hauptstadtkongress findet vom 8. bis 10. Juni 2016 im CityCube Berlin statt. 

  • 25.05.2016 - Labortag, Apothekerforum und weitere Sonderformate beim Hauptstadtkongress

    Auch der 19. Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit wartet wieder mit einem umfangreichen Programm auf: Über 150 Veranstaltungen, 500 Referenten und 8.000 Teilnehmer sorgen für fachlichen Austausch auf höchstem Niveau! Zusätzlich zum Programm der drei Fachkongresse und des Hauptstadtforums Gesundheitspolitik werden beim Hauptstadtkongress wieder besondere Formate und spezielle Veranstaltungsreihen angeboten: 

    Der Labortag 2016 wird am 9. Juni von Labor Berlin ausgerichtet und legt zusammen mit Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft und Forschung den Fokus auf Innovation und Qualität in der Labordiagnostik und deren Beitrag zu einer hochwertigen Krankenversorgung. Näheres zu den drei Themenkomplexen finden Sie unter http://www.hauptstadtkongress.de/sonderformate.html#labortag

    Das Apothekerforum findet ebenfalls am 9. Juni beim Hauptstadtkongress statt - insgesamt schon zum vierten Mal! Es beinhaltet 2016 im Wesentlichen zwei Veranstaltungen, nämlich zu den Themen „Evidenz und Selbstmedikation: OTC im Fokus“ sowie „Interprofessionelle Vernetzung Arzt-Apotheke: Technische Vernetzung, Datensicherheit und Co.“. Weitere Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter www.hauptstadtkongress.de/deutsches-aerzteforum/apothekerforum.html

    Darüber hinaus finden auch der Fachärztetag am 8. Juni sowie der traditionelle Tag der Versicherungen am zweiten Kongresstag wieder statt. Abgerundet werden die Sonderformate durch Satellitensymposien und Unternehmensworkshops. Näheres hierzu unter: http://www.hauptstadtkongress.de/sonderformate.html

    Krönender Abschluss des Hauptstadtkongresses 2016 ist der Start-up Slam am 10. Juni, der ab 15:45 Uhr auf der Kongress-Piazza stattfindet. Hier werden sieben Start-ups gegeneinander antreten und sich dem Publikum und einer Jury in 5 Minuten vorstellen. Zu gewinnen gibt es einen Haupt- und zwei Trostpreise. Einzelheiten unter: http://www.hauptstadtkongress.de/index.php?id=57&id_programm=74

Sieben gute Gründe, beim Hauptstadtkongress dabei zu sein

Der in letzter Zeit immer wieder als „Davos der Medizin“ bezeichnete Hauptstadtkongress für Medizin und Gesundheit hat er sich einen festen Platz im Terminkalender aller Kompetenz- und Entscheidungsträger im Gesundheitswesen Deutschlands erobert und ist zum ihrem Treffpunkt Nr. 1 avanciert.

Über die Hälfte der ca. 2.000 Krankenhäuser und Kliniken Deutschlands sind durch den jeweiligen Vorstand, die ärztliche Leitung und/oder die Pflegeleitung vertreten – eine einmalige Ansammlung von Verantwortlichkeit und Fachkompetenz.

Der Dialog mit den Spitzenvertretern aus Gesundheitspolitik und Verbänden garantiert aktuelles Wissen aus erster Hand, insbesondere bezüglich Finanzierung, Krankenhausplanung und zu den entsprechenden Rahmenbedingungen für das Gesundheitswesen.

Die intensive Diskussion auf Augenhöhe mit den Spitzenvertretern der Kostenträger und Krankenkassen macht den Hauptstadtkongress zusätzlich wertvoll. Hier werden die brennenden Themen diskutiert und Weichen für die Zukunft gestellt.

Der Hauptstadtkongress ist das führende Forum für innovative Lösungsansätze, um weiterhin eine qualitativ hochwertige Medizin sicherzustellen und gleichzeitig Kostensenkungspotentiale durch Systempartnerschaften zu realisieren.

Der Hauptstadtkongress bietet mit zahlreichen Veranstaltungen jedes Jahr intensive Einblicke in relevante Zukunftstrends der Gesundheitswirtschaft sowie Innovationen in Medizin und Gesundheitswesen; darüber hinaus präsentieren führende Unternehmen ihre Neuheiten im Ausstellungsforum. Der Kongress gibt Entscheidern aus Politik und Wirtschaft damit wichtige Impulse für strategische Entscheidungen.

Der Hauptstadtkongress bietet im neuen, multifunktionalen Kongresszentrum CityCube erstklassige Möglichkeiten für Aussteller, die mit ihren zahlreichen Beratungs- und Informationsständen einen wichtigen Mehrwert für die Kongressbesucher bringen.

Der Hauptstadtkongress bündelt unter seinem Dach vier spannende Fachveranstaltungen: Das Hauptstadtforum Gesundheitspolitik, den Managementkongress Krankenhaus, Klinik, Rehabilitation, den Deutschen Pflegekongress und das Deutsche Ärzteforum und ermöglicht daher als einzige Veranstaltung in Deutschland den direkten und unmittelbaren Dialog und Informationsaustausch zwischen allen relevanten Kompetenz- und Entscheidungsträgern im Gesundheitswesen.

Medien zum Hauptstadtkongress

Pressespiegel zum HSK 2016

Pressespiegel:    Teil 1+2 (PDF, 155 MB)     Teil 3 (PDF, 58 MB)

Stimmen zum Hauptstadtkongress

Was unsere Partner, Sponsoren, Aussteller sagen...

Weitere Stimmen finden Sie in unserem Blogartikel: http://hauptstadtkongress-blog.de/stimmen-zum-hauptstadtkongress-2016/

Sponsoren & Partner

des Hauptstadtkongresses Medizin und Gesundheit 2017

Exklusiver Finanzpartner

Hauptsponsor

Besonderer Kooperationspartner

Hauptsponsor

Hauptsponsor

Hauptsponsor

Hauptsponsor

Hauptsponsor

Besonderer Kooperationspartner

VIP-Partner

Aus unserem Blog

Aktuelle Beiträge vom Hauptstadtkongress-Blog

23
Mai
Sind Pflegepersonaluntergrenzen wirklich der „Bringer“?

Ein Beitrag von Hedwig François-Kettner, wissenschaftliche Leiterin des Deutschen Pflegekongresses

Mit dem Auftrag der Bundesregierung vom März 2017 an die Selbstverwaltung, bis zum 30. Juni 2018 in Deutschland verbindliche Pflegepersonaluntergrenzen in pflegesensitiven Krankenhausbereichen...

09
Mai
An den Wünschen der Patienten geht kein Weg vorbei

Ein Beitrag von Prof. Heinz Lohmann, wissenschaftlicher Leiter des Managementkongresses Krankenhaus Klinik Rehabilitation des Hauptstadtkongresses

Die Gesundheitswirtschaft hat keine andere Wahl. Sie muss sich der Digitalisierung stellen. Letztlich werden das die Patienten erzwingen. Sie werden...